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Stört dich das Klima des gegenseitigen angreifens?

  • Umfrage: Stört dich das Klima des gegenseitigen angreifens?
  • Ja (38 — 19,5%)  
  • Nein (82 — 42,1%)  
  • Hurensohn (75 — 38,5%)  
 
  • #341 ProfessorSchnabel 23 März 2023, 15:45

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded

    Die Verallgemeinerrung wird jedoch ob ihrer Konsequenzen geprüft oder nicht?
    Nein, eben gerade nicht. Die Verallgemeinerbarkeit einer Maxime wird daran geprüft, ob sie für alle bzw. möglichst viele Menschen als für alle gültiges Gesetz zustimmungsfähig ist. Geprüft wird eben gerade nicht nach dem Kriterium, ob die Handlungskonsequenzen einer Maxime mir (oder einem Anderen) in einem konkreten Fall gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht.

    Gerade deswegen geht es bei Kant und dem kategorischen Imperativ auch um die Anrerkennung der Gültigkeit von Gesetzen bzw. Prinzipien – und nicht um die Frage, ob mir oder anderen die Anwendung dieser Prinzipien im konkreten Einzelfall dann gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht. Wenn ich das Prinzip anerkenne, muss ich ihm auch dann folgen, wenn mir die Konsewuenzen im Einzelfall gar nicht passen.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Es geht Kant um die rationalistische Begründung einer Deontologie,
    Es geht Kant um eine rationale bzw. vernünftige Begründung einer deontologischen Ethik – wobei das letztlich eine Tautologie darstellt, da philosophisch anspruchsvolle Begründungen stets rational gestaltet sein müssen. Rationalismus (Adjektiv: rationalistisch) ist ein Sammelbegriff für Ansätze der Erkenntnistheorie wie etwa bei Descartes, Leibniz, Wolff oder Baumgarten.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Rationalismus ist jedoch in sich der Kausalität verhaftet,
    Das trifft auf den erkenntnistheoretischen Rationalismus bis Kant zu. Kants Theorie der Erkenntnis bricht jedoch explizit mit diesem Paradigma. Kausalität ist bei Kant ein Begriff bzw. eine Funktion des Verstandes, mit dessen Hilfe empirische Gehalte angeordnet und erfasst werden.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Kants Projekt ist die Rettung der Aufklärung vor dem Utilitarismus, und damit sich selbst, wie schon im Titel des Buches angekündigt, eine Kritik eben jenes strikten Rationalismus.
    Kant reagiert in seinen Kritiken auf eine ganze Reihe von Problemen und Entwicklungen. Wenn man eine herausheben möchte, ist dies weniger der Utilitarismus, sondern in erster Linie der Siegeszug der empirischen (Natur-)Wissenschaft und vor allem die in ihnen angelegte Metaphysikkritik.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Weil Kant je doch den Rationalismus vor sich selbst retten, möchte
    Kant führt bzgl. Erkenntnistheorie eine grundlgende Korrektur rationalistischer Engführungen vor. Das ist jedoch etwas anderes als den Rationalismus vor sich selbst zu retten.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    so ist da herausragende Element eben nicht das Revolutionäre, sondern eine nahezu hellsichtige Restauration, der Ethik weg von den der Zweckethik und oder Gefühsethik zurück klaren absoluten Werten,
    Jetzt springst Du von der Erkenntnistheorie zur Ethik. In der Erkentnnistheorie bezeichnet Kant selbst (in der Vorrede zur KrV) seine Synthese von Rationalismus und Empirismus als »Revolution der Denkungsart«. Und in der Ethik entspricht dieser Synthese – strukturanalog – diejenige von Sollens- und Tugendethik/Eudaimonismus. – Es ergibt keinen Sinn, diese beiden jeweils revolutionären Ansätze in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen gegeneinander auszuspielen.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    die jedoch wie Kant selbst eingestehen muss nicht völlig ohne eine metaphysische Instanz funktioniert.
    Das muss Kant nicht »eingestehen«, sondern ist geradezu eines der Herzstücke seiner drei Kritiken. Es geht u.a. darum, welche metaphysischen Lehrsätze der Deutschen Schulphilosophie angesichts philosophischer Grundatzkritik im Sinne Kants noch Bestand haben können. Und wenn ja, in welcher Weise.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Strohmann, habe nie behauptet selbst ein großer Kant Kenner zu sein, bitte diskutiere fair.
    Welcher »Strohmann«? Ich zitiere doch nur Deine überhebliche Einleitung, mit der Du Dir angemaßt hast, mich über das belehren zu können, worum es in Kants Ethik geht. War womöglich nicht die beste Idee gewesen ...

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Die Frage ist nicht ob ich es unterscheiden kann,
    Doch, um diese Frage ging es beim Ausgangspost von @BigBANG. Kann man die beiden von ihm gemachten Beispiele nach zustimmungsfähigen Kriterien unterscheiden? Antwort: Ja, kann man.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    sondern ob ich es moralisch unterscheiden sollte,
    Das denkst Du Dir halt aus, dass es überhaupt um diese Frage geht.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    und da ist der in der Bringschuld der diese moralische Unterscheidung treffen möchte.
    Du bist hier in einem Forum angemeldet, in dem es bestimmte Regeln sowie eine bestimmte Kultur des Umgangs miteinander gibt. Jeder, der hier mitmacht ist in der Bringschuld, sich permanent selbst zu überprüfen, ob seine eigenen Äußerungen sich an geltendes Recht und Forenregeln halten und sich darüber hinaus im Rahmen der über lange Jahre etablierten LS-Kultur bewegen.

