Zitat von: Quasimodo
Gleine Gschicht, ich bin zur Zeit immer mal wieder bei der Berufsfeuerwehr unterwegs, und dort ist genau das gleiche Problem Tierrettung. Was meinter wie viele besorgte Bürger*innen wegen ihrer scheiß Mieze anrufen die aufm Baum hockt. Oder irgendwelchen Stadttauben die verletzt sind. Und die FW hat dafür extra nen „Tier-RTW“ rumstehen. Nur muss halt für jede verletzte Maus oder aus dem Nest gefallenen Vogel dann 2 Mann aus dem Einsatzzug raus (von 7), entsprechend weniger kann dann bei richtigen Notfällen geholfen werden. Daher hat man sich mal entschieden solche Fälle nicht mehr zu bearbeiten. Das hatte dann die Folge dass die Tierfreunde einfach immer und immer wieder angerufen hatten und ziemlich beleidigend wurden. Wie kann man nur so herzlos sein und die arme Taubne einfach sterben lassen, was seidder nur für Menschne? Da fehlt es leider an jedem Verständnis dass auch das Leben als Wildtier mit dem Tod endet, und dass es nicht für jedes Tier einen Pflegeheimplatz gibt, sondern Schädlinge wie Tauben, Ratten und Mäuse vielleicht besser verrecken lassen gehören. Findet die FW so ein verletztes Tier dann wird das eh nicht gesund gepäppelt, sondern diskret um die nächste Straßenecke gebracht und dann euthanasiert. Die Tierarztrechnung für ne Behandlung von geretteten Tauben will nemmlich auch keiner der aufmerksamen und mitleidigen Tierfreunde zahlen, da hört die Tierliebe dann auf. Tierfroinde sind halt meistens weng domm, is leider so.
lel, ein Zug mit sieben Funktionen klingt aber eher nach hauptamtlich besetzter FF anstatt echter BF. Einige größere Berufsfeuerwehren unterhalten tatsächlich Gerätewagen-Tierrettung (oder haben zumindest ihre Kleinalarmfahrzeuge entsprechend mit Tierboxen/Fangutensilien ausgetattet) - die sind dann aber meist in Mehrfachfunktion von Sonderfahrzeugpersonal besetzt und schwächen die Zugstärke im Alarmfall nicht. Einen GW-Tier von Grundschutzfunktionen bespringen zu lassen - sprich: für wohlstandsverwahrloste Scheiße wie Tauben-/Wühlmaus"rettung" die Hilfsfristeinhaltung zu gefährden - ist schon relativ fahrlässig.
Würde mich, wie du schon sagst, nicht wundern, wenn die Bereitschaft zu Tierhilfeleistungen in den kommenden Jahren noch weiter zurückgeht. Soll sich halt ein Ehrenamt für etablieren, die können dann mit ausgemusterten DHL-Vans unter Gelblicht ausrücken und Schwäne vorm Ertrinken retten.





