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Der große Outdoor-, Wandern-, Camping- und Sightseeing-Faden

  • Mod/RDW
    #241 Sprachinator 27 Mai 2023, 00:48

    Hab den Thread jetzt erst entdeckt. Ich wandere seit ich 13 bin für mein Leben gerne. Zuletzt bin ich den westweg (280km; 2022), die vulkanroute auf La Palma (vor dem Ausbruch, 18km) und den Aufstieg auf den Schwarzkopf/Roen in Südtirol (von Tramin aus, auch etwa 18km, 2021)
    gewandert.

    Beim zuletzt gewanderten Weg musste ich aber nach 3 Steilaufgang den Rückweg antreten, da ich auf einen Braunbären gestoßen war. Kein Scheiß. Und nein, das war nicht kürzlich, als dieser Italiener von einem Braunbären getötet wurde. Es war 2021, wenn ich mich richtig erinnere. Damals wurde etwa 20km von Tramin ein Polizist von einem Bären angegriffen - ich entschied mich dennoch für den steilen Aufstrieg, alleine und ohne Ausrüstung.

    edit: ich habe den Aufstieg trotz einhaltender Bärenphobie 2022 nachgeholt. Ich hab ein scheiss trauma deswegen, what ze fak

    Es war mir eine Lehre. Ich war bereits in Schweden in bärengebiet; aber dort war ich nie alleine und ich hatte das Gefühl dass die Bären den Kontakt zu Menschen mieden. Egal, wenn Interesse besteht kann ich über meine Erfahrung mit diesem Tier in Südtirol mehr schreiben.

    Ansonsten steht dieses Jahr der querweg von Freiburg bis Konstanz (180km) an. Ihr seht schon, ich komme ursprünglich aus der Region (BW), deshalb auch der westweg zuvor.

    dort wird mir nichts anderes übrig bleiben als auf Bauernhöfen zu übernachten (auf deren Feld mit Zustimmung), da ich sicher keine 100 öcken für die Hotels zahle. Geplant sind 7 Tage, ganz entspannt mit minimaler Ausrüstung, bisschen die alte Heimat genießen.

    Dieser Beitrag wurde von Sprachinator am 27.05.2023 00:57:42 bearbeitet.
  • Mod/RDW
    #242 fabilou 27 Mai 2023, 00:50

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Guck Dir dieses Foto an und sag mir das nochmal ins Xsicht!

    L6pxvAk.jpg

    Dann lieber gar keine Beine

  • Mod/RDW
    #243 Sprachinator 27 Mai 2023, 02:07

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Hab Interesse!


    Fragste wirklich überall nach?
    Spät am Abend hochziehen, früh am Morgen abbauen. So machen das viele Menschen.
    Ist halt einfacher um Verzeihung zu bitten, als um Erlaubnis, erst recht wenn man garnicht weiß wem das Feld gehört.
    Hier oben gibt es davon ja reichlich und groß.
    Auf die Übernachtungen freue ich mich ehrlich gesagt, weil es immer wieder ein Reiz ist.
    Der Reiz liegt eher darin einen geeigneten Platz zu finden, weniger nicht entdeckt zu werden, weil es ja eben auch Menschen
    gibt, die eventuell nichts Gutes im Schilde führen und deshalb fallen bei mir viele Schlafplätze flach, die ich vor 20 Jahren genutzt hätte.
    Werd dies bezüglich auch mal schauen wo "Nester" sind.
    Edit: musste bisschen was umschreiben weil ich mich nicht selbst doxxen will, aber mein Vater hat gute Connections in die Region und daher kann ich die meisten per Telefon um die Erlaubnis bitten, zumindest bei 5 der 7 Etappn.


    Zur Bärengeschichte, die wird wohl sehr ausführlich ausfallen, sorry dafür.

    Ich war frisch getrennt, deshalb alleine. Meine Eltern gehen regelmäßig nach Südtirol in Urlaub, dieses Mal ging ich mit. Nach drei Tagen Weintrinken dachte ich mir, dass dieser große Berg direkt nebenan doch das perfekte Ziel für eine Wanderung wäre, so wie ich es schon viele Male im Urlaub gemacht hatte. Ich legte mir die Route zusammen, packte 250g Parmesan, 2l Wasser, eine Salami, ein Messer mit 10cm Klinge und mein Handy ein.
    Am Abend davor fragte ich den Wirt meines Hotels nach Rat. Er meinte nur dass jeder echte Traminer diesen Weg einmal in seinem Leben wandern müsse und dass er sportlich aber machbar wäre. Auf die Frage, ob es dort Bären gäbe (ich hatte die Warnhinweise in der Region gelesen), sagte er nur „na klar, die sind dort regelmäßig“.