    Du verwechselst hier offenbar etwas. Deine Anmeldung hier bedeutet nicht, dass @BigBANG Dir hier einen Freibrief für jegliche Äußerungen gegeben hat – und er bzw. andere User Dir erst einmal beweisen müsssen, dass es überhaupt so etwas wie einen (moralischen) Unterschied zwischen verschiedenen Formen von Äußerungen gibt, bevor sie von Dir eine Verhaltensänderung einfordern können.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Ich kann klar eine Entscheidung zwischen einer Vergewaltigung in die Vagina und in den After treffen, und es mag sicher Kulturen geben wo die rektale Vergewaltigung als moralisch weniger verwerflich angesehen wird weil sie die Jungfräulichkeit intakt lässt, oder verwerflicher weil Analsex oft schmerzhafter ist. Aber der zugrunde liegende fundamentale Akt des Missbrauch bleibt gleich.
    Das Beispiel trägt nichts zur Sache bei. Ja, es gibt zwischen verschiedenen Kulturräumen Unterschiede bei Unrechtsbestimmungen und Tabus. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es innerhalb eines kulturellen Rahmens klar anerkanntes Unterscheidungen, Grenzen, Tabus und Verbote gibt.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Das Verhalten, von jemandem als Gemeinschaft zu sanktionieren, der seinen Hall of Fame Button auf Mitleid und seinen Rang als Forenmaskottchen nur durch die Disqualifikation seines Gegners erlangen konnte, ist nicht Mal ein Recht, sondern eine moralische Pflicht.
    Jemand anderen zu sanktionieren, ist eine Frage der Berechtigung. Du maßt Dir an, über jemand anderen zu verfügen. Und worauf gründet sich dieses »Recht«? Ach ja, auf Deiner willkürlichen Behauptung, dies sei Deine »moralische Pflicht« als rechtschaffender Teil der Gemeinschaft. Dieser Gedankengang war vor ca. 80 Jahren schon einmal sehr populär in Deutschland ...

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Um auf mein Beispiel mit öffentlich Mastubierenden zurück zu kommen, das Ottengame entspringt der tapferen Verteidigung der sittlichen Ordnung durch eine Gruppe von Mitgliedern von besonderem moralischen Charakter, befeuert durch Wut auf die Enabler im Moderationsteam. Niemand postet gerne witzige Bilder über die hochalkoholische Hilfkraft, aber es ist nun einmal unsere moralische und sittliche Pflicht.
    Ja, was für ein »Mitglied[ ] von besonderem moralischen Charakter« Du bist – und wo es hinführt, wenn man Menschen mit Deinem Denken keinen Einhalt gebietet –, habe ich ja bereits angedeutet. Deine »sittliche Ordnung« besteht darin, dass Du Dir willkürlich herausnimmst, Dich über andere Menschen mit der Anmaßung von moralischer Übelregenheit zu stellen.

    Wie Du nun eindrücklich demonstriert hast, verstehst Du nichts von Kant, von Philosophie und erst Recht hast Du nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, die eigenen Gedanken, Äußerungen und Handlungen einer kritischen moralischen Prüfung zu unterziehen.

    Du hast mich auf jeden Fall überzeugt, dass Du mit Deiner Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Teil des Problems hier im Forum bist.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    auch wenn natürlich ein Diskussion der Abstraktion jenseits der konkreten Situation voll im Geiste Kants steht, so ist intellektuell unehrlich das als Themen fremd ab zu tun.
    Es geht eben nicht allein um die zwei User, sondern um das, wie sich diese »Games« insgesamt und längerfristig auf das Miteinander hier auswirken. Und sprich nicht für den »Geist Kants«. Das steht Dir nicht gut zu Gesicht.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Mein Argument das der Ton Konsequenz und Preis einer weitgehend freien Diskussion im Geiste einer digitalen Agora ist bleibt bestehen.
    Das kannst Du gerne so sehen. Aber ich dann bist Du in diesem Forum nicht am richtigen Ort, wenn Du denkst, dass zu diesen »Konsequenzen« etwa Aufforderungen zum Suizid dazugehören. Lies Dir mal die Nutzungsbedingungen durch. Übrigens dürftest Du hier ganz schnell im strafrechtlich relevanten Bereich liegen – womit sowieso jede Diskussion erledigt sein sollte.

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Du bist doch nur beleidigt weil du zum Equites degradiert wurdest.
    Zum was?

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Das ist keine Frage mehr von Schwanzlänge
    IQ, wahr oder falsch,sondern von verschiedenen Lesarten des selben Texts, ich persönlich kann durch aus von meiner Position entgegen stehenden Ansätzen profitieren und froh hier auch Mal anspruchsvolle Unterhaltung geboten zu bekommen.
    Du hast keine Position. Alles, was Du präsentiert hast, war ein dampfender Haufen inkonsistenter Scheiße, der einzig allein dazu diente, eine »Rechtfertigung« dafür zu liefern, warum es Okay es, so mit Quarker umzugehen, wie Du es tust.

    Ohne Not hast Du zusätzlich zu dieser sehr fragwürdigen Haltung auch noch Überheblichkeit sowie peinliches philosophisches Bruchteilwissen präsentiert.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 23.03.2023 15:59:08 bearbeitet.
  • #342 Lyoner 23 März 2023, 16:09

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Nein, eben gerade nicht. Die Verallgemeinerbarkeit einer Maxime wird daran geprüft, ob sie für alle bzw. möglichst viele Menschen als für alle gültiges Gesetz zustimmungsfähig ist. Geprüft wird eben gerade nicht nach dem Kriterium, ob die Handlungskonsequenzen einer Maxime mir (oder einem Anderen) in einem konkreten Fall gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht.

    Gerade deswegen geht es bei Kant und dem kategorischen Imperativ auch um die Anrerkennung der Gültigkeit von Gesetzen bzw. Prinzipien – und nicht um die Frage, ob mir oder anderen die Anwendung dieser Prinzipien im konkreten Einzelfall dann gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht. Wenn ich das Prinzip anerkenne, muss ich ihm auch dann folgen, wenn mir die Konsewuenzen im Einzelfall gar nicht passen.


