#18463
Deleted member 380
9 März 2022, 10:33
Zitat von: Throwaway123
Sind Metaler an sich Lolcows/Masken? Hatte Drachenlord lange ignoriert, da ich mir dachte "halt ein Metal Spast".
Metaler sind mir von der Schule bis zur Uni nie positiv aufgefallen, waren immer irgendwie unangenehm und in den Verhaltensweisen eines 14jährigen stecken geblieben. Scheint mir auch eine der wenigen Subkulturen zu sein, die nicht ins Erwachsenwerden transformiert werden kann -vereinfacht "wenn ich mein Band-Shirt nicht tragen kann auf der Arbeit, kann ich den Job nicht nehmen".
Selbst Punks schaffen eine gewisse Anpassung ohne ihren Kern zu verlieren nach meiner Erfahrung, vergleichbarer mit Metal sind vielleicht Techno-Fans, die müssen auch nicht T-shirts ihrer Lieblingskünstler tragen um dieser Subkultur anzugehören. Mir fällt eine enorme Unsicherheit bei Metalern auf, zum Einem dieses sich selbst-bestätigen-müssen, dass man dazugehört indem man permanent diese Band-Shirts trägt- zu jeder Jahreszeit, sie versuchen auf sehr männlich zu machen (alder meine Musik und deren Texte sind so brutal und dunkel?!), wirken aber im Umgang mit Frauen sehr incel-mäßig.
Gemobbt direkt wurden diese verlausten Musikfans aber auch nicht, eher noch schlimmer - total ignoriert und nicht ernstgenommen. Hatte mal gelesen, dass diese Subkultur "sehr offen" ist (mMn weil sie aus unsicheren Nerds besteht, die sich nichts sagen trauen) und deswegen viele Randfiguren/Außenseiter dazu finden, da ja ein gewisser Anpassungsdruck herrscht "irgendwo dazuzugehören", beste Beispiele Herr Winkler und dieser einäugige Parabelritter, die beide auf ihre Art "negativ" aus der Masse rausstechen und halt irgendne Gruppe brauchen.
Bin newfag, deswegen entschuldigt, falls es schon diskutiert wurde, dann würde ich den WoT löschen

Edit: Absätze
Sind Hibbhobbkaschber alle Vollzeitspaten, die Baggy Pants tragen, ein Kapperl krumm aufsetzen und ständig Dinge sagen wie: "ich bin so krass und froh und ficke deine Mutter in den Po"?
Nein. Klar hast du in jeder Subkultur irgendwelche Poser, dumme Leute und sehr peinliche Individuen. Das kann man aber nicht auf die Gesamtheit übertragen.
Persönlich höre ich, neben anderer Musik, auch Metal. Früher sogar etwas in der Subkultur rumgehangen. Da kann ich dir sagen: die Leute aus meiner Generation trugen Sneakers, eventuell ein Bandshirt, Baseballcaps und viele waren überzeugte Skateboard Dudes. Sagt dir die Marke "Trasher" etwas, oder "Santa Cruz"? Klar das ist jeweils ein Magazin und eine Fahrradmarke, aber die haben auch Klamotten, die waren weit verbreitet. Das war so die New Wave im Metal. Klar waren nicht alle aus der Szene Skater, das wäre Quatsch. Aber eben bei mir war das so. Biersaufen, Death Metal und an der Halfpipe rumhängen. Wie du siehst, ist das alles gar nicht so einfach. Die alten Kuttenträger wurden respektiert auf Festivals, manchmal belächelt wegen ihrer Jacken und dem zerzausten Look.
Leute wie Ruiner hören keinen Metal. Das ist dumme Dorfdulli-Musik, die eventuell unter "Hard Rock" kategorisiert werden kann. Sabaton, Blind Guardian, Powerwolf und Nightwish und so eine Scheisse werden ausgelacht, weil sie unfassbar peinlich sind. Man hielt sich fern, weil sie halt nun einmal nervige Poser sind und meist mit ihrer Art sich mehr oder weniger sofort als Idioten geoutet hatten.
Punks, was sind Punks...viele davon sind Wannabekiddos, die halt die Ästhetik mögen und die Musik, aber wer von denen schnorrt denn noch und hört die ganz extreme Assimusik. Das ist doch nur eine Handvoll. Bei uns damals gabs keine Probleme mit Leuten die sich selbst zur "Punkszene" zählten, kennst du Suicidal Tendencies? Die haben sogar wir gehört.
Es ist also kompliziert, Kuchi. Sicher, Wichser gibt es überall, davon ist halt auch die Metalszene nicht ausgenommen.
Außer in der Bauernmeddlszene zu der Ruiner W. gehört, da ist der Anteil an dummen Wichsern eben exponentiell höher.
Und ja: jede Szene hat ihr Verfallsalter. Mit 20 sich so einer Subkultur zuzurechnen ist voll ok, mit 35 immer noch auf krassen Metalhead zu machen ist leicht schräg.