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Arbeiten und Lohnsklaverei

  • #2801 Karl Klammer 30 Okt. 2023, 09:17

    hey freunde drückt aufs plus wenn ihr heute frei habt

  • #2802 pollo👍 30 Okt. 2023, 09:21

    otten, wir sind beide arbeitslos, natürlich haben wir frei

  • #2803 Toonz 30 Okt. 2023, 09:28

    Erst mal doppelten Brückentag dazu nutzen die hartverdienten Kouln in Winterschuhe und Levis zu investieren.

  • #2804 Herr_Winklaaa 30 Okt. 2023, 09:59

    Ganze Woche frei meine Froinde

  • #2805 Rollatormann 30 Okt. 2023, 10:49

    chrmchrmchrm Schnaudse ihr faulen Abbeidslosne

  • #2806 Gelöschtes Mitglied 98 30 Okt. 2023, 11:51

    Ich war immer über alle Maßen ehrgeizig.
    In der Schule noch nicht so (zu jung) aber im Studium dann.
    Ich habe zwei Studiengänge parallel studiert. Mit sehr guten Noten. Und dutzende sinnvolle Praktikas usw. gemacht. Außeruniversitäres Engagement. Gehörte zu den Top 5 Absolventen. Habe dann jahrelang in der Beratung gearbeitet, 80-90 Stunden pro Woche. Habe entsprechend auch schnell Karriere gemacht. Dann bin ich in ein normales Unternehmen gewechselt und bin da jedes Jahr eine Stufe nach oben befördert worden. Vor ein paar Monaten bin ich (dort) ganz oben angekommen. Geschäftsführer mit 34 Jahren. Hat natürlich nichts mit einem DAX-CEO zu tun. Das Unternehmen hat nur ein paar hundert Mitarbeiter, aufgrund seiner Tätigkeit aber trotzdem eine gewisse Relevanz. Mein Gehalt hat sich mit diesem Schritt auf einen Schlag stark erhöht. Ich hab einen Sprung von 150k auf 250k gemacht. Wenn es gut läuft kann ich aufgrund vom Bonus auch 350k im Jahr verdienen.

    Warum schreibe ich das alles: Weil ich nicht mehr lange kann. Ich bin jetzt an dem Punkt angekommen an dem der Druck zu hoch ist. Zum ersten Mal in meinem Leben. Davor wollte ich immer mehr. Jetzt hab ich zum ersten Mal zu viel. Ich habe vor ein paar Wochen die Wachstumsstrategie erarbeitet und durchgeboxt. Alleine das war schon maximal erschöpfend und es ist ja lediglich die Strategie! Die eigentliche Arbeit kommt ja jetzt erst. Jetzt muss / sollte dieses Wachstum kommen und es gibt niemanden, dem ich die Schuld dafür geben kann wenn es das nicht tut, denn es ist meine Strategie und ich habe volles Durchgriffsrecht und muss überwachen dass sie so umgesetzt wird, dass es funktioniert. Ich muss als ultimativ verantwortlicher die schweren Personalentscheidungen treffen, die mir weh tun. Das bedeutet: Leute entlassen, die irgendjemand anderes falsch eingestellt hat und die überhaupt nicht funktionieren, weil die Führungskraft sie nicht richtig aufgesetzt hat oder weil sie von ihren Persönlichkeiten her einfach nicht passen. Ich will solche Leute nicht entlassen, weil das nicht meinen Werten entspricht. Ich kann bei den wenigsten Eigenverschulden erkennen. Ich muss sie aber trotzdem entlassen, weil mein eigenes Standing nicht hoch genug ist um mit sowas durchzukommen. Dem Aufsichtsrat fallen solche Dinge auf. Die achten auf sowas. Wenn ich nicht aufräume, wird man mir das als Führungsschwäche auslegen. Alternativ könnte ich die Leute in ein Spezialteam bündeln und selbst managen, in der Hoffnung dass sie dann funktionieren, aber dafür fehlt mir die Zeit und Energie. Ich muss auf irgendwelche bescheuerten Veranstaltungen und Reden halten, mich zum Affen machen. Immer wenn irgendwas nicht funktioniert bin ich ultimativ dafür verantwortlich. Ich muss in jedem scheiss Meeting zuhören, weil ich auch ständig angesprochen werde.