    Es geht Kant um eine rationale bzw. vernünftige Begründung einer deontologischen Ethik – wobei das letztlich eine Tautologie darstellt, da philosophisch anspruchsvolle Begründungen stets rational gestaltet sein müssen. Rationalismus (Adjektiv: rationalistisch) ist ein Sammelbegriff für Ansätze der Erkenntnistheorie wie etwa bei Descartes, Leibniz, Wolff oder Baumgarten.


    Das trifft auf den erkenntnistheoretischen Rationalismus bis Kant zu. Kants Theorie der Erkenntnis bricht jedoch explizit mit diesem Paradigma. Kausalität ist bei Kant ein Begriff bzw. eine Funktion des Verstandes, mit dessen Hilfe empirische Gehalte angeordnet und erfasst werden.


    Kant reagiert in seinen Kritiken auf eine ganze Reihe von Problemen und Entwicklungen. Wenn man eine herausheben möchte, ist dies weniger der Utilitarismus, sondern in erster Linie der Siegeszug der empirischen (Natur-)Wissenschaft und vor allem die in ihnen angelegte Metaphysikkritik.


    Kant führt bzgl. Erkenntnistheorie eine grundlgende Korrektur rationalistischer Engführungen vor. Das ist jedoch etwas anderes als den Rationalismus vor sich selbst zu retten.


    Jetzt springst Du von der Erkenntnistheorie zur Ethik. In der Erkentnnistheorie bezeichnet Kant selbst (in der Vorrede zur KrV) seine Synthese von Rationalismus und Empirismus als »Revolution der Denkungsart«. Und in der Ethik entspricht dieser Synthese – strukturanalog – diejenige von Sollens- und Tugendethik/Eudaimonismus. – Es ergibt keinen Sinn, diese beiden jeweils revolutionären Ansätze in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen gegeneinander auszuspielen.


    Das muss Kant nicht »eingestehen«, sondern ist geradezu eines der Herzstücke seiner drei Kritiken. Es geht u.a. darum, welche metaphysischen Lehrsätze der Deutschen Schulphilosophie angesichts philosophischer Grundatzkritik im Sinne Kants noch Bestand haben können. Und wenn ja, in welcher Weise.


    Welcher »Strohmann«? Ich zitiere doch nur Deine überhebliche Einleitung, mit der Du Dir angemaßt hast, mich über das belehren zu können, worum es in Kants Ethik geht. War womöglich nicht die beste Idee gewesen ...


    Doch, um diese Frage ging es beim Ausgangspost von @BigBANG. Kann man die beiden von ihm gemachten Beispiele nach zustimmungsfähigen Kriterien unterscheiden? Antwort: Ja, kann man.


    Das denkst Du Dir halt aus, dass es überhaupt um diese Frage geht.


    Du bist hier in einem Forum angemeldet, in dem es bestimmte Regeln sowie eine bestimmte Kultur des Umgangs miteinander gibt. Jeder, der hier mitmacht ist in der Bringschuld, sich permanent selbst zu überprüfen, ob seine eigenen Äußerungen sich an geltendes Recht und Forenregeln halten und sich darüber hinaus im Rahmen der über lange Jahre etablierten LS-Kultur bewegen.

    Du verwechselst hier offenbar etwas. Deine Anmeldung hier bedeutet nicht, dass @BigBANG Dir hier einen Freibrief für jegliche Äußerungen gegeben hat – und er bzw. andere User Dir erst einmal beweisen müsssen, dass es überhaupt so etwas wie einen (moralischen) Unterschied zwischen verschiedenen Formen von Äußerungen gibt, bevor sie von Dir eine Verhaltensänderung einfordern können.


    Das Beispiel trägt nichts zur Sache bei. Ja, es gibt zwischen verschiedenen Kulturräumen Unterschiede bei Unrechtsbestimmungen und Tabus. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es innerhalb eines kulturellen Rahmens klar anerkanntes Unterscheidungen, Grenzen, Tabus und Verbote gibt.


    Jemand anderen zu sanktionieren, ist eine Frage der Berechtigung. Du maßt Dir an, über jemand anderen zu verfügen. Und worauf gründet sich dieses »Recht«? Ach ja, auf Deiner willkürlichen Behauptung, dies sei Deine »moralische Pflicht« als rechtschaffender Teil der Gemeinschaft. Dieser Gedankengang war vor ca. 80 Jahren schon einmal sehr populär in Deutschland ...


    Ja, was für ein »Mitglied[ ] von besonderem moralischen Charakter« Du bist – und wo es hinführt, wenn man Menschen mit Deinem Denken keinen Einhalt gebietet –, habe ich ja bereits angedeutet. Deine »sittliche Ordnung« besteht darin, dass Du Dir willkürlich herausnimmst, Dich über andere Menschen mit der Anmaßung von moralischer Übelregenheit zu stellen.

    Wie Du nun eindrücklich demonstriert hast, verstehst Du nichts von Kant, von Philosophie und erst Recht hast Du nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, die eigenen Gedanken, Äußerungen und Handlungen einer kritischen moralischen Prüfung zu unterziehen.

    Du hast mich auf jeden Fall überzeugt, dass Du mit Deiner Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Teil des Problems hier im Forum bist.


    Es geht eben nicht allein um die zwei User, sondern um das, wie sich diese »Games« insgesamt und längerfristig auf das Miteinander hier auswirken. Und sprich nicht für den »Geist Kants«. Das steht Dir nicht gut zu Gesicht.


