Duschgelflaschen beim kacken lesen höchste Form von Kultur.
Der grosse große Literatur und große Literatur-Kritik Faden
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#23 Gelöschtes Mitglied 6221 30 Jan. 2025, 18:37
Zitat von: Michel Dudikopf
Schwuchtel!
Mein lieblingsyoutuber ist übrigens Luke Towan. -
#24 Bunter Hund 30 Jan. 2025, 20:50Zitat von: Centauri
Mein letztes Buch war ein moderner Klassiker: Der Medicus. War ganz gut.Mach aber bloss nicht den Fehler und lese "Der Schamane". Den fand ich furchtbar. -
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#25 Herzkönig 30 Jan. 2025, 21:04Zitat von: CentauriMein letztes Buch war ein moderner Klassiker: Der Medicus. War ganz gut.Hatte mal eine Phase, in der ich nur Mittelalterromane aus dem späten 20. Jahrhundert gelesen habe. Medicus, Säulen der Erde, Der Name der Rose ...
War zuerst angetan, aber irgendwann hat sich Ernüchterung breitgemacht. Diese Bücher erzählen mehr über die Zeit, in der sie entstanden sind, als über das Mittelalter. Das dargestellte "Mittelalter" ist eigentlich ein Wikipedia-Artikel in Prosa. Der Erzähler spielt da den Lehrer, der die Leserschaft über diese Zeit unterrichtet. Mal eher plump wie bei Ken Follett, mal meisterhaft wie bei Umberto Eco. Noah Gordons Medicus liegt irgendwo dazwischen.
Die Handlung ist IMMER modern. Etwa ein Krimi wie beim Namen der Rose. Oder komplexe, sich überkreuzende Handlungsstränge wie bei Folletts Säulen der Erde. Oder eine Bildungsreise wie bei Gordon.
Die Helden sind IMMER modern -- mit aufklärerisch denkenden Männern und emanzipiert-rebellischen Frauen. Ein Baumeister, der allen katholischen Engdenkern überlegen ist. Eine junge Adelige, die dem Patriarchat entflieht. Ein Arzt, der von Haus aus weiß, dass Aderlass Unsinn ist (nicht einmal der legendäre Avicenna war so klug, lel). Keiner dieser Helden ist mittelalterlich, die wären selbst für das Barockzeitalter zu modern gewesen.
Die Denkweise der Menschen im Mittelalter ist uns so fremd geworden, dass wir uns damit nicht einmal in der Fantasie beschäftigen möchten.
Was wäre denn echt mittelalterlich? Kleiner Exkurs: Sohn eines Bauern träumt vom Rittertum. Übt mit Stöcken Schwertkampf, macht den Dorffrauen ritterlich den Hof, träumt von einem Pferd, sieht sich schon als großer Herr -- und wird dann vom Teufel geholt, weil er, der dumme Bauernsohn, ein Adeliger sein wollte; weil er, der Sünder, gegen die göttliche Ordnung verstoßen hat. Tja, so kann's gehen! Underdogs kommen in die Hölle. Weiß doch jeder!
Würde lesen. -
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#26 Centauri 31 Jan. 2025, 10:34Ja ist schon etwas Wahres dran. Man muss aber halt auch sagen, sowas kommt halt bei der Masse auch besser an. Ein moralischer, ein guter Protagonist, gerne progressiv gegen die Kirche denkend, das wollen viele lesen. Und natürlich die rebellischen Frauen, die dadurch halt hervorstechen in dieser Zeit.
Vielleicht sollte man diese Bücher nicht direkt hintereinander lesen, da bekommt man dann wirklich schnell "too much" von so etwas.
Habe letztens auch Bert van Loo - Burgund, das verschwundene Reich gelesen. Ist natürlich kein Roman, sondern halt erzählte Geschichte. Das spannende daran ist halt, dass das alles wirklich so passiert ist. Man blickt da direkt in eine andere Zeit hinein. -
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#28 Sittenstrolch 31 Jan. 2025, 10:43Das Bobyverse von Dennis Taylor ist auch wirklich empfehlenswert.
Ansonsten lese ich im Moment ungesund viel Lee Child, die Bücher kann man monatelang weglegen, vergisst worums geht und liest einfach weiter, weil's eh nur darum geht wie er sich prügelt. -
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#31 Hercules 27 März 2025, 20:01Zitat von: Kenny F. Powers
Denn Ken schreibt Bücher. (gute)Sein erstes erfolgreiches Buch war sein Elftes. Gar kein Bock zu schreiben... -
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#33 Grüner Power Ranger 27 März 2025, 20:15Zitat von: Hercules
Lese zur Zeit Ken Folletts "Der Morgen einer neuen Zeit". Mittelalter aus dem Jahr 997/998 in England, Normandie. Ich werde in diese Welt reingesaugt. Bockt. tazächlichDie Kingsbridge-Reihe ist schon gut, muss noch den aktuellen Band bald mal lesen. Von dir genanntes hat mir letztes Jahr ein wenig den Krankenhausaufenthalt versüßt, dangge dafür -
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#35 ostmetal 28 März 2025, 11:51Zitat von: Quasimodo
Lese gerade Atlas Shrugged von Ayn Rand. Geht mir mehr um die Philosophie darin, und bin wirklich kein Roman-Leser, aber ich glaube das werde ich schon noch fertig lesen, trotz 1200 Seitne.Dann lese hymne. Ist über 1000 seiten kürzer und auch vermittelnd. Aber ihr bestes ist the fountainhead oder auf doitsch: der ursprung oder der ewige quell.
Aktuell bin ich hier bei:
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#37 LeFistoteles 29 März 2025, 08:05Wieso hat hier noch niemand 1984 oder Farm der Tiere erwähnt?
Was zerreißen wir uns das Maul über Grüne, SPD und Co und keiner nennt die offensichtliche Literatur dazu.
Mir haben beide Bücher die Augen geöffnet, was politisches und gesellschaftliches Gebaren angeht. -
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#38 Kenny F. Powers 29 März 2025, 11:06Stunning und Brave New World kann man in dem Zuge auch mal erwähnen.
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#39 Karl Klammer 29 März 2025, 12:39Beide Bände von Mein Kampf öffnen einem auch die Augen was politisches und gesellschaftliches Gebaren angeht.
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#40 Hercules 30 März 2025, 00:14Zitat von: LeFistoteles
Wieso hat hier noch niemand 1984 oder Farm der Tiere erwähnt?Würdet ihr lieber in Orwells 1984 oder in Huxleys Brave New World leben?
Was zerreißen wir uns das Maul über Grüne, SPD und Co und keiner nennt die offensichtliche Literatur dazu.
Mir haben beide Bücher die Augen geöffnet, was politisches und gesellschaftliches Gebaren angeht.
Letztere ist durch den Drogenkonsum(Soma) und Hedonismus verlockender und auf ne Art realistischer.
1984 wäre mir durch die Unterdrückung der Partei a weng zu dystopisch.