    Ganz vernünftig würde man wohl sagen: Halt es 1,5-2 Jahre durch für den Lebenslauf und dann hau ab. Aber ich weiß nichtmal ob ich das schaffe. Ich träume von einem Job mit klar definierter Verantwortung und ohne Personalverantwortung. Natürlich wird das dann schlechter bezahlt, klar. Kein Problem. Mir reichen 120k im Jahr absolut. Aber sowas zu bekommen ist für mich sau schwer. Jeder Recrutier der meinen Lebenslauf sieht sortiert mich sofort aus, weil "zu teuer". Und wenn ich proaktiv sage dass ich absolut bereit bin ein normales Gehalt zu beziehen, dann wird natürlich trotzdem jeder misstrauisch, weil man dann fragt: "oh, hatte der einen Burnout? Warum gibt man das denn auf? Ist da was vorgefallen? Hat der geklaut?". Und selbst wenn man da durchkommt: Kein Abteilungsleiter hat Bock auf Leute die sagen: "Mein alter Job war mir zu stressig". Das verstehe ich auch. Würde ich auch nicht wollen. Schon garnicht einer, der spielend das Potential hat mir den eigenen Job streitig zu machen.

    Ich habe leider keine Abfindung in meinem Vertrag. Meine Geschäftsführerbestellung ist so gestrickt, dass mein bisheriger Arbeitsvertrag ruht, während ich als Organ bestellt bin. Das bedeutet: Wenn ich irgendwann rausgeworfen würde, würde ich automatisch zurückfallen in den bisherigen Arbeitsvertrag. Üblich ist eigentlich, dass man 3-Jahresverträge hat, die dann auch im Zweifel einfach nicht verlängert werden oder wo man eine Abfindung bekommt, wenn es vorher auseinander geht. Das wäre mir viel lieber, aber ist jetzt halt nicht so.

    Also: Was tun? Im Moment hangel ich mich von Milestone zu Milestone. Das ist brutal anstrengend, und ich hab im Unterbewusstsein den Eindruck als hänge ein Dämoklesschwert über mir, dass jeder Zeit runterrauschen kann. Vielleicht wenn im Januar die Zahlen nicht mehr stimmen. Oder irgendein rechtliches Thema über das ich stolpere. Ich denke wenn das passieren sollte, dann sollte ich einen harten Cut vollziehen, mich rauswerfen lassen und dann Arbeitslosengeld beziehen und in Ruhe einen Job finden, der so ist wie oben genannt.

  • #2807 hdnslt 30 Okt. 2023, 11:59

    Zitat von: Sportsfreund98

    Habe dann jahrelang in der Beratung gearbeitet, ...

    Ich will solche Leute nicht entlassen, weil das nicht meinen Werten entspricht. ...
    Is klar. Das Geschäftsmodell von Beratungen ist doch Unternehmen einzureden, dass sie Leute entlassen müssen.

    Berater stehen für mich gesellschaftlich auf einer Stufe mit Politikern, Influencern und Babyrobbenjägern.

  • #2808 Quasimodo 30 Okt. 2023, 12:05

    Zitat von: Sportsfreund98

    Ich war immer über alle Maßen ehrgeizig.
    In der Schule noch nicht so (zu jung) aber im Studium dann.
    Ich habe zwei Studiengänge parallel studiert. Mit sehr guten Noten. Und dutzende sinnvolle Praktikas usw. gemacht. Außeruniversitäres Engagement. Gehörte zu den Top 5 Absolventen. Habe dann jahrelang in der Beratung gearbeitet, 80-90 Stunden pro Woche. Habe entsprechend auch schnell Karriere gemacht. Dann bin ich in ein normales Unternehmen gewechselt und bin da jedes Jahr eine Stufe nach oben befördert worden. Vor ein paar Monaten bin ich (dort) ganz oben angekommen. Geschäftsführer mit 34 Jahren. Hat natürlich nichts mit einem DAX-CEO zu tun. Das Unternehmen hat nur ein paar hundert Mitarbeiter, aufgrund seiner Tätigkeit aber trotzdem eine gewisse Relevanz. Mein Gehalt hat sich mit diesem Schritt auf einen Schlag stark erhöht. Ich hab einen Sprung von 150k auf 250k gemacht. Wenn es gut läuft kann ich aufgrund vom Bonus auch 350k im Jahr verdienen.