    Das kannst Du gerne so sehen. Aber ich dann bist Du in diesem Forum nicht am richtigen Ort, wenn Du denkst, dass zu diesen »Konsequenzen« etwa Aufforderungen zum Suizid dazugehören. Lies Dir mal die Nutzungsbedingungen durch. Übrigens dürftest Du hier ganz schnell im strafrechtlich relevanten Bereich liegen – womit sowieso jede Diskussion erledigt sein sollte.


    Zum was?


    Du hast keine Position. Alles, was Du präsentiert hast, war ein dampfender Haufen inkonsistenter Scheiße, der einzig allein dazu diente, eine »Rechtfertigung« dafür zu liefern, warum es Okay es, so mit Quarker umzugehen, wie Du es tust.

    Ohne Not hast Du zusätzlich zu dieser sehr fragwürdigen Haltung auch noch Überheblichkeit sowie peinliches philosophisches Bruchteilwissen präsentiert.

    chatgpt, schreib mir eine zusammenfassung dieses posts in maximal 20 worten

  • #343 GeneralEchsenbischof 23 März 2023, 16:13

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Nein, eben gerade nicht. Die Verallgemeinerbarkeit einer Maxime wird daran geprüft, ob sie für alle bzw. möglichst viele Menschen als für alle gültiges Gesetz zustimmungsfähig ist. Geprüft wird eben gerade nicht nach dem Kriterium, ob die Handlungskonsequenzen einer Maxime mir (oder einem Anderen) in einem konkreten Fall gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht.

    Gerade deswegen geht es bei Kant und dem kategorischen Imperativ auch um die Anrerkennung der Gültigkeit von Gesetzen bzw. Prinzipien – und nicht um die Frage, ob mir oder anderen die Anwendung dieser Prinzipien im konkreten Einzelfall dann gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht. Wenn ich das Prinzip anerkenne, muss ich ihm auch dann folgen, wenn mir die Konsewuenzen im Einzelfall gar nicht passen.


    Es geht Kant um eine rationale bzw. vernünftige Begründung einer deontologischen Ethik – wobei das letztlich eine Tautologie darstellt, da philosophisch anspruchsvolle Begründungen stets rational gestaltet sein müssen. Rationalismus (Adjektiv: rationalistisch) ist ein Sammelbegriff für Ansätze der Erkenntnistheorie wie etwa bei Descartes, Leibniz, Wolff oder Baumgarten.


    Das trifft auf den erkenntnistheoretischen Rationalismus bis Kant zu. Kants Theorie der Erkenntnis bricht jedoch explizit mit diesem Paradigma. Kausalität ist bei Kant ein Begriff bzw. eine Funktion des Verstandes, mit dessen Hilfe empirische Gehalte angeordnet und erfasst werden.


    Kant reagiert in seinen Kritiken auf eine ganze Reihe von Problemen und Entwicklungen. Wenn man eine herausheben möchte, ist dies weniger der Utilitarismus, sondern in erster Linie der Siegeszug der empirischen (Natur-)Wissenschaft und vor allem die in ihnen angelegte Metaphysikkritik.


    Kant führt bzgl. Erkenntnistheorie eine grundlgende Korrektur rationalistischer Engführungen vor. Das ist jedoch etwas anderes als den Rationalismus vor sich selbst zu retten.


    Jetzt springst Du von der Erkenntnistheorie zur Ethik. In der Erkentnnistheorie bezeichnet Kant selbst (in der Vorrede zur KrV) seine Synthese von Rationalismus und Empirismus als »Revolution der Denkungsart«. Und in der Ethik entspricht dieser Synthese – strukturanalog – diejenige von Sollens- und Tugendethik/Eudaimonismus. – Es ergibt keinen Sinn, diese beiden jeweils revolutionären Ansätze in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen gegeneinander auszuspielen.


    Das muss Kant nicht »eingestehen«, sondern ist geradezu eines der Herzstücke seiner drei Kritiken. Es geht u.a. darum, welche metaphysischen Lehrsätze der Deutschen Schulphilosophie angesichts philosophischer Grundatzkritik im Sinne Kants noch Bestand haben können. Und wenn ja, in welcher Weise.


    Welcher »Strohmann«? Ich zitiere doch nur Deine überhebliche Einleitung, mit der Du Dir angemaßt hast, mich über das belehren zu können, worum es in Kants Ethik geht. War womöglich nicht die beste Idee gewesen ...


    Doch, um diese Frage ging es beim Ausgangspost von @BigBANG. Kann man die beiden von ihm gemachten Beispiele nach zustimmungsfähigen Kriterien unterscheiden? Antwort: Ja, kann man.


    Das denkst Du Dir halt aus, dass es überhaupt um diese Frage geht.


    Du bist hier in einem Forum angemeldet, in dem es bestimmte Regeln sowie eine bestimmte Kultur des Umgangs miteinander gibt. Jeder, der hier mitmacht ist in der Bringschuld, sich permanent selbst zu überprüfen, ob seine eigenen Äußerungen sich an geltendes Recht und Forenregeln halten und sich darüber hinaus im Rahmen der über lange Jahre etablierten LS-Kultur bewegen.

    Du verwechselst hier offenbar etwas. Deine Anmeldung hier bedeutet nicht, dass @BigBANG Dir hier einen Freibrief für jegliche Äußerungen gegeben hat – und er bzw. andere User Dir erst einmal beweisen müsssen, dass es überhaupt so etwas wie einen (moralischen) Unterschied zwischen verschiedenen Formen von Äußerungen gibt, bevor sie von Dir eine Verhaltensänderung einfordern können.


    Das Beispiel trägt nichts zur Sache bei. Ja, es gibt zwischen verschiedenen Kulturräumen Unterschiede bei Unrechtsbestimmungen und Tabus. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es innerhalb eines kulturellen Rahmens klar anerkanntes Unterscheidungen, Grenzen, Tabus und Verbote gibt.