    Ich machte mich also bereit und beging den Aufstieg, wunderschöne Aussicht auf die Umgebung, hin und wieder kamen einem Jogger oder Menschen mit Hund entgegen.
    Danach führte ein Trampelpfad Richtung Felswand, die den Schwarzkopf (2800m, mein eigentliches Ziel) in seiner vollen Pracht preisgab.
    Ich ging vorbei an einem Refugium, in Serpentinen immer weiter hinauf, bis der Weg sich ebnete und es in angenehmen Steilheitsgrad weiter hinaufführte. Ich schaute auf meinen Plan, den ich im Handy abgespeichert hatte: wenn es so weiter geht erreiche ich in 1,5 h die Spitze.

    Von da an führte der Weg durch einen dick bewachsenen Wald, ein schmaler Gang, rechts und links davon undurchsichtige Büsche und Bäume. Das war für mich das erste mal, dass ich wirklich begriffen hatte, komplett allein zu sein. Keine anderen Wanderer, keine Menschen mit Hund. Mein Puls stieg alleine deshalb schon gewaltig, in solchen Momenten hört man jedes Krachzen und Quietschen.

    So war es dann auch, als ich ein Rascheln im Wald wahrnahm, welches unaufhörlich näher zu kommen schien. Es ist etwas peinlich zuzugeben, aber in diesem moment zog ich mein Messer, um vorbereitet zu sein auf das, was da auf mich zukam.

    Plötzlich sprang dieses scheiss Reh aus dem Busch rechts neben mir, erschrak sich beinah so sehr wie ich, landete kurz auf seinem Rücken, schaffte es wieder auf die Beine und sprang davon ins Dickicht links neben mir.
    Fuck. Ein scheiss reh hat mich zu Tode erschreckt, eigentlich, in retrospektive, eine göttliche Fügung um mir zu sagen dass ich hier alleine nicht langehen sollte.

    auch hier, egal, ich ging weiter - mein Ziel fest im
    Blick. Der Weg ebnete sich etwas, der Wald wurde etwas lichter. Ich kam an einer Art Ruine vorbei, ich konnte nicht wirklich datieren aus welcher Zeit diese stammte, aber sie müsste dort schon einige Jahre gestanden haben. Warum ich das erzähle? Die geistervolle Stimmung zerfetzte mein Gemüt nur noch mehr, ich war müde, erschöpft, verunsichert, ängstlich.

    Nach dieser Ruine führte ein überraschend gut ausgebauter Weg weiter nach oben. Nach etwa 400m erreichte ich eine Art Mulde, die Seiten rechts und links uneinsehbar. Ich ging etwa 20m weiter bergauf ehe ich ein Geräusch hörte, welches ich sonst nur aus Dokumentationen oder dem Zoo kannte.

    Ich blieb stehen, und wie in einem schlechten Hollywoodfilm verfiel ich in Schockstarre.
    Es war das Gröhlen eines Jungbären. Mein erster Instinkt war „Renn!“ aber was dachte ich mir in diesem Moment? Ich weiß noch, dass ich in meinem Kopf darüber philosophierte, wie peinlich es wäre, aufgrund eines Geräusches den Rückzug anzutreten und mich dem Berg geschlagen zu geben. Rückbetrachtend absolut dämlich. Aber zu dieser Zeit war das
    mein leitender Gedanke.
    Ich ging ein paar Meter zurück, versuchte mir einen Überblick zu verschaffen ehe ich den Hintern eines verfickt großen Braunbärens zu erblicken vermochte. Ohne shit, das Vieh war was weiß ich wie groß. Zu meinem Glück hatte irgendwas die Aufmerksamkeit des Bärens auf sich gelenkt; ich glaube nicht dass er mich nicht gesehen hatte - das Interesse lag einfach wo anders.

    Ich dachte mir nur „fuck, was geht, ein fucking Braunbär, zuhause gibts Wölfe oder so aber, shit, das vieh frisst mich zum vesper.“
    Die Ratgeber im Kopf ging ich bewusst langsam einige Meter zurück, bestimmt 50, ehe ich den sprint einlag. Bis heute sage ich meine Familie dass ich gefühlt 300 Höhenmeher in unter 10 Minuten gesprintet bin. Ich hatte Todesangst, auch, weil ich wusste, dass ein Muttertier mit Jungen nicht zu unterschätzen ist.
    Ich weiß nicht mehr wann, aber irgendwann kam ich am Refugium an. Dort kam mir ein Wanderer entgehen, mit langem Bart und Stock. Ich zündete mir erstmal eine Zigarette an und fragte ihn dann, ob es im oberen Teil Bären gäbe. Er meinte nur „die verirren sich schon mal dahin“.