    Warum schreibe ich das alles: Weil ich nicht mehr lange kann. Ich bin jetzt an dem Punkt angekommen an dem der Druck zu hoch ist. Zum ersten Mal in meinem Leben. Davor wollte ich immer mehr. Jetzt hab ich zum ersten Mal zu viel. Ich habe vor ein paar Wochen die Wachstumsstrategie erarbeitet und durchgeboxt. Alleine das war schon maximal erschöpfend und es ist ja lediglich die Strategie! Die eigentliche Arbeit kommt ja jetzt erst. Jetzt muss / sollte dieses Wachstum kommen und es gibt niemanden, dem ich die Schuld dafür geben kann wenn es das nicht tut, denn es ist meine Strategie und ich habe volles Durchgriffsrecht und muss überwachen dass sie so umgesetzt wird, dass es funktioniert. Ich muss als ultimativ verantwortlicher die schweren Personalentscheidungen treffen, die mir weh tun. Das bedeutet: Leute entlassen, die irgendjemand anderes falsch eingestellt hat und die überhaupt nicht funktionieren, weil die Führungskraft sie nicht richtig aufgesetzt hat oder weil sie von ihren Persönlichkeiten her einfach nicht passen. Ich will solche Leute nicht entlassen, weil das nicht meinen Werten entspricht. Ich kann bei den wenigsten Eigenverschulden erkennen. Ich muss sie aber trotzdem entlassen, weil mein eigenes Standing nicht hoch genug ist um mit sowas durchzukommen. Dem Aufsichtsrat fallen solche Dinge auf. Die achten auf sowas. Wenn ich nicht aufräume, wird man mir das als Führungsschwäche auslegen. Alternativ könnte ich die Leute in ein Spezialteam bündeln und selbst managen, in der Hoffnung dass sie dann funktionieren, aber dafür fehlt mir die Zeit und Energie. Ich muss auf irgendwelche bescheuerten Veranstaltungen und Reden halten, mich zum Affen machen. Immer wenn irgendwas nicht funktioniert bin ich ultimativ dafür verantwortlich. Ich muss in jedem scheiss Meeting zuhören, weil ich auch ständig angesprochen werde.

    Ganz vernünftig würde man wohl sagen: Halt es 1,5-2 Jahre durch für den Lebenslauf und dann hau ab. Aber ich weiß nichtmal ob ich das schaffe. Ich träume von einem Job mit klar definierter Verantwortung und ohne Personalverantwortung. Natürlich wird das dann schlechter bezahlt, klar. Kein Problem. Mir reichen 120k im Jahr absolut. Aber sowas zu bekommen ist für mich sau schwer. Jeder Recrutier der meinen Lebenslauf sieht sortiert mich sofort aus, weil "zu teuer". Und wenn ich proaktiv sage dass ich absolut bereit bin ein normales Gehalt zu beziehen, dann wird natürlich trotzdem jeder misstrauisch, weil man dann fragt: "oh, hatte der einen Burnout? Warum gibt man das denn auf? Ist da was vorgefallen? Hat der geklaut?". Und selbst wenn man da durchkommt: Kein Abteilungsleiter hat Bock auf Leute die sagen: "Mein alter Job war mir zu stressig". Das verstehe ich auch. Würde ich auch nicht wollen. Schon garnicht einer, der spielend das Potential hat mir den eigenen Job streitig zu machen.

    Ich habe leider keine Abfindung in meinem Vertrag. Meine Geschäftsführerbestellung ist so gestrickt, dass mein bisheriger Arbeitsvertrag ruht, während ich als Organ bestellt bin. Das bedeutet: Wenn ich irgendwann rausgeworfen würde, würde ich automatisch zurückfallen in den bisherigen Arbeitsvertrag. Üblich ist eigentlich, dass man 3-Jahresverträge hat, die dann auch im Zweifel einfach nicht verlängert werden oder wo man eine Abfindung bekommt, wenn es vorher auseinander geht. Das wäre mir viel lieber, aber ist jetzt halt nicht so.

    Also: Was tun? Im Moment hangel ich mich von Milestone zu Milestone. Das ist brutal anstrengend, und ich hab im Unterbewusstsein den Eindruck als hänge ein Dämoklesschwert über mir, dass jeder Zeit runterrauschen kann. Vielleicht wenn im Januar die Zahlen nicht mehr stimmen. Oder irgendein rechtliches Thema über das ich stolpere. Ich denke wenn das passieren sollte, dann sollte ich einen harten Cut vollziehen, mich rauswerfen lassen und dann Arbeitslosengeld beziehen und in Ruhe einen Job finden, der so ist wie oben genannt.
    Warst du auch mal auf ner Studentenparty und hast da mit 1 Chica über Dota gelabert?