    Jemand anderen zu sanktionieren, ist eine Frage der Berechtigung. Du maßt Dir an, über jemand anderen zu verfügen. Und worauf gründet sich dieses »Recht«? Ach ja, auf Deiner willkürlichen Behauptung, dies sei Deine »moralische Pflicht« als rechtschaffender Teil der Gemeinschaft. Dieser Gedankengang war vor ca. 80 Jahren schon einmal sehr populär in Deutschland ...


    Ja, was für ein »Mitglied[ ] von besonderem moralischen Charakter« Du bist – und wo es hinführt, wenn man Menschen mit Deinem Denken keinen Einhalt gebietet –, habe ich ja bereits angedeutet. Deine »sittliche Ordnung« besteht darin, dass Du Dir willkürlich herausnimmst, Dich über andere Menschen mit der Anmaßung von moralischer Übelregenheit zu stellen.

    Wie Du nun eindrücklich demonstriert hast, verstehst Du nichts von Kant, von Philosophie und erst Recht hast Du nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, die eigenen Gedanken, Äußerungen und Handlungen einer kritischen moralischen Prüfung zu unterziehen.

    Du hast mich auf jeden Fall überzeugt, dass Du mit Deiner Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Teil des Problems hier im Forum bist.


    Es geht eben nicht allein um die zwei User, sondern um das, wie sich diese »Games« insgesamt und längerfristig auf das Miteinander hier auswirken. Und sprich nicht für den »Geist Kants«. Das steht Dir nicht gut zu Gesicht.


    Das kannst Du gerne so sehen. Aber ich dann bist Du in diesem Forum nicht am richtigen Ort, wenn Du denkst, dass zu diesen »Konsequenzen« etwa Aufforderungen zum Suizid dazugehören. Lies Dir mal die Nutzungsbedingungen durch. Übrigens dürftest Du hier ganz schnell im strafrechtlich relevanten Bereich liegen – womit sowieso jede Diskussion erledigt sein sollte.


    Zum was?


    Du hast keine Position. Alles, was Du präsentiert hast, war ein dampfender Haufen inkonsistenter Scheiße, der einzig allein dazu diente, eine »Rechtfertigung« dafür zu liefern, warum es Okay es, so mit Quarker umzugehen, wie Du es tust.

    Ohne Not hast Du zusätzlich zu dieser sehr fragwürdigen Haltung auch noch Überheblichkeit sowie peinliches philosophisches Bruchteilwissen präsentiert.
    halt doch einfach die fresse wenn du keinen blan vom leben hast du angeber

  • #344 FeelgoodManager 23 März 2023, 16:20

    prof hase hat keine nase

  • #345 Mettigel Hawaii 23 März 2023, 16:31

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Nein, eben gerade nicht. Die Verallgemeinerbarkeit einer Maxime wird daran geprüft, ob sie für alle bzw. möglichst viele Menschen als für alle gültiges Gesetz zustimmungsfähig ist. Geprüft wird eben gerade nicht nach dem Kriterium, ob die Handlungskonsequenzen einer Maxime mir (oder einem Anderen) in einem konkreten Fall gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht.

    Gerade deswegen geht es bei Kant und dem kategorischen Imperativ auch um die Anrerkennung der Gültigkeit von Gesetzen bzw. Prinzipien – und nicht um die Frage, ob mir oder anderen die Anwendung dieser Prinzipien im konkreten Einzelfall dann gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht. Wenn ich das Prinzip anerkenne, muss ich ihm auch dann folgen, wenn mir die Konsewuenzen im Einzelfall gar nicht passen.


    Es geht Kant um eine rationale bzw. vernünftige Begründung einer deontologischen Ethik – wobei das letztlich eine Tautologie darstellt, da philosophisch anspruchsvolle Begründungen stets rational gestaltet sein müssen. Rationalismus (Adjektiv: rationalistisch) ist ein Sammelbegriff für Ansätze der Erkenntnistheorie wie etwa bei Descartes, Leibniz, Wolff oder Baumgarten.


    Das trifft auf den erkenntnistheoretischen Rationalismus bis Kant zu. Kants Theorie der Erkenntnis bricht jedoch explizit mit diesem Paradigma. Kausalität ist bei Kant ein Begriff bzw. eine Funktion des Verstandes, mit dessen Hilfe empirische Gehalte angeordnet und erfasst werden.


    Kant reagiert in seinen Kritiken auf eine ganze Reihe von Problemen und Entwicklungen. Wenn man eine herausheben möchte, ist dies weniger der Utilitarismus, sondern in erster Linie der Siegeszug der empirischen (Natur-)Wissenschaft und vor allem die in ihnen angelegte Metaphysikkritik.


    Kant führt bzgl. Erkenntnistheorie eine grundlgende Korrektur rationalistischer Engführungen vor. Das ist jedoch etwas anderes als den Rationalismus vor sich selbst zu retten.


    Jetzt springst Du von der Erkenntnistheorie zur Ethik. In der Erkentnnistheorie bezeichnet Kant selbst (in der Vorrede zur KrV) seine Synthese von Rationalismus und Empirismus als »Revolution der Denkungsart«. Und in der Ethik entspricht dieser Synthese – strukturanalog – diejenige von Sollens- und Tugendethik/Eudaimonismus. – Es ergibt keinen Sinn, diese beiden jeweils revolutionären Ansätze in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen gegeneinander auszuspielen.


    Das muss Kant nicht »eingestehen«, sondern ist geradezu eines der Herzstücke seiner drei Kritiken. Es geht u.a. darum, welche metaphysischen Lehrsätze der Deutschen Schulphilosophie angesichts philosophischer Grundatzkritik im Sinne Kants noch Bestand haben können. Und wenn ja, in welcher Weise.