    Ende vom Lied war, dass ich einen anderen Weg als dem Aufstieg wähle und aufgrund von Erdrutschen einen Umweg von 8km gehen musste, ehe mich meine Eltern an einem der Bauernhöfe abholten.

    Seit dem habe ich Ehrfurcht vor Bären. Ich werde nie wieder alleine in Bärengebiet wandern.

  • Mod/RDW
    #244 fabilou 27 Mai 2023, 02:22

    If it's brown lay down. Weiß man doch.

    Du hättest dich nur entspannt hinlegen müssen. Dann wäre der aus Desinteresse eh weggegangen.

  • #245 Der Manni 27 Mai 2023, 06:46

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Besteht hier eigentlich noch Interesse was Trekkingschuhe oder Trekkingsandalen angeht?
    Hab da amohl a Update.


    Davon mal abgesehen überlege ich gerade, ob ich statt meiner Fahrradtour nicht vielleicht erst einmal zu Fuss gehe.
    Immerhin habe ich eine 90+ Kraxe.
    Hätte mal Bock bis nach Fehmarn zu pilgern. Schön in Seenähe gibt es auch genügend Möglichkeiten sich zu waschen und einzudecken,
    wobei das oft über ländliche Gegenden geht, wo erst einmal nichts ist, außer Dörfer ohne ALLEs.

    Mir fällt halt immer wieder der Vorteil zu Fuss auf, wenn man pennen möchte.
    Mit dem Fahrrad (voll ausgerüstet) ist es zwar kraftsparender, schneller und die Last lastet nicht komplett auf mir,
    dafür kann man eben nicht unbedingt das Fahrrad abseits des Wegen schieben und muss auch beim Zeltplatz schauen es
    entweder gut zu tarnen oder geeignet zu sichern. Ich habe letztes Jahr das Fahrrad über einen Acker geschoben oder getragen.
    Das war nicht feierlich und ziemlich gewagt, wenn man Bock auf Pannen hat.

    Und eine Kraxe packt man sich in das Militärzelt. Das kann man auch mit den Ortliebtaschen machen, aber beim Einkaufen
    wird das wieder nervig. Heute kannste ja schlechter denn je das Fahrrad außer Acht lassen. Also alles abnehmen, in einen Einkaufswagen packen und reinfahren.
    Mit Kraxe bleibt ALLES SO WIE ES IST UND BASTA! Da kann man sich dann auch die Zeit nehmen.

    Mich nervt beim Packen nicht der Proviant.
    Der wird eher unterwegs immer wieder aufgestockt oder mal schauen.
    Wasser ist da nerviger, wobei ich Filtriersysteme bei mir trage, also tut es zur Not auch Wasser aus einem See oder Fluss. Auch wenn ich da nicht scharf drauf bin.

    Was mich richtig nervt ist die Ausrüstung fürs Übernachten.

    Spartanisch wäre das eine BW Elefantenhaut, BW Bodenplane und eine Decke.
    Komfortabler und sicherer wäre das eine BW Elefantenhaut, Therm-A-Rest Rollmatte und Schlafsack.
    Ein Tarp ist leicht, aber immer so eine offene Sache. Geht nicht als Zelten durch, weil es keinen Boden hat und nicht geschlossen ist,
    aber macht es auch unkomfortabler bei Wind und schlechten Aufbaubedingungen.

    Da muss dann das Armeezelt her, was aus Baumwolle ist, auch keinen Boden hat, aber einfach steht und man hat seinen Bau.
    Zwei Hälften gleich mal 3kg druff, wo hingegen das Tarp nur 800g wiegt.
    Ich hasse es, wenn Zuverlässigkeit immer so zu Buche schlägt!

    Wäre dieser Kram nicht, wäre alles tutti.
    Wie man sich denken kann, strebe ich eine mehrtägige Tour an und schaue wie weit es machbar ist.
    Planänderungen werden unterwegs gemacht, was zu Fuss einfach ist.
    Gewohnt Landkarte und Kompass dabei und gucken wo man landet.

    Beim Fahrrad kann man immer irgendwelche Pannen haben. Zu Fuss nicht, außer Verletzungen.
    Mit dem Zug im Notfall zurück ist günstiger und machbarer, als mit dem zugepackten Fahrrad.

    Hat hier einer die selben Probleme wie ich, als Einzelkämpfer?
    Zu zweit wäre das keine Wissenschaft.

    Aber irgendwie ist das auch geil, weil es grenzwertig ist.
    Man will es einfach wissen.
    ...hoffe mal ich handel mir unterwegs keinen Hexenschuss ein. Boah, des wäre gemein!
    Trekkingschuhe, gut. Sandalen, eher weniger, es sei denn man steht drauf ständig kleine Steinchen und oder Gras oder anderen Reisig aus den Zehen zu pulen.

