#763
Gelöschtes Mitglied 78
6 Apr. 2022, 21:40
Zitat von: pump3
wissen deine Eltern eigentlich dass du schwul bist?
Reingefallen, ich habe nur so getan als wäre ich behindert.
Habe "linux" deinstalliert. pacman -R linux. Aber natürlich erst nachdem ich "linux-lts" installiert hatte. Und damit Meddl und Willkommen zum zweiten Teil meines
EndeavourOS-Testberichts.
(--> Erster Teil)
Fangen wir mal damit an, dass es nach vie vor funktioniert und auch im Großen und Ganzen die ganze Zeit funktioniert hat. Hatte zwischenzeitlich für 5 Tage nicht upgedatet. Danach musste ich 40 Pakete aktualisieren, aber das ging reibungslos. Aber ja die vielen Updates nerven schon ein bisschen, aber was soll's.
Ich glaube ich kann nach 2 Wochen besser mit pacman umgehen als mit APT nach x Jahren. Die Buchstabenoptionen sind einfach leichter zu merken als die ganzen komischen Wörter die man bei APT ranhängen muss, lel.
Mir sind ein paar Unterschiede zu Mint/Debian aufgefallen. Beispielsweise wurde ich davon überrascht dass
cron standardmäßig ausgeschaltet ist - muss man also erst per Soystemctl anschmeißen. Das sollten die vielleicht auf den Beipackzettel schreiben, denn das Backup-Programm "Timeshift" (was ich von Mint kenne und aus dem AUR installiert habe) installiert für regelmäßige Backups seinen Cronjob und dann passiert erstmal nix. Außerdem ist mir aufgefallen, dass /tmp/ standardmäßig auf einem tmpfs liegt - also im RAM und nicht auf der Platte. Damit (und mit Xfce) ist der RAM-Bedarf dann genauso groß wie bei Mint Xfce (1GB beim Idlen). Was wiederum eigentlich genauso viel ist wie Mint Cinnamon.
Mir gefällt gut, dass man neuere Versionen von na ja, allem, hat, als bei Mint. Dadurch muss ich mich nicht mehr mit manchen Bugs rumquälen die in alten Versionen noch drin waren. Das ist ja sowieso der größte Joke bei dem "stable"-Geschwätz. Sie sagen, Bugfixes würden nachgereicht, aber das gilt offenbar nicht für GUI-Programme.
Und es ist auch schön dass man solche Dinge wie den
Julia-Interpreter einfach, ganz normal, mit dem normalen Paketmanager aus dem normalen Repo installieren kann. Gibts auf Debian/Ubongo/Mint sicherlich auch, aber halt in der Version von vor 7 Jahren.
Was wollte ich noch erzählen? Ein Programm ging zwischenzeitlich nicht, aber das war 1. nichts wichtiges und 2. hat es auf mysteriöse Weise angefangen wieder zu funktionieren nachdem ich den LTS-Kernel installiert hatte.
Zwischendurch gab es auch einmal Schwulitäten bezüglich Electron, weil Electron in den Arch-Repos aktualisiert wurde aber ein Programm noch die alte Version gebraucht hat und das ein Update verhindert hat. Das wurde aber nach einer halben Stunde behoben. Hätte ich den Rechner später angemacht hätte ich davon gar nichts mitbekommen. So habe ich einmal die Ignore-Zeile der /etc/pacman.conf kennengelernt.
Der Grund wieso ich auf den LTS-Kernel umgestellt habe war dass ich den proprietären Nvidia-Treiber installieren wollte. (Die Maschine ist jetzt circa 3 Jahre alt.) Den gäbe es zwar auch für das normale "linux", aber ich habe mir ausgerechnet, dass so die Chancen geringer sind, das System zu zermeddln. Diesbezüglich eilt dem proprietären Nvidia-Treiber ja ein Ruf voraus. Nouveau ist leider keine Alternative und führt zu grausigen und intolerablen Framerates.
Also habe ich einfach die Pakete "nvidia-lts", "nvidia-prime" und "nvidia-settings" installiert (letzteres ist aber wahrscheinlich unnötig). Wenn ich jetzt "prime-run supertuxkart" mache, läuft SuperTuxKart auf der Nvidia-Karte. Bei meinen früheren Distributionen waren es andere Befehle die man vorausschicken musste.
Ich würde auch noch mehr Spiele ausprobieren (zum Beispiel Extreme Tux Racer, oder ich habe gehört es gibt einen coolen freien Minecraft-Ripoff namens
Veloren), aber ich hab im Moment nicht die Zeit mich in sowas reinzustürzen.
Ich hab jetzt auch Lateks installiert. Davor hatte ich immer Overleaf benutzt.
Ich benutze jetzt übrigens den Texteditor/IDE
"Geany". Der ist ganz gut und zu empfehlen, und man kann immer das was man gerade braucht als "Befehl zum Erstellen konfigurieren". Nein, Visual Studio Bloat kommt mir nicht ins Haus.
Leider braucht Lateks ganz schön viel Platz auf der Platte, aber irgendwie habe ich das Gefühl dass das ganze System irgendwie mehr Platz als nötig braucht. Habe weniger frei als je zuvor. Irgendwelche Tipps? "yay -Sc" hab ich schon gemacht.
Außerdem benutze ich jetzt generell ein paar Programme die besser sind als das was ich vorher benutzt hatte. Zum Beispiel den Musikplayer "Audacious". Und das bereits erwähnte "qpdfview".
Aber das hat jetzt nichts mehr mit EOS zu tun.
Zusammenfassung: EOS = gut, und ich werde jetzt erstmal mindestens ein Jahr bei diesem System bleiben, sofern nichts Unerwartetes passiert.
Dieser Beitrag wurde von Gelöschtes Mitglied 78 am 06.04.2022 21:49:39 bearbeitet.