    Welcher »Strohmann«? Ich zitiere doch nur Deine überhebliche Einleitung, mit der Du Dir angemaßt hast, mich über das belehren zu können, worum es in Kants Ethik geht. War womöglich nicht die beste Idee gewesen ...


    Doch, um diese Frage ging es beim Ausgangspost von @BigBANG. Kann man die beiden von ihm gemachten Beispiele nach zustimmungsfähigen Kriterien unterscheiden? Antwort: Ja, kann man.


    Das denkst Du Dir halt aus, dass es überhaupt um diese Frage geht.


    Du bist hier in einem Forum angemeldet, in dem es bestimmte Regeln sowie eine bestimmte Kultur des Umgangs miteinander gibt. Jeder, der hier mitmacht ist in der Bringschuld, sich permanent selbst zu überprüfen, ob seine eigenen Äußerungen sich an geltendes Recht und Forenregeln halten und sich darüber hinaus im Rahmen der über lange Jahre etablierten LS-Kultur bewegen.

    Du verwechselst hier offenbar etwas. Deine Anmeldung hier bedeutet nicht, dass @BigBANG Dir hier einen Freibrief für jegliche Äußerungen gegeben hat – und er bzw. andere User Dir erst einmal beweisen müsssen, dass es überhaupt so etwas wie einen (moralischen) Unterschied zwischen verschiedenen Formen von Äußerungen gibt, bevor sie von Dir eine Verhaltensänderung einfordern können.


    Das Beispiel trägt nichts zur Sache bei. Ja, es gibt zwischen verschiedenen Kulturräumen Unterschiede bei Unrechtsbestimmungen und Tabus. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es innerhalb eines kulturellen Rahmens klar anerkanntes Unterscheidungen, Grenzen, Tabus und Verbote gibt.


    Jemand anderen zu sanktionieren, ist eine Frage der Berechtigung. Du maßt Dir an, über jemand anderen zu verfügen. Und worauf gründet sich dieses »Recht«? Ach ja, auf Deiner willkürlichen Behauptung, dies sei Deine »moralische Pflicht« als rechtschaffender Teil der Gemeinschaft. Dieser Gedankengang war vor ca. 80 Jahren schon einmal sehr populär in Deutschland ...


    Ja, was für ein »Mitglied[ ] von besonderem moralischen Charakter« Du bist – und wo es hinführt, wenn man Menschen mit Deinem Denken keinen Einhalt gebietet –, habe ich ja bereits angedeutet. Deine »sittliche Ordnung« besteht darin, dass Du Dir willkürlich herausnimmst, Dich über andere Menschen mit der Anmaßung von moralischer Übelregenheit zu stellen.

    Wie Du nun eindrücklich demonstriert hast, verstehst Du nichts von Kant, von Philosophie und erst Recht hast Du nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, die eigenen Gedanken, Äußerungen und Handlungen einer kritischen moralischen Prüfung zu unterziehen.

    Du hast mich auf jeden Fall überzeugt, dass Du mit Deiner Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Teil des Problems hier im Forum bist.


    Es geht eben nicht allein um die zwei User, sondern um das, wie sich diese »Games« insgesamt und längerfristig auf das Miteinander hier auswirken. Und sprich nicht für den »Geist Kants«. Das steht Dir nicht gut zu Gesicht.


    Das kannst Du gerne so sehen. Aber ich dann bist Du in diesem Forum nicht am richtigen Ort, wenn Du denkst, dass zu diesen »Konsequenzen« etwa Aufforderungen zum Suizid dazugehören. Lies Dir mal die Nutzungsbedingungen durch. Übrigens dürftest Du hier ganz schnell im strafrechtlich relevanten Bereich liegen – womit sowieso jede Diskussion erledigt sein sollte.


    Zum was?


    Du hast keine Position. Alles, was Du präsentiert hast, war ein dampfender Haufen inkonsistenter Scheiße, der einzig allein dazu diente, eine »Rechtfertigung« dafür zu liefern, warum es Okay es, so mit Quarker umzugehen, wie Du es tust.

    Ohne Not hast Du zusätzlich zu dieser sehr fragwürdigen Haltung auch noch Überheblichkeit sowie peinliches philosophisches Bruchteilwissen präsentiert.

  • Mod/RDW
    #346 Kenny F. Powers 23 März 2023, 16:44

    Versuche seit Tagen die letzten 10 Seiten nachzulesen.
    Schaffe es aber nicht einen ausreichenden Pegel zu erreichen, um das zu ertragen.

    maxresdefault.jpg

    Traurige chorweiler geräusche

  • #347 GeneralEchsenbischof 23 März 2023, 17:40

    Zitat von: Kens Anus

    Versuche seit Tagen die letzten 10 Seiten nachzulesen.
    Schaffe es aber nicht einen ausreichenden Pegel zu erreichen, um das zu ertragen.

    maxresdefault.jpg

    Traurige chorweiler geräusche
    lass es

    bringt dir nix


    ich hab alles abfotografiert und habs im drachenfadne zusammengfasst ;)