    Wongeln zu Fuß ist immer besser als Fahrradfahren, es sei denn du willst wirkliche Elefantentouren machen. Da würde ich dann auch mit Fahrrad plus Hänger fahren, aber gut, die Marathonausflugszeiten sind eh vorbei, Familie dies das.

    Fahrrad kann man theoretisch schon abseits des Weges posizionieren, aber die Sach dabei ist halt absolut offensichtlich, will man schwer arbeiten und ein schön beladenes Fahrrad, eventuell mit Hänger, durch die Botanik hieven oder schieben und sich dreck, Äste, Gras und Unkraut in die Speichen packen und das ganze Paket erstmal wieder entpfriemeln, dann haste recht, zu Fuß ist besser, selbstverständlich - aber wie du sagtest, musst dann halt die ganze Last alleine rumhieven. Was auch ginge wäre ein Bollerwagen, also unironisch, aber den kann man auch nicht überall mit hin nehmen und den unbeaufsichtigt irgendwo abzustellen, ohne Sicherheitsmaßnahmen gegen Diebstahl dies das. Wäre aber auch eine Option, aber man ist halt dann auch zu Fuß unterwegs, und zieht ein zusätzliches Gewicht. Gibt schon Gründe warum man beim Bund keinen Bollerwagen hinter sich her zieht sondern das Gepäck schultert.

    Wasser gut, abkochen und filtrieren ist eine Sache, aber logisch, jeder weiß dass Wasser mit sich führen = Gewicht bedeutet, und Wasser ist nun mal neben Gaskartuschen und Feuerholz so das schwerste, was man mitnehmen kann. Also entweder tägliches oder paartägliches Frischwasser kaufen können oder eben selbst filtrieren. Gibt auch Penner die meinen "Öööööh Chlortabletten helfen ööööh", ja als Notfall halt. Der clevere Sörwiwelcemper filtriert. Chlorwasser kannste zwar ohne Probleme trinken, ist noch keiner nach dem Schwimmen im Schwimmbad oder im heimischen Pool verreckt weil er aus versehen beim tauchen Wasser gesoffen hat, aber jeder der schon mal a weng zuviel Schwimmbadwasser intus hatte, weiß wie schlecht einem wird, und wie bei zu hoher Chlorkonzentration die Augen tagelang brennen und man generell irgendwie "hippelig" ist, Chlor ist halt eine scheiß Sache. Wenn man droht zu verdursten, dann klar, Sumpfwasser sammeln, bestmöglich filtrieren, dann Chlortabletten rein, vorher eventuell erstmal abkochen, und dann rein in den Schlund.

    Da man aber beim Trekking und Camping kaum am verdursten sein sollte, ist das Blödsinn und unsinnige verseuchung des eigenen Körpers. Also so eine Filterpumpe ist da schon besser. Wasserflaschen mit sich führen, entweder musste dafür ein Sixpack mit dir tragen, und das sind 6x 1.5 Liter wasser, also ziemlich Gewicht, oder eben halt 1x Pumpe, leeres Wasserbehältnis, Ersatzfilter, dies das. Meine Wahl wäre filtrieren und halt nur wenn's möglich ist, mal Mineralwasser kaufen, in mein eigenes Gefäß umfüllen, leere Pfandflasche glei wieder abgeben, fertig. Und anderes Wasser dann halt im Lager requirieren.

    Standardbiwak mit dichtem Unterbodenschutz, weichem Polster und dann Schlafsack ist am angenehmsten aber halt kaum vor bestimmten Elementen geschützt. Würde da schon wie unser Drachenlord ein Lager mit Plane her richten, aber halt mit BW-Zeltzeug und Unterbodenzeug, und nicht so eine 5 Euro Kinderisomatte wie der Lord benutzt. Seine Idee ist schon mal gut für ein Nacht oder 2 Nacht Lager, aber die Ausführung und Materialwahl absolut scheiße, es sei denn man möchte halt krank werden. Würde da auf die Kombi gutes-normalgutes Tarp und halt top Unterbodenschutz setzen, man will halt einfach mal a weng Biwak oder halb-Biwak mit Tarp machen, schweres Zelt wäre da Overkill. Vielleicht bin ich da auch einfach nur zu Gewichtsempfindlich, keine Ahnung, aber es kommt auf das fertige Gesamtgewicht an. Man will halt Spaß haben und nicht die Bund-Zeiten wieder aufleben lassen und mit vollem Gepäck den Horrormarsch des Grauens machen.

