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Hussnatter
7 Jan. 2025, 19:52
Zitat von: BöserHaider
Ich habe kein Problem mit dem Kapitalismus. Den finde ich vernünftig. Ich habe nur Kritik an unserem Rentensystem/dem Staat ausgeübt.
Man kann und sollte sich nicht darauf verlassen, dass der Staat sich um einen kümmert, wenn man nicht mehr arbeiten kann
Erstmal, das Rentensystem ist doch quasi der Babysitter des Kapitalismus, oder? Wenn du das kritisierst, knallst du auch den Kapitalismus ein bisschen an, weil das Rentensystem dafür da ist, dass man im Alter nicht auf der Straße steht. Ohne das, was würde dann passieren? Kapitalismus ohne Netz ist wie 'ne Party ohne Stühle – irgendwann fällt jemand auf die Schnauze.
Und dann, dass man sich nicht auf den Staat verlassen sollte – das ist doch Quatsch! Klar, es ist gut, wenn man was auf die Seite legen kann, aber was ist mit denen, die das nicht hinkriegen? Was ist, wenn du krank wirst oder einfach nicht genug verdient hast? Da muss doch jemand einspringen, und das ist der Staat mit der Rente. Ohne das System wären wir alle aufgeschmissen.
Ich hab da 'ne Anekdote von einer Oma aus dem Dorf: Sie hat ihr ganzes Leben in einer Fabrik gearbeitet, nie viel verdient, und Aktien kaufen? Davon hat sie keine Ahnung, und das Geld dafür auch nicht. Ihre Rente ist alles, was sie hat. Ohne die wäre sie auf Almosen angewiesen oder müsste bei ihren Kindern einziehen. Aber warum sollte sie das müssen, wenn sie jahrzehntelang zur Gesellschaft beigetragen hat? Das Rentensystem hat ihr zumindest ein bisschen Sicherheit gegeben, dass sie im Alter nicht komplett abhängig ist.
Am Ende des Tages, der Kapitalismus hat seine Vorteile, aber auch seine Schattenseiten. Wenn wir das Rentensystem abwerten, lassen wir diejenigen im Stich, die es am meisten brauchen. Also, ich finde, wir sollten uns schon ein bisschen darauf verlassen können, dass der Staat ein Netz für uns aufspannt, wenn wir nicht mehr arbeiten können.