  • #348 Birdlawyer-24/7 reloaded 23 März 2023, 18:04

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Nein, eben gerade nicht. Die Verallgemeinerbarkeit einer Maxime wird daran geprüft, ob sie für alle bzw. möglichst viele Menschen als für alle gültiges Gesetz zustimmungsfähig ist. Geprüft wird eben gerade nicht nach dem Kriterium, ob die Handlungskonsequenzen einer Maxime mir (oder einem Anderen) in einem konkreten Fall gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht.
    Es geht doch nicht um Zustimmungsfähigkeit im Sinne eines kollektiven Willen. Das mag man mit viel Phantasie aus der der Selbstzweckformel raus lesen können, es geht hier nicht um Zustimmung sondern um die Schaffung eines idealen Ethischen Gerüst, was besonders an der Naturgesetz und der Reich-der-Zweckeformel deutlich wird.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Gerade deswegen geht es bei Kant und dem kategorischen Imperativ auch um die Anrerkennung der Gültigkeit von Gesetzen bzw. Prinzipien – und nicht um die Frage, ob mir oder anderen die Anwendung dieser Prinzipien im konkreten Einzelfall dann gerade zustimmungsfähig erscheinen oder nicht. Wenn ich das Prinzip anerkenne, muss ich ihm auch dann folgen, wenn mir die Konsewuenzen im Einzelfall gar nicht passen.
    Jipp denn ich habe die Verhaltensmaxime ja zuvor auf ihre letzte Konsequenz geprüft. Im Sinne von Auge um Auge lässt die Welt erblinden. Also eine Ablehnung von Rache weil die zu einer endlos Schleife führt die schlussendlich selbstzerstörerisch ist. Dieses durch iterieren zur letzten Konsequenz ist natürlich konsequenzialistisch. Verzichte also lediglich auf die Prüfung der Konsenquenzen in der individuellen Situation.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Es geht Kant um eine rationale bzw. vernünftige Begründung einer deontologischen Ethik – wobei das letztlich eine Tautologie darstellt, da philosophisch anspruchsvolle Begründungen stets rational gestaltet sein müssen. Rationalismus (Adjektiv: rationalistisch) ist ein Sammelbegriff für Ansätze der Erkenntnistheorie wie etwa bei Descartes, Leibniz, Wolff oder Baumgarten.
    Wenn wir Logik und Rationalität gleichsetzen, wie Bentham, Spock und in Teilen Mill...

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Das trifft auf den erkenntnistheoretischen Rationalismus bis Kant zu. Kants Theorie der Erkenntnis bricht jedoch explizit mit diesem Paradigma. Kausalität ist bei Kant ein Begriff bzw. eine Funktion des Verstandes, mit dessen Hilfe empirische Gehalte angeordnet und erfasst werden.


    Kant reagiert in seinen Kritiken auf eine ganze Reihe von Problemen und Entwicklungen. Wenn man eine herausheben möchte, ist dies weniger der Utilitarismus, sondern in erster Linie der Siegeszug der empirischen (Natur-)Wissenschaft und vor allem die in ihnen angelegte Metaphysikkritik.

    Das in den Naturwissenschaften ansich eine Kritik der Metaphysik eine Kritik der Metaphysik angelegt sein soll halte ich für schwierig haltbar, vor allem wenn man bedenkt im 17ten und frühen 18ten Jahrhundert Naturwissenschaften und Metaphysik Hand in Hand gingen, ob Isaac Newton oder Giordano Bruno, viele Pioniere der Naturwissenschaften waren zumindest im Nebengewerbe Zauberer, da projezierst du den Positivismus auf anachronistische Weise nach hinten.

    Die Religionskritik der Aufklärung fußt imho eher in dem Aufstieg einer administrativen Klasse, jenseits des Klerus, im Zuge der etnstehenden Nationalstaaten.

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Kant führt bzgl. Erkenntnistheorie eine grundlgende Korrektur rationalistischer Engführungen vor. Das ist jedoch etwas anderes als den Rationalismus vor sich selbst zu retten.

    Habe da vllt undeutlich verkürzt, es geht hier mehr um die unteranderem von Adorno und Ahrendt gezeichnete Regressionsgrade von Bentham nach Ausschwitz. Quasi die erbarmungslose Mathematik des "größeren Guten" welcher Kant ja wiederspricht.

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Jetzt springst Du von der Erkenntnistheorie zur Ethik. In der Erkentnnistheorie bezeichnet Kant selbst (in der Vorrede zur KrV) seine Synthese von Rationalismus und Empirismus als »Revolution der Denkungsart«. Und in der Ethik entspricht dieser Synthese – strukturanalog – diejenige von Sollens- und Tugendethik/Eudaimonismus. – Es ergibt keinen Sinn, diese beiden jeweils revolutionären Ansätze in unterschiedlichen philosophischen Teildisziplinen gegeneinander auszuspielen.
    Der kategorische Imperativ als eine moralische Heuristik, ist natürlich in der Erkenntnistheorie verwurzelt, hier einen Kategorien Fehler zu unterstellen ist prepperesk.

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Das muss Kant nicht »eingestehen«, sondern ist geradezu eines der Herzstücke seiner drei Kritiken. Es geht u.a. darum, welche metaphysischen Lehrsätze der Deutschen Schulphilosophie angesichts philosophischer Grundsatzkritik im Sinne Kants noch Bestand haben können. Und wenn ja, in welcher Weise.
    Wenn man jedoch die Absicht einer rein durch die Vernunft und das vernunftbegabte Wesen begründete Ethik zugrunde legt, dann ist das Eingeständnis das jede Ethik eine metaphysische Komponente benötigt, eine Lücke in der Begründung einer solchen Vernunftehtik. Es käuft auf Dostojewskis "Wenn es keinen Gott gibt,ist alles erlaubt hinaus."
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Welcher »Strohmann«? Ich zitiere doch nur Deine überhebliche Einleitung, mit der Du Dir angemaßt hast, mich über das belehren zu können, worum es in Kants Ethik geht. War womöglich nicht die beste Idee gewesen ...
    Habe ich irgendwo behauptet ein großer Kantkenner zu sein? Ich habe behauptet das du dich nicht intensiv genug mit der kantchen Ethik beschäftigt hast um die Richtigkeit und Wichtigkeit des Ottengames zu erkennen. Das du diese nicht erkennst hast ja durchaus zum Ausdruck gebracht.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Doch, um diese Frage ging es beim Ausgangspost von @BigBANG. Kann man die beiden von ihm gemachten Beispiele nach zustimmungsfähigen Kriterien unterscheiden? Antwort: Ja, kann man.