    Und Essne is eh das wichtigste, dafür geht auch eine gute Menge Gewicht drauf, und von daher ist ein gutes "Zwischendurch aufstocken" unerlässlich. Solange deine Route gut aussieht, steht dem Ganzen nix im Weg. Außer halt der Hexenschuss aber das lässt sich halt mit leichter Kombi zumindest hinauszögern und mit dezenter Ruhe im guten Lager erholt man sich eh ruck zuck wieder.

  • #246 Klabauterbach 27 Mai 2023, 08:07

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Guck Dir dieses Foto an und sag mir das nochmal ins Xsicht!

    L6pxvAk.jpg
    Sandalen sind für Schwuchtel.

  • #247 Lyoner 27 Mai 2023, 10:03

    Klassischer Piefke, Sandalen mit Socken bis hoch kurz unterm Knie

  • Mod/RDW
    #248 ProfHase 27 Mai 2023, 12:23

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Erinnert mich daran, dass ich noch "Into the Wild" gucken muss.
    Wird ja so hochgelobt von meinen Kontakten.
    2 ½ Stunden langweiliges Hippie Geschmarre

  • Mod/RDW
    #249 ProfHase 27 Mai 2023, 12:31

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Nun habe ich noch weniger Elan es aus dem Netz zu fischen.
    Ja, ok, die letzte Stunde, wo er dann wirklich mal "in the wild" ankommt, kann man anschauen. Alternativ kann man auch die wahre Geschichte nachlesen.


    Auch die Gegend um die Location von seinem "Magic Bus" ist interessant

    Stampede Trail (Christopher McCandless magic Bus original location)

  • Mod/RDW
    #250 ProfHase 27 Mai 2023, 21:05

    GWNs längste WoTs

  • #251 Der Manni 27 Mai 2023, 21:20

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Länger als alles was jemals Doc Prepples geschrieben hat?
    Komme ich jetzala in die Holl off Feim?
    Ja

  • #252 Der Manni 27 Mai 2023, 21:50

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Ich hatte mit dem Gedanken gespielt mir einen Hänger zu holen, aber wie Du schon sagtest ist das mit dem unbeaufsichtigten Abstellen und den unbefestigten Wegen so eine Sache. Zudem würde ich auch gerne Straßen meiden, gerade wenn man so beladen ist. Die meisten Autofahrer haben entweder keine Vernunft mehr, sind lebensmüde oder besitzen kein vorrausschauendes Fahren oder ALLE drei Punkte zusammen.

    Eine Alternative wäre mein qualitativer Hackenporsche.
    Wobei das dann mit einer 90l Kraxe auf dem Rücken nur das Schieben nach vorne ermöglicht, nicht das Ziehen von hinten, wie ich finde.
    Es gibt natürlich auch Apparate, die man per Hüftgurt befestigt und dann hinter sich herziehen kann, bzw. somit beide Hände frei hat.
    Aber das geht dann auch nur mit einem kleinere Rucksack und wäre einfach nur stressig, wenn das ganze Gewicht nach hinten verlagert ist.

    Was halt auch so ein Ding ist, sind die Reifen.
    Wenn da mal was schlapp macht, kommt man beim besten Willen nicht mehr vorwärts.
    Das Flicken ist dafür einfacher als beim Fahrrad.

    Irgendwas ist immer. Etwas Zeit zum Planen habe ich ja noch.



    Ich selbst besitze einen Grayl Geopress Wasserfilter, Millbank Bags von Helikon Tex, aber keinerlei Tabletten, habe aber darüber schon nachgedacht.
    Kurze Erklärung für ALLE die es interessieren sollte.
    Grayl filtert laut Hersteller

    Aber wenn man die Lebensdauer der Kartuschen, die bis zu 250l jeweils erzeugen können, so gut es geht ausreizen will,
    sollte man dreckiges Wasser mit einem Millbank Bag vorfiltern.

    Diese Beutel aus militärischer Herkunft kann man auch als einziges Filtersystem nutzen und man müsste danach das Wasser abkochen.
    Somit ist das Wasser klar und frei von krankmachenden Mikroorganismen.
    Umweltbelastungen wie z.B. Pestizide sind dann jedoch nicht raus. In einem Buch habe ich gelesen, dass man mit dem Abkochen sogar
    eher die Konzentration steigert. Grob gesagt wird dann am Ende durch das Verdampfen des Wassers, während des Abkochens, zwar die selbe Menge Chemikalien im Topf verbleiben, jedoch auf einer kleineren Menge Wasser. Der Gedanke ist wohl, dass man deshalb mehr Chemikalien zu sich nimmt, bei einer geringeren Menge und wenn ein gewisser Wasserbedarf gedeckt werden muss, man nimmt man eben mehr zu sich, als wenn das Wasser unabgekocht getrunken werden würde (was natürlich fatale Folgen nach sich ziehen könnte und im Vergleich dazu belanglos ist).

