#22972
MächtigerMauzer
17 März 2022, 15:20
Zitat von: Hieronymus
Mal ehrlich, ja Rainer ist ein knallkopp, aber was soll denn aus der Sicht eines hoffentlich neutralen Gutachters für eine Haftunfähigkeit sprechen? Wenn ich das Internet durchforste werden für psychische Krankheiten Beispiele wie Schizophrenie, Paranoia, Depressionen, Demenz, Borderline und Panikstörungen genannt und dann halt auch nur in Ausprägungen wo ein halbwegs normales eigenständiges Leben vom Täter eh schon nicht mehr möglich war und er dann halt in die Geschlossene kommen würde. Rainer kann aber immer noch lustig mit dem Auto durch die Gegend fahren, Animes gucken und sich selbst versorgen ohne das er dabei eine ernstzunehmende Gefahr für sich und die Gesellschaft darstellt. Er nimmt dazu auch keinerlei Drogen die so eine Krankheit irgendwie noch verstärken könnten.
Suizidgefahr ist wohl kein Grund für Haftunfähigkeit und bei Rainer sowieso nur immer eine leere Drohung gewesen um Aufmerksamkeit zu generieren.
Dann geht das wohl auch durch physische Krankheiten, aber da ist die Messlatte wirklich extrem hoch schwere Epilepsie zum Beispiel. Hat er nur leider nicht, sondern nur schwere Adipositas und wahrscheinlich daraus resultierender Diabetes und mit dem Alter kommen dann die daraus obligatorischen Herzerkrankungen. Alles behandelbar und im Knast wirds eh mit dem Gewicht runtergehen. Das höchste der Gefühle ist da, dass er irgendwie noch was hat, erstmal ein bisschen Aufschub kriegt und durch Reha für den Knast fit gemacht wird.
Rainer denkt allerdings gerade, dass er mal wieder alle austrickst und sich eine Gefängnis-frei-Karte erschleicht, um dann weiter ohne Konsequenzen das schöne Nomadenleben zu führen. Nächste Woche geht's in den Knast oder in die Heilanstalt, das Gesicht bei der Urteilsverkündung vom Bubbnespieler wird ein Fest.
Obendrauf wird ihm sein eigenes Bubbnespieler-Ego zum Verhängnis werden. Rainer versucht - und betont das selbst - ja ständig die Haider vorzuführen und zu tarnen und zu täuschen. Außerdem weiß er sehr wohl, wo seine Kouln herkommen und brüstet sich mit seinen Einnahmen. D.h.: Er gesteht offen ein, instrumentelle Absichten zu haben und Herr der Lage zu sein.
Das ist genau die Gegenindikation zu einer Vormundschaft. Das Hochlandgericht wird ihn da beim Wort nehmen und nicht durchschauen, dass Rainer selbstverständlich niemals Herr der Lage war, sondern sein Leben in den paar Rudilosen Jahren grandios gegen die Wand gefahren hat. Natürlich braucht Rainer objektiv jemanden, der alle finanziellen Entscheidungen trifft und ihn vor sich selbst schützt. Aber der Geduldsfaden ist eben durch. Hilfe beginnt immer mit der Bereitschaft, sich helfen zu lassen, und die hat Rainer nicht. Rainer ist wie der schwarze Ritter in "Die Ritter mit der Kokosnuss". Auch wenn beide Beine amputiert sind und er mit Sauerstoffgerät im Rollstuhl sitzt würde er die Ärmchen schwingen und sich unbesieht wähnen.