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Quasimodo
26 Juni 2024, 19:55
Zitat von: Hetzer-chan
Zweifel.jpg.exe
Wie lange ist deine Schulzeit bitte her? Das ist Verwahrung bis man den Kindern halbwegs Prozentrechnung in die Birne hauen kann. Zu meiner Zeit war das schon zu 90% Unrat, was da vermittelt worden ist. Selbstverwirklichung wäre mal was gewesen, was die hätten vermitteln sollen.
Fast 15 Jahre jetzt. Klar, kommt aufs Bundesland an, bei uns war es auch mehr singen und klatschen. Für andere war es aber vermutlich erfüllender.
Zitat von: Hetzer-chan
Ja, und Sklaven, die kuschen, lernen immerhin etwas. Irgendwas. Bundeswehr übrigens auch Abfall. Aber bewahrheitet nur den Satz, der mir am ersten Unitag gesagt worden ist. Vergiss alles aus der Schulzeit, brauchste fürs Studium eh nicht. Stimmte dann auch.
Kommt drauf an was du machst. Wenn es was technisches sein soll dann wünscht man sich schon mal, man hätte in Mathe und Physik besser aufgepasst.
Zitat von: Hetzer-chan
Lernt man in der Schule? Wie bidde?
Sollte man idealerweise. Gesprochen von der Schule von vor 30 Jahren (oder eher 60 Jahren). Heutzutage halt alles schwieriger.
Zitat von: Hetzer-chan
Das ist doch Satire. Bist du ein wenig blöd?
HAAAALT DEINE FRESSE
Zitat von: Hetzer-chan
Also doch nicht Disziplin, Gehorsamkeit und Zusammenhalt?
Oge ich erklärs nochmal: Früher ja, heute weniger. Zu meiner Zeit hat man fürs Daneben benehmen schon noch Ärger, Nachsitzen, Strafarbeiten bekommen, vor die Tür gestellt worden etc. Heutzutage haste halt so viele Kuckuckskinder die es einfach nicht wert sind sich darum zu bemühen, weil man genau weiß was daraus wird.
Zitat von: Hetzer-chan
Konsum ist der Pfeiler, der die Gesellschaft trägt. Ist halt geschickt hinter der ganzen Scheiße verpackt.
Konsum ist die wichtigste Nebensache der Gesellschaft. Je mehr Konsum, desto weniger Produktivität, desto mehr Verweichlichung und Verwahrlosung.
Zitat von: Hetzer-chan
Ist auch meine Beobachtung gewesen, aber das zeigt ja dann nur, dass das ganze System in der Form fürn Arsch ist. Hatte da Abiturienten vor mir gehabt, die nur in die Uni buchsiert worden sind, weil man das halt so macht.
Studium ist nochmal was anderes, es gibt zur zeit nur noch wenige Studiengänge die überhaupt Sinn machen. Hauptsächlich technische Sachen, Medizin, Jura, Informatik (wobei da vermutlich programmieren reicht).
Zitat von: Hetzer-chan
Es ist schlimm genug, dass Malle für manche das höchste der Gefühle ist, wenn es um das Ausgeben des Geldes geht. Aber auch hier hält der Staat dich mittels Abgaben auch als Sklave. Kannste ja gar nichts gegen machen.
Also halten wir fest: Schule scheiße, lernste nix, danach alle doof, geh arbeiten für Konsum, aber am Ende reicht es doch nicht, weil der Staat dir alles wieder wegnimmt. Lohnsklaverei ab der Kinderwiege eben.
Früher dachte ich mir das auch, Schule war für mich auch immer unnötig und ich war froh als ich fertig war, genauso wie beim Studium auch. Nicht zuletzt durch meine eigene Lehrtätigkeit weiß ich aber auch, dass viele Loide den Frontalunterricht brauchen, weniger selbstständig arbeitne und für die ist die Schule als Form des Lernens optimal. Und dann später die Ausbildung/Berufsschule oder FH.
Zitat von: Hetzer-chan
Das stimmt und kann nur der Weg nach vorne sein.
Zitat von: Hetzer-chan
Bei den Werten weiß es nicht so recht, aber es würde auf jeden Fall zu unser aller Vorteil sein.
Zitat von: Hetzer-chan
Ja das stimmt so. Streich den ersten Teil von deinem Post und ich glaube, wir liegen nicht weit auseinander.