    Ein richtiger Notsituationstrick ist das Graben nach Wasser.
    Man braucht dafür idealerweise einen Fluss, also keine stehenden Gewässer wie kleine, zugeschmodderte Tümpel
    und gräbt ca. 1 1/2 Meter (will ich meinen) vom Flussufer entfernt ein Loch.
    In diesem tiefen Loch wird sich Wasser sammeln, das relativ trinkbar ist, weil es durch die Erde gefiltert wurde.
    Es ist natürlich nicht sauber wie Mineralwasser aus der Flasche, aber man kann es entweder mit einem Gefäß abschöpfen und vorher warten,
    bis sich die Schmutzpartikel auf dem Boden gelegt haben oder diesen Prozess im noch im Loch verweilenden Wasser abwarten.
    Wenn man zudem es nicht unnötig aufwühlen möchte, könnte man aus einem Fliederstrauchast (oder in anderen Gegenden als Holunder bekannt)
    einen Stohhalm machen, weil das Innere weich ist und mit einem kleineren Ast leicht herausgestoßen werden kann
    oder wenn gerade die Saison ist, einen dicken Löwenzahnhalm nehmen, wenn dieser schon als Pusteblume wahrgenommen wird.

    Logischerweise ist das kein Tipp für den Ausflug, sondern für eine absolute Notsituation und halt besser als Wasser direkt zu saufen
    und sich am Ende tot zu scheißen.

    Also was ich nutzen würde, wenn doch mal der nächste Markt zu weit weg ist, wäre Millbank + Grayl und wenn ich zu skeptisch bin,
    kann ich es immer noch abkochen, aber das würde ich wegen Treibstoffknappheit vermeiden wollen.
    ...außer ich kann ein Feuer mit natürlichen Stoffen machen, aber das ist meistens eher am Strand der Fall.
    Dort funktioniert der Grayl nicht, weil er für Süßwasser ausgelegt ist.

    Für Salzwasser habe ich einen Destillator, der durch Abkochen schlichtweg gesagt destilliertes Wasser erzeugt.
    Jetzt würden einige Menschen sagen, destilliertes Wasser trinken sei absolut schädlich, aber das ist nicht ganz richtig.
    Ich würde nicht das destillierte Wasser saufen, das es günstig in Märkten gibt, weil ich nicht weiß wie dieses erzeugt wird.
    Jedenfalls fehlen in diesem Wasser die Inhaltsstoffe.
    Man sagt es wäre ab der 3. Woche kritisch, wenn man jeden Tag so ein Wasser gesoffen hat.
    Wenn man jedoch zu diesem Wasser Fleisch und allerlei Zeug isst, hat man nichts zu befürchten. Darauf gebe ich aber keine Gewähr.
    An der Ostsee würde ich einfach das Salz entnehmen, das sich angesammelt hat und einen Schuss davon in das gewonnene, destilierte Wasser geben.

    Das ist aber auch eher eine Sache die man macht, wenn es nicht anders geht.
    Jedoch unbedenklicher als das Wasser aus der Grube.

    Und dann wären da halt noch die Chlortabletten.
    Ich habe damit keine Erfahrung gemacht, aber es gibt eben genaue Anleitungen, die man einhalten muss, damit man trinkbares Wasser hat.
    Zudem ist es nicht sofort trinkbar, sondern man muss wohl eine halbe Stunde warten.
    Bei starker Verschmutzung können diese versagen oder die Dosis muss erhöht werden. Es gibt halt einige Anbieter und man muss eben lesen
    was die einem anraten. Die Bewertungen sprechen entweder von Trinkwasser oder Wasser mit leichtem Chlorgeschmack.
    Ich bin kein Chemiker, aber kann mir vorstellen es handelt sich um eine chemische Reaktion, die am Ende unbedenklich ist.
    Hingegen würde man ein ernstes Problem haben, wenn man so eine Tablette frisst.
    Säure und Lauge neutralisiert sich schließlich auch, wenn man weiß was man tut.

    Interessant finde ich diese Möglichkeit trotzdem.
    Es wird einen nicht umbringen und wohl kaum schaden, wenn man es mal angewendet hat.
    Es punktet halt in Größe und Gewicht und man könnte sowas ins Erste Hilfe Set packen, falls wirklich mal nichts mehr geht.

