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Hercules
8 Juli 2026, 23:06
Wenn Uwe Boll die Regie für eine Skyrim-Verfilmung übernimmt, können wir die Lore des Spiels getrost aus dem Fenster werfen. Seine Verfilmung (nennen wir sie „Skyrim: In the Name of the Dragon“) würde sich lose an den Namen orientieren, das Budget fast komplett für drei B-Promis aufbrauchen, den Rest in billiges CGI stecken und in einem kanadischen Wald gedreht werden.
Hier ist die grobe Handlung, die garantiert 12% auf Rotten Tomatoes bekommen würde:
Die Prämisse & Die Charaktere
- Der Held – „Dovah“ (gespielt von Til Schweiger): Er ist kein Auserwählter, sondern ein griesgrämiger, ehemaliger Söldner, der eigentlich nur seine Ruhe haben will. Er redet nuschelig und schlägt lieber zu, als Fragen zu stellen.
- Der Bösewicht – Alduin (gespielt von Ben Kingsley mit einer fragwürdigen Perücke): Kein Drache (das CGI wäre zu teuer), sondern ein korrupter, menschlicher Sektenführer/Zauberer, der sich manchmal mithilfe von sehr schlechten CGI-Effekten in ein geflügeltes Monster verwandelt.
- Die Love Interest – Astrid (gespielt von einem bekannten Model): Trägt eine historisch völlig unkorrekte, hautenge Lederkluft und kann aus irgendeinem Grund Kung-Fu im skandinavischen Wald.
Akt 1: Der unwillige Held
Der Film beginnt nicht in einer Kutsche, sondern in einem düsteren, sichtlich kanadischen Nadelwald. Dovah lebt dort als Holzfäller. Plötzlich brennt das Dorf (das aus drei Holzhütten besteht) nieder. Alduins Schergen – die im Film einfach aussehen wie Statisten in billigen Gothic-Mänteln – entführen Dovahs Lieblingspferd (oder seine Frau, das ist austauschbar).
Dovah zieht sein Schwert (das aussieht wie ein Temu Requisit) und schwört Rache. Von „Schreien“ oder Drachenblut weiß er noch nichts.
Akt 2: Die Reise durch den "Dungeon"
Um Alduin zu finden, muss Dovah durch die „Ruinen von Weißlauf“ (gedreht in einer stillgelegten Zementfabrik)
Hier kommt es zu einer völlig deplazierten, zehnminütigen Kampfszene mit der berüchtigten Uwe-Boll-360-Grad-Kamerafahrt. Er kämpft gegen „Draugr“, die im Film aber einfach wie gewöhnliche Zombies aus
Resident Evil aussehen, weil man die Masken noch im Lager hatte.
Unterwegs trifft er auf einen verrückten Einsiedler (Gastauftritt von Udo Kier), der ihm in einem dreiminütigen, extrem verwirrenden Monolog erklärt:
„Du bist das Drachenblut, Dovah! Du musst lauter schreien als der Wind!“ Dovah glaubt ihm nicht, haut ihm auf die Nase und geht weiter.
Akt 3: Die epische (?) Schlacht
Das Finale findet auf einem kahlen Hügel statt. Alduins „Armee“ besteht aus etwa 15 Statisten. Dovah hat die örtliche Stadtwache mobilisiert (nochmal 10 Leute). Es folgt eine extrem blutige, aber völlig unkoordinierte Schlachtszene mit viel Kunstblut.
Alduin mutiert schließlich zum „Drachen“ (einem schattigen CGI-Klumpen, der stark nach Disney 's Elliot aussieht). Dovah erinnert sich an die Worte des Einsiedlers. Er springt von einem Felsen, holt tief Luft und schreit einfach extrem laut:
„FUCK YOU!!!“ (Uwe Boll ignoriert das „Fus Ro Dah“, weil das Publikum das nicht verstehen würde).
Die Soundwelle ist so laut, dass das CGI-Monster explodiert.
Das Ende
Der Tag ist gerettet. Dovah aka Schweiger steht im brennenden Wald, hält das Mädchen im Arm und schaut in die Kamera. Der Film endet abrupt mit einem harten Schnitt und Limp Bizkit keep rollin ertönt.
Bonus-Fakt: Im Director's Commentary würde Uwe Boll 90 Minuten lang darüber schimpfen, dass die Gaming-Community keine Ahnung von wahrer Kunst hat und die Kritiker ihn nur hassen, weil sie neidisch sind