Schwul mich bidde nicht so an, ja!
Zitat von: Hetzer-chan
Als Arbeitnehmer oder Selbstständiger bist du durch Steuern und Gesetze auf jeden Fall Sklave. Du bewegst dich nur im vom Staat definiertem Hamsterrad.
Klar machste das, gerade im derzeitigen Zustand. Auch wenn es zwischendurch schon mal ganz angenehm sein kann, wenn man ganz gut ferdient und sich n schönes Eigenheim, n schönes Auto und regelmäßige Uhrlaube leistne kann, geht's eigentlich. Ich würde aber trotzdem jederzeit tauschen gegen Österreicher-Kapitalismus aka Hayek und Mises, egal wie sicher mein Tschob jetzt auch sein mag. Altruistisch denken, was für alle besser ist.
Zitat von: Hetzer-chan
Ich behaupte, dass auch ein Arbeitsloser Sklave sein kann. Sklaverei beginnt ja nicht mit dem Melaningehalt in der Hautzelle. Wenn du vor dem Arbeitsamt kuschen musst um dein Geld zu bekommen, dann bist du nicht frei. Wenn die Sozialabgaben den Niedriglohnsektor unattraktiv machen, dann verdammt dich der Staat zur Arbeitslosigkeit. Der Staat züchtet sich seine Arbeitslosenklasse doch gerne heran. Kannst mehr Arschlöcher im Arbeitsamt für teuer Geld beschäftigen, kannst auf ein paar Stimme von der Unterschicht hoffen, indem du Geld versprichst, und du verwahrst den Unrat der Gesellschaft halbwegs sicher. Der Staat hat doch kein Interesse an einer Vollbeschäftigung.
Beim Bürgergeld kannste dir halt praktisch alles erlauben ohne Konsegwendsen zu spüren. Klar, du musst theoretisch dich mal beim Arbeizamt einfinden, aber was passiert wenn du es nicht machst? Nichts.
Zitat von: Hetzer-chan
Verwaltung/Beamtentum/Sozialarbeiter(manche)/u.v.a
Stimme in Teilen dem Graeber da zu, dass es viele Jobs nur gibt um Idioten außerhalb der Arbeitslosenstatistik zu verwahren. Aus meinem eigenen Feld kenn ich ja noch die ganzen Hilfsarbeiter, die in der "Verwaltung" angestellt waren. Die haben uns Studierte in der Anzahl deutlich überstiegen. Erklär mir, warum es mehr Leute in einer Firma gibt, die absolut nichts mit dem eigentlichen Tätigkeitsbereich zu tun haben? Meinte der Graeber nicht auch, dass nach dem Zusammenbruch der Soviet Union die Anzahl der Beamten um 25% gestiegen ist? Kapitalismus hat einfach den Nebeneffekt, dass diese Idiotenjobs aus dem Boden sprießen.
Dass das ganze Arbeitsamt und die meisten sonstigen Beamten sind tatsächlich inneffiziente Beschäftigte, die es (Sozialverwaltung, Vergabestellen, Großteil der Bauabteilungen und viele mehr) eigentlich gar nicht brauchen würde, wenn das Rechtssystem nicht so kompliziert wäre, und es nicht so viele unnötige aber umständlich zu verwaltende Sozialtransferleistungen gäbe. Mit Kapitalismus hat das nichts zu tun, sondern mit den Sozialistischen Auswüchsen, die sich den Staatd zur Beute gemacht haben und ihn stetig erweitern. Diese ganzen Sozialleistungen, Marktbeschränkungen, staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und Währung sind dem Kapitalismus so fern wie dem Sozialismus der Wohlstand.
Zitat von: Hetzer-chan
Ich spreche nicht von reiner Wissensvermittlung, aber etwas Bildung darf im Bildungssystem schon vorkommen. Und Bildung ist nicht fünfmal das römische Reich in Geschichte bis zur 10. Klasse zu besprechen.
Ich fand die Wissensvermittlung immer zu schmal, habe selbst viel gelesne, Politik, Geschichte, Religion, Naturwissenschaftne, andere sind halt mehr auffem Fußballplatz. Gerade in der Grundschule brauchste halt einen Querschnitt für alle. Und man muss halt erstmal versuchen allen Lesen und Schreiben beizubringen, was aus bekannten Gründen auch immer schwieriger wird. Nem Pferd bringst auch kein Klavierspielen bei, da bleibt immer noch weniger Zeit für Schönes was über die absoluten Basics rausgeht.