    Zumindest würde ich jedem ein Millbank Bag empfehlen. Helikon Tex bietet die für 9€ (oder so) an.
    Egal wie man das Wasser trinkbar macht, ein Vorfiltrieren halte ich immer für sinnvoll!
    ...außer bei Schnee/Eis. Aber das ist ja kein Sommerthema, außer man befindet sich auf den Bergen.
    ...auf denen ich Schnee gefressen habe, weil man rotes Wasser (Hagebuttentee) auf Klassenfahrt mal alle war.
    Erste und einzige Mal, aber war echt gediegen und alles tutti.


    Für die wärmeren Jahreszeiten finde ich die Therm-A-Rest RidgeRest ganz nett.
    Kein tolles Packmaß, aber recht leicht und bei beschissenem Boden sehr unbedenklich.

    Die Bodenplane (klappbar) der Bundeswehr ist hingegen aus Evazote, aber sowas von dünn und bei der hab ich mir letztens das Steißbein schön geprellt,
    weil eine zwei Finger dicke Baumwurzel im Boden versteckt lauerte und diese genau zwischen meine Backen auf das Steiß gekloppt hat.
    Zum Glück bin ich nur aus hockender Position raufgefallen. Seitdem kontrolliere ich doppelt und dreifach.
    Dies war in eher sumpfigen Gebiet mit angenehm weichen Boden, deshalb der Fehler.
    Jedenfalls ist die an warmen Tagen okay, nichts für alte Männer, aber man kann sich mit Reisig und anderem Zeugs eine Liegefläche basteln,
    dann die Elefantenhaut drauf und danach die Bodenplane. Das wäre der Tipp bei kälteren Temperaturen, an denen die Bodenkälte durchkommen würde
    und generell liegt man dann angenehmer.

    Evazotematten die richtig dick sind, meine ist 2cm dick, taugen auch für kalte Jahreszeiten (Rainer, schreibste mit?).
    Sind aber keine Leichtgewichte und das Packmaß ist auch nicht toll.
    Aber das ist Winterausrüstung ja generell nicht.

    Viele Leute schwören auf selbstaufblasende Matten.
    Sind halt auch schön kompakt zu verstauen, aber der Preis...außerdem auch anfällig für Verschleiß.

    Ich schaue mal was ich mitnehmen werde.
    Letztes Jahr war es die Therm-A-Rest mit einer Kamelhaardecke im September.
    Konnte mich über Wärme nicht beklagen, hatte aber auch solche Sachen getragen (Oberteil wie Hose).

    Spoiler
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    Kriegt man günstig und kann man gut komprimieren. Ist außerdem federleicht.
    Dieses Jahr nehme ich wohl den Schlafsack vom Aldi, den es für einen Zwanni dort gab.
    Billiges Zeug, aber für den Sommer langt das und kann auch verblasen werden, wenn es sich leicht verblasen lässt.
    Ich mag zwar nicht wie so ein Würstchen im Hot Dog Brötchen sitzen (keine Platzangst, eher wegen der Wehrlosigkeit),
    aber ein Schlafsack hat im Vergleich zu einer Decke eben auch seine Vorteile.


    Teils will ich ehrlich gesagt schon etwas leiden. Dann ist man gut beschäftigt und kann sich selbst was beweisen. :D
    Hackenporsche XD
    Ja, das Teil wäre doch auch nur sperrig oder? Dann lieber einen Wagen mit großen Rädern, da quält man sich net so.

    Grayl Geopress sieht schick aus und die Filtereinsätze halten ja schon arschlang. Also da wäre alles abgesichert. Aber gut, vorfiltern ist immer eine gute Idee. Abkochen, gut. Abkochen konzentriert alles was schwerer ist als Wasser und sich darin lösen lässt oder zumindest teilweise löslich ist, aber für eine nennenswerte potenzierung müsste man das Wasser schon absolut verkochen und immer neues Wasser in Mengen nachkippen, dann kann man eine Schadstoffsuppe erzeugen, das ist logisch.

    Graben am Fluss, kennt man, alter Pfadfindertrick 17. Salzwasser ja da ist für normale Süßwasserfilter schluss außer die sind exotisch und erlauben "universaleinsatz" aber das ist entweder Arschteuer oder nicht allzu gut in der Leistung. Kochen und den Dampf auffanen oder anderweitig das entsalzte Tauwasser auffangen auch logisch, aber das einfache zusetzen von a weng Salz reicht halt auch. Chemisch "hergestelltes" dest. Wasser halt auch schon a weng ned so guad zum saufen, der Körper braucht Mineralien dies das. Alles verständlich aber im Notfall ist hydration besser als dehyration.

