Zitat von: Throwaway123
Fühle mich hier angesprochen, die letzten 2,5-3 Jahre waren für mich die Hölle aufgrund einer chronischen Krankheit, manchmal Monate am Stück 30mal am Tag Blut geschissen, oft nicht mehr zum Klo geschafft, auf und ab alle paar Monate 10-15kg verloren. Zugedröhnt mit zig Meds (keine Psychopharmaka), die mich geistig und emotional völlig matsch gemacht haben - die letzten Jahre kommen mir wie son schwarzes Loch vor, machmal einfach Tränendrüsen aus dem Nichts zum Arbeiten angefangen, die Meds und die ständige Konfrontation mit der eigenen Schwäche bzw. dass dir Teile des Darms mit Mitte 20 entnommen werden. Der erste Gedanke am Morgen, der letzte Gedanke beim Schlafengehen. Dann in Kliniken Wochen verbringen, wo um dich rum auch nur Leute sind die am Ende sind. Vorher stand mir viel offen, Doppelstudium hinbekommen, keine Lücke im Lebenslauf, auf einmal 2,5-3 Jahre Lücke, stehst da wie der letzte Idiot. Das "war" (seit paar Monaten wieder übern Berg und komm jetzt wieder zurück in mein altes Leben) für mich ne ziemlich gute Kur, hatte kurzzeitig die Jahre vor der Krankheit auch mal so Psychopharmaka, wurde mir auch zu geraten während der Krankheit, hab ich aber abgelehnt, dämpft dich auch nur und löst das Problem nicht.
Was mir immer geholfen hat in den tiefesten Phasen war irgendwo doch mich zu nötigen Laufen zu gehen (auch wenn die Gefahr bestand mich vollzuscheißen mit Blut), Gewichte zu heben und zu Meditieren/Atemübungen. Damit schaffst dus jeweils jedenfalls den Ansatz eines Gefühls zurück zu bekommen Kontrolle über den Körper zu haben. Lustigerweise kam ich darüber zum Kraftsport, früher immer so der typische Kasper gewesen, der im Fitnessstudio Mitglied war, aber nie hin ist. Jetzt kein Laufen mehr, weil "cardio kills" ihr wisst.
Früher dacht ich mir immer "was für lackaffen", die da immer zum gym hustlen, wie kann man sowas als lifestyle haben. Jetzt werd ich unruhig, wenn ich Pause-Tage machen muss.
E: Was ist Reiki?
Was mir immer geholfen hat in den tiefesten Phasen war irgendwo doch mich zu nötigen Laufen zu gehen (auch wenn die Gefahr bestand mich vollzuscheißen mit Blut), Gewichte zu heben und zu Meditieren/Atemübungen. Damit schaffst dus jeweils jedenfalls den Ansatz eines Gefühls zurück zu bekommen Kontrolle über den Körper zu haben. Lustigerweise kam ich darüber zum Kraftsport, früher immer so der typische Kasper gewesen, der im Fitnessstudio Mitglied war, aber nie hin ist. Jetzt kein Laufen mehr, weil "cardio kills" ihr wisst.
Früher dacht ich mir immer "was für lackaffen", die da immer zum gym hustlen, wie kann man sowas als lifestyle haben. Jetzt werd ich unruhig, wenn ich Pause-Tage machen muss.
E: Was ist Reiki?
Fühl dich Brudi.
Hab ne ganz leichte Form MC seit ich 14 bin mit Komorbiditäten Unverträglichkeiten, Reizdarm, Essstörung, ND. Blut scheißen kommt auch immer Mal vor, aber zum Glück nicht minimal solchen krassen Dreck mitgemacht wie du. Junge. Das klingt echt hart. Hoffe kommt so nicht wieder.
Und so viel weniger schlimm es bei mir ist/war, mein neurotisches, gesundes Leben ist auch (mitunter) darin begründet, dass es mir dadurch so viel besser geht. Gerade weil der mentale Part, wenn man sich einfach 24/7 scheiße fühlt fast schlimmer als der körperliche ist. Da konditioniert man sich dann richtig darauf, dass Sport und gesundes Leben sein muss, um das aufrecht zu halten. Was ja auch stimmt zu einem guten Stück.
Aber wenn sich der Körper einfach anfühlt als würde die letzte Lebensenergie rausgesogen und man nicht unbeschwert das Haus verlassen kann, weil man ausschließlich darüber nachdenkt wo das nächste Klo ist, weil man minimal 10-15 Mal am Tag Diarrhoe hat, kann man nicht psychisch gesund bleiben/werden. Weil eben Körper und Psyche nicht getrennt sind, so gar nicht.
TL;DR - ich lüüybbbbe Koloskopien übba alles