Zitat von: Hetzer-chan
Sozialisiert wirste da ja. Aber nicht die Form von Sozialisierung, die alle sich wünschen. Wie heißen diese Monte Christo Schulen hier nochmal? Von denen habe ich eher positive Dinge gehört, als vom behinderten Schulapparatus des Staats.
Montessori meinste?
Zitat von: Hetzer-chan
Jo. Konnte mich 13 Jahre darauf einstellen Mo-Fr täglich aufzustehen um dumme Scheiße zu machen um mein Leben zu verschwenden. Ok, ich nicht, weil mir jetzt die Eier schaukeln kann, aber mein Beruf ist da wohl die Ausnahme.
Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich anders gedacht hätte damals.
Zitat von: Hetzer-chan
Poah, in der Theorie vielleicht. Meine Berufserfahrung zeigt mir was anderes.
Du bist Beamter, lass mich raten?
Zitat von: Hetzer-chan
Und wie der gude Thilo schon 2010 festgestellt hat, gehen diese Tugenden immer weiter in der deutschen Gesellschaft verloren. Wobei der SPDler natürlich nur neue Lohnsklaven sich wünscht.
Funfact: Habe 2010 mal 1 Referat über Deutschland schafft sich ab in Sozialhilfe gehalten, und unser leicht linker Lehrer war schon sehr bemüht, mich kleinzureden, als ich den Mitschüler*innen die Vorzüge des Buches näher gebracht habe. Gab dann auch nicht die allerbeste Note, aber was soll's, war ja für 1 guten Zweck.
Lohnsklaven an sich sind außerdem nunmal die die das System am laufen halten, da führt kein Weg dran vorbei. Macht jeder nur was er will ohne produktiv zu sein, dann geht die Gesellschaft den Bach runter. Sieht man ja jetzt gerade. Im Kaiserreich waren wir in allen Belangen Weltspitze, Produktivität, Zusammenhalt, militärische Stärke, Innovation, Kultur usw. Heute sind wir linke Witzfiguren und Selbstbedienungsladen für die Parasiten dieser Welt.
Zitat von: Hetzer-chan
Es kommt doch von beiden Seiten. In der Schule sehen die Kinder Markenklamotten oder teure Handys bei anderen und wollen die auch. Der Lehrer sagt dir, dass du aufpassen sollst, damit aus dir was wird. Warum soll aus dir was werden? Damit du Geld verdienst. Du entkommst dem Kapitalismus doch an keiner Stelle. Hatte mal gelesen, dass die Kreditkäufe unter jungen Erwachsenen in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen haben sollen. Die kommen doch total angefixt aus der Schule und müssen sich dann den dicken Plasma LCD kaufen. Thema Selbstverwirklichung; nach der Schule guckst du nur noch auf das Geld. Zeig mir einem Eumel nach seinem Abschluss, der was anderes vorhat.
Diese ganzen Selbstfindungstrips nach Australien fallen übrigens auch darunter, denn was braucht ein Linkslump um zu reisen? Richtig, Wasser Geld.
Kapitalismus hat an sich erstmal nichts mit Konsum oder Selbstdarstellung zu tun. Image und Selbstverwirklichung gibt es auch in allen anderen Systemen. Klar merkt man, dass in der wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft einfach mehr Möglichkeiten existieren, und jeder Arbeitsanreiz, das System "schaff was, dann verdienste was" geht mehr und mehr verloren. Klar kaufen heute viele Loide Autos oder Reisen auf Pump, oder lassen sich im Job den Dienstwagen und die Urlaubstage versprechen, bevor sie überhaupt angefangen haben. Das sehe ich aber als Folge der Nichtleistungsgesellschaft, und nicht als Folge der (früheren) Leistungsgesellschaft.
Zitat von: Hetzer-chan
Jo.
Tazächlich sogar.
Zitat von: Hetzer-chan
Würde damit diese Doktorarbeit abschließen und verspreche hoch und heilig, dass ich nirgends abgeschrieben habe. Beim Barte Giffeys und Anna-Lenas!
444 GWN ist WOT-Revier.