150. Geburtstag von Thomas Mann!
Und Empfehlung: Buddenbrooks – Verfall einer Familie
Und warum: Thomas Mann hat sich im Laufe seines Lebens einen extrem verschraubten und überaus akademischen Stil angeeignet, der nicht nur schwer zu lesen ist, sondern auch schlecht gealtert ist. Buddenbrooks hat ein 25-jähriger Mann geschrieben, der zwar hochbegabt, aber noch nicht so ... stilversessen war. Reines Lesevergnügen ohne übertriebene Schnörkeln – und liest sich damit moderner als alles andere von ihm.
Weil sich alle immer wundern, warum er nur für Buddenbrooks den Nobelpreis bekommen hat: deswegen. Ein leichter Schmöker für Zwischendurch ist es aber trotzdem nicht.
Alles, was Thomas Mann ausmacht, ist in Buddenbrooks schon drin. Am wichtigsten: Aufstieg der Kunst & Verfall des Weltlichen (und damit die Verdammung aller, lel).




