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was sind eure lieblings Schimpfwörter?
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#22 pump3 7 Jan. 2022, 22:01Zitat von: hdnslt
NHallo mods, kann jemand bitte diesen spammer bannen, ich will dass der ausgenoggt wird!!! das ist ja schliesslich eine sehr seriöse seite hier! -
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#27 Gelöschtes Mitglied 78 8 Jan. 2022, 00:37
Schimpfwörter sind lustig. Früher habe ich auch gerne mit furchtbaren Wörtern vom Leder gezogen. Oft auch gegen Leute, die ich kaum kenne, aus den trivialsten Gründen. Aber jetzt bemühe ich mich, ein "tugendhafteres" Leben zu führen, und dazu gehört auch, dass man Leute nicht sinnlos anpisst. Im strikt christlichen (neutestamentlichen) Sinne gehört noch mehr dazu: dass man überhaupt niemanden anpisst, selbst wenn der andere einen zuerst angepisst hat.
Manchmal nenne ich Leute auch im Geiste Idiot, Hurensohn, Nichtskönner oder Affenn***r. In echt nicht mehr so oft. Wenn man es ausspricht und andere Leute hören es, dann ist man darauf gleich so festgelegt, psychologisch gesehen, meine ich. Dann denkt man sich unbewusst: Ich habe es nicht nur gedacht, ich habe es auch gesagt - das heißt, ich muss es ernst gemeint haben, und wenn ich das jetzt zurückziehe, dann widerspreche ich mir selbst, und das wäre ein Gesichtsverlust, deswegen muss ich denjenigen, den ich im Zorn einen Käsekacker genannt habe, jetzt weiterhin hassen! Und wenn man's ins Indaned schreibt und hundert Leute es lesen, dann erst recht!
Das Beste ist also, "reine Gedanken" zu haben; aber die Gedanken kommen eben wie sie kommen. Aber wenn man böse Gedanken auch ausspricht, dann werden sie gleich viel ernster, das ist mein Punkt. Die Linken und Mainstreammedien reden oft davon, dass Beleidigungen und "verbaler Gewalt" (oder wie auch immer sie es jetzt nennen) die echte physische Gewalt nachfolgt, oder zumindest den Boden dafür bereitet oder so, und man deswegen mit aller Gewalt den "Hass im Netz" bekämpfen muss und so. Ich hab das immer für Bullshit gehalten, aber eine gewisse Wahrheit steckt doch drin. (Also in dem ersten. Dass man den "Hass im Netz" durch Löschen und Urheber-ins-Gefängnis-tun bekämpfen muss, halte ich nach wie vor für Quark.)
Diese ganze "Nicht hassen"-Regel ist aber eher eine persönliche Regel. Lebenshilfe sozusagen. Eine politische Forderung kann man daraus nicht wirklich machen. Manche Politiker und Medienschaffende sagen ja, oh, die Gesellschaft ist so verroht, wir brauchen weniger Hass und eine bessere Gesprächskultur. Aber wie soll das gehen? Wenn man das quasi zur moralischen Direktive macht, dann fühlt sich irgendwann trotzdem einer als Erstes beleidgt und sagt, wieso soll ich zu dem Anderen nett sein, wenn er das nicht zu mir ist?, und dann ist's aus mit der Gesprächskultur.
Das Einzige, was man tun kann, ist eine persönliche unilaterale verbale Abrüstung. Man muss selbst bereit sein, den anderen nicht zu beleidigen, wenn er einen zuerst beleidigt! Und das zunächst zum Selbstzweck, denn davon hat man nichts (außer vielleicht bessere Diskussionen), und zunächst verbessert sich auch nichts. (Ich denke deswegen stehen auch so viele Sachen im Neuen Testament, die in Richtung "unilaterale Abrüstung" und "sich die größte Scheiße bieten lassen" und "sich cucken lassen" gehen, und die Belohnung dafür wird aufs Leben nach dem Tod vertagt.) Und dann kann man die Daumen drücken, dass genug Leute dem eigenen Beispiel folgen und sich dadurch etwas verbessert. Das ist aber nicht garantiert.
Aber ich denke, dass eine persönliche unilaterale verbale Abrüstung immerhin erfolgversprechender und weniger dumm ist, als eine staatliche unilaterale militärische Abrüstung. Letztere hat historisch zu Katastrophen geführt. -
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