#976
DerFalsche
30 Dez. 2022, 22:14
Zitat von: Destrudo
Scharf essen war noch nie deutsch.
Scharfes essen findest du im südlichen und arabischen Raum. Da gehört es zur Essenskultur.
Ich esse auch gerne scharf und habe extra scharfe Gewürze, aber man kann es auch übertreiben.
Erlebe es immer wieder, wie manche ihre Männlichkeit beweisen wollen und damit angeben extrem scharf zu essen. Vom Essen schmeckt man nichts mehr, aber hauptsache anderen zeigen was für eine harte Drecksau man ist.
"vom Essen schmeckt man gar nichts mehr" hat mich ein bisschen mett gemacht gerade. Ich verkneif' mir jetzt mal das schriftliche Brüllheulen aber ich möchte mal deutlich gesagt haben, dass die Schmerzrezeptoren im Mund nicht dieselben Nervenzellen sind wie die Geschmacksknospen.
Diese "du schmeckst doch garnichts mehr"-Sache kenne ich ausschließlich von Müttern, Tanten und Nachbarinnen, also ausschliessliech (durchaus gestandenen) Weibsbildern, die aber nix drauf haben in sachen Schärfe.
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Ja gut, die Spacko-Klauns, die sich gegenseitig was beweisen wollen, die muss man einfach lächerlich finden, da tust du völlig u Recht daran, die geringzuschätzen.

Geübte Scharfesser wollen sich nicht übertrumpfen, geübte scharfesser haben Respekt vor der Schärfe. Geübte Scharfesser esen gemeinsam und nicht gegeneinander, geübte Scharfesser zollen einander respekt und unterstützen sich.
Jemanden im scharf Essen überbieten zu wollen bedeutet, Leiden verdient zu haben. Denn man fügt sich das leid selbst zu.
Für mich per. ist der Fall sehr einfach:
Wenn du jemandem eine sehr scharfe Schote oder ein sehr scharfes Gericht anbietest, ist der Großkotz, der sich sofort alles reingönnt der hageldumme Idiot;
und der, der sehr vorsichtig an der Spitze knabberd (xP XP) und voller Respekt ist und niemandem was beweisen will, das ist der geübte Scharfesser, der Chilliveteran den man ernst nehmen sollte.