    Chlortabletten mog i nit, mag halt kein Chlorwasser. Eventuell Trauma aus der Kindheit von wegen Schwimmbad und Chlorwasser dies das. Aber gut. Vorfiltern muss man das Zeug auch, und zwar gut, sonst wie du sagtest, bringts nix weil du soviel Tabletten nei machen musst dass es kaum gesund sein wird, oder aber du säufst Matschwasser das wo zwar keine Erreger mehr drin hat, aber trotzdem noch trübe Matschbrühe ist, wohl bekomms dem der es mag.

    Lager muss jeder selbst wissen wie er es macht, deine Idee ist ziemlich schlüssig und wie xacht, es kommt auch auf den Untergrund an. Das beste Lager ist nix wenn du auf dem steinigen oder wurzligen urig-schneidigen Bodne liegst wie auf der Folterbank. Jetzad wo's auch schön Sonne gibt ist sowieso alles sürweieln a weng einfacher, es sei denn man heißt Wingler.

    Zu dem innenliner, joa, da sieht man mal wieder was Militärzeuch alles so taugen kann. Leicht ist am besten, und als wärmendes Polster sicher geilus.
    Spoiler: Spoila
    Gebraucht würd ich mir das aber nicht kaufen, keine Ahnung aber das sieht schon arg nach Pilz aus.

    Bei der BW und US Armee gibts genügend Zeuch was billig auch neu zu bekommen ist oder als nachgemacht, und trotzdem besser ist als mit Jogginghose und 1cm Isomatte und random Zeltplane "campen" gehen zu wollen.

    Alles in allem biste ja gut vorbereitet, und oder hast genug Plan was du vorhast, wäre schön wenn'ze hier und da mal ein Bildle machst und dann schickst damit man sieht wie sich das alles verhalten hat, wenn du magst.

  • #253 Lyoner 27 Mai 2023, 22:42

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Warst Du bei den Pfadfindern?
    Kann mich zwar über meine Kindheit und Jugend nicht beklagen, aber im Nachhinein wäre ich auch gerne den Pfadfindern beigetreten.
    Ich war ein Wölfling.

    Dann hab ich mich für Muschis interessiert

  • #254 Haidrhuhn 27 Mai 2023, 22:46

    Zitat von: Lyoner

    Ich war ein Wölfling.

    Dann hab ich mich für Muschis interessiert
    Warum konnte man dann kein Pfadfinder mehr sein?

  • #255 Lyoner 27 Mai 2023, 22:52

    Zitat von: Haidrhuhn

    Warum konnte man dann kein Pfadfinder mehr sein?
    Probier mal ne Alte klar zu machen in dem du ihr deine verschiedensten Knotentechniken für dein Halstuch präsentierst

  • #256 Karl Klammer 27 Mai 2023, 23:04

    und was passiert wenn sie den Pfad gefunden haben? Dann ist ja der ganze Spaß vorbei.

  • #257 Der Manni 27 Mai 2023, 23:42

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Ein paar Eindrücke halte ich immer fest, also schmass i amohl hier was nei, wenn anonym genug ist.



    Warst Du bei den Pfadfindern?
    Kann mich zwar über meine Kindheit und Jugend nicht beklagen, aber im Nachhinein wäre ich auch gerne den Pfadfindern beigetreten.
    ABER SICHER DAT!

    Aber so was was man halt nicht so richtig mit absolutem Herzblut bis heute durchgehalten hat.

  • #258 Lyoner 1 Juni 2023, 22:10

    Kannste die mim Smartphone koppeln?

  • #259 Faustficker 1 Juni 2023, 22:26

    Ich liebe Outdoorfaustficken.

  • Mod/RDW
    #260 Kenny F. Powers 1 Juni 2023, 22:27

    Zitat von: Katzen sind doof und dumm

    Hoide sinma a weng gwandert un ham dann mit Seeblick schwarzen Tee gnossen.
    Wasser wurde im schwedischen Henkelmann gekocht.
    Geht gut ab der militärische Trangiabrenner, aber ohne Simmerring die Flamme löschen
    ist etwas bescheiden (Die Militärversion hat nur einen Deckel). Musste dafür den Deckel nehmen,
    aber halt vorher die Gummidichtung entfernen. Hab es daneben geworfen, also mit dem Deckel nicht getroffen
    und musste dann mit einem Teelöffel versuchen das Teil rauszupopel, weil der Deckel quer im Kochgestell lag.
    Die Flamme hatte aber soviel Pauer, Jum, die hatte zuerst keinen Bock gelöscht zu werden.
    Starker Minuspunkt, aber trotzdem ein nettes Kochset mit allerlei Extras.

    Liebe den Moment, wenn das Wasser richtig wild kocht. ♥


    trip001.jpg

    trip002.jpg
    Warum stehten da zwei Becher?

LSMaxx