  • #2809 LustDick 30 Okt. 2023, 12:07

    Hab grade keine Zeit ausgiebig zu antworten, aber fühle ich!
    Ist der Grund, warum ich den Wechsel von genau so einer Position weg, zu was viel besser bezahltem letzte Woche abgelehnt hatte. Hab am Anfang gedacht ich bin feige, langsam kann ich aber gut damit leben.

    Dieser Beitrag wurde von LustDick am 30.10.2023 15:32:45 bearbeitet.
  • #2810 rauchmeddler 30 Okt. 2023, 12:14

    Mahlzeit, Loide

  • #2811 Gelöschtes Mitglied 98 30 Okt. 2023, 12:15

    Zitat von: Quasimodo

    Warst du auch mal auf ner Studentenparty und hast da mit 1 Chica über Dota gelabert?
    Ja witzig, du schwanzlutscher. Wenn es mir darum ginge anzugeben dann hätte ich wohl kaum gesagt dass es mich überfordert, sondern hätte eher erzählt wie geil ich fürs Nichtstun haufenweise Geld bekomme und Sekretärin und bla.

  • #2812 Karl Klammer 30 Okt. 2023, 12:16

    Nette pr0 Paste.

  • #2813 Gelöschtes Mitglied 98 30 Okt. 2023, 12:19

    Zitat von: Muskelbiber

    Nette pr0 Paste.
    Link Plz. Wenn genau das Thema kürzlich auf pr0 diskutiert wurde würde ich das gerne lesen.

  • #2814 GеIöschtеs Mitglied 40210 30 Okt. 2023, 12:25

    Kannst dir ja deine Tränen mit deinen Geldscheinen abtrocknen? :(

  • #2815 Gelöschtes Mitglied 98 30 Okt. 2023, 12:30

    Zitat von: GеIöschtеs Mitglied 40210

    Kannst dir ja deine Tränen mit deinen Geldscheinen abtrocknen? :(

    Wie sollte ich das tun, du Affe? Denkst du weil ich zwei Jahre lang 300k Brutto verdiene muss ich nie wieder arbeiten oder was? Wenn ich zwei Jahre vollen Bonus bekomme hab ich 100.000€ mehr auf dem Konto. Und jetzt? Wenn es 1.000.000€ wären könnten wir darüber sprechen, aber selbst das wäre nicht genug um sich zurückzulehnen. Und 100k bringt dir überhaupt nichts. Das ist bestenfalls eine Rücklage für schlechte Zeiten. Und wenn du es dann wirklich brauchst wird jeder Cent den du davon ausgibst dir so weh tun weil du weisst wie mühsam du es dir erarbeiten musstest und jetzt gibst du es für Klopapier und Essen aus.

  • #2816 GеIöschtеs Mitglied 40210 30 Okt. 2023, 12:33

    Was willste jetzt hören? Bewirb dich halt weg oder lass das Schwert vom Daniel Kles runterrauschen.

  • #2817 Unangenehm 30 Okt. 2023, 12:55

    Zitat von: Sportsfreund98

    Also: Was tun?
    Hast du es mal mit an und aus machen probiert?

  • #2818 Gelöschtes Mitglied 98 30 Okt. 2023, 13:28

    Ja schönen Dank auch ihr dummen wichser.

  • #2819 GеIöschtеs Mitglied 40210 30 Okt. 2023, 13:35

    Um das mal festzuhalten: Du willst der Geschäftsführer eines Unternehmens mit 100 Angestellten sein und erwartest dass eine Bande arbeitsloser Internettrolle und Sozialversager dir sagen, was du tun sollst?

    Alternativ könntest du das einfach dem Aufsichtsrat zeigen.

  • #2820 hdnslt 30 Okt. 2023, 14:24

    Zitat von: Sportsfreund98

    Wie sollte ich das tun, du Affe? Denkst du weil ich zwei Jahre lang 300k Brutto verdiene muss ich nie wieder arbeiten oder was? Wenn ich zwei Jahre vollen Bonus bekomme hab ich 100.000€ mehr auf dem Konto. Und jetzt? Wenn es 1.000.000€ wären könnten wir darüber sprechen, aber selbst das wäre nicht genug um sich zurückzulehnen. Und 100k bringt dir überhaupt nichts. Das ist bestenfalls eine Rücklage für schlechte Zeiten. Und wenn du es dann wirklich brauchst wird jeder Cent den du davon ausgibst dir so weh tun weil du weisst wie mühsam du es dir erarbeiten musstest und jetzt gibst du es für Klopapier und Essen aus.
    Deine Armut kotzt mich an