    Fragen der Ethik sind jedoch eigentlich immer Fragen des "sollen"?
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Das denkst Du Dir halt aus, dass es überhaupt um diese Frage geht.
    Ne kom, welche User sehen sich denn hier einem übermäßigen Maß an Anfeindung aus gesetzt?

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Du bist hier in einem Forum angemeldet, in dem es bestimmte Regeln sowie eine bestimmte Kultur des Umgangs miteinander gibt. Jeder, der hier mitmacht ist in der Bringschuld, sich permanent selbst zu überprüfen, ob seine eigenen Äußerungen sich an geltendes Recht und Forenregeln halten und sich darüber hinaus im Rahmen der über lange Jahre etablierten LS-Kultur bewegen.

    Du verwechselst hier offenbar etwas. Deine Anmeldung hier bedeutet nicht, dass @BigBANG Dir hier einen Freibrief für jegliche Äußerungen gegeben hat – und er bzw. andere User Dir erst einmal beweisen müsssen, dass es überhaupt so etwas wie einen (moralischen) Unterschied zwischen verschiedenen Formen von Äußerungen gibt, bevor sie von Dir eine Verhaltensänderung einfordern können.
    Die Community bestand schon vor diesem Forum, wer ein Forum für diese Community zur Verfügung stellt ist daher schon implizit an die Regeln und Traditionen dieser Community gebunden. Der Widerstand vieler alt eingesessener Mitglieder gegen die Löschungen und Sperrungen zeigen das.


    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Das Beispiel trägt nichts zur Sache bei. Ja, es gibt zwischen verschiedenen Kulturräumen Unterschiede bei Unrechtsbestimmungen und Tabus. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es innerhalb eines kulturellen Rahmens klar anerkanntes Unterscheidungen, Grenzen, Tabus und Verbote gibt.

    Doch! Weil du hier für die Abschaffung einer geheiligten und höchst ehrenwerten Tradition argumentierst, mit dem Anspruch die Tradition müsste über ihren Status als Tradition gerecht fertig werden, dich jedoch selbst weigerst konsistente Argumente gegen diese Tradition vor zu bringen.

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Jemand anderen zu sanktionieren, ist eine Frage der Berechtigung. Du maßt Dir an, über jemand anderen zu verfügen. Und worauf gründet sich dieses »Recht«? Ach ja, auf Deiner willkürlichen Behauptung, dies sei Deine »moralische Pflicht« als rechtschaffender Teil der Gemeinschaft. Dieser Gedankengang war vor ca. 80 Jahren schon einmal sehr populär in Deutschland ...

    Die Berechtigung anstößiges Verhalten zu sanktionieren, ist jedem Menschen zu eigen, in einer komplexen Gesellschaft verzichten wir jedoch darauf unsere Konflikte selbst bei zu legen, in dem wir die strafende Gewalt an staatliche Institutionen delegieren. Wo diese Institutionen abwesend sind fällt diese Verantwortung an die Gemeinschaft zurück.

    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Ja, was für ein »Mitglied[ ] von besonderem moralischen Charakter« Du bist – und wo es hinführt, wenn man Menschen mit Deinem Denken keinen Einhalt gebietet –, habe ich ja bereits angedeutet. Deine »sittliche Ordnung« besteht darin, dass Du Dir willkürlich herausnimmst, Dich über andere Menschen mit der Anmaßung von moralischer Übelregenheit zu stellen.
    Ich habe nicht das Gefühl das Nazi in dieser Community ein Schimpfwort ist ...

    Der Vorwurf der willkür ist absurd, ich verzichte hier ledigt die unzähligen Rechtfertigungs WoTs zu reproduzieren.

  • #349 Birdlawyer-24/7 reloaded 23 März 2023, 18:05

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Wie Du nun eindrücklich demonstriert hast, verstehst Du nichts von Kant, von Philosophie und erst Recht hast Du nicht den Schimmer einer Ahnung, was es bedeutet, die eigenen Gedanken, Äußerungen und Handlungen einer kritischen moralischen Prüfung zu unterziehen.

    Du hast mich auf jeden Fall überzeugt, dass Du mit Deiner Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Teil des Problems hier im Forum bist.
    Gerade der Vorwurf der Selbstgerechtigkeit ist absurd, wenn die von mir hier vertretenen Anschauungen rein individuell wäre gäbe es keine Games.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Es geht eben nicht allein um die zwei User, sondern um das, wie sich diese »Games« insgesamt und längerfristig auf das Miteinander hier auswirken. Und sprich nicht für den »Geist Kants«. Das steht Dir nicht gut zu Gesicht.
    Also spielen jetzt Konsequenzen doch eine Rolle in Kants Ethik?
    Was sich wirklich als toxisch erweist ist die Repression, viele User sehen ihre stolzen Traditionen mit Füßen getreten.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Das kannst Du gerne so sehen. Aber ich dann bist Du in diesem Forum nicht am richtigen Ort, wenn Du denkst, dass zu diesen »Konsequenzen« etwa Aufforderungen zum Suizid dazugehören. Lies Dir mal die Nutzungsbedingungen durch. Übrigens dürftest Du hier ganz schnell im strafrechtlich relevanten Bereich liegen – womit sowieso jede Diskussion erledigt sein sollte.
    Ja okay nur das es ja nicht um eine Aufforderung ging sondern um ein Pro/Kontra Argument.
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Zum was?
    Dann ließ doch einfach den Schlochenlord Faden..
    Zitat von: ProfessorSchnabel
    Du hast keine Position. Alles, was Du präsentiert hast, war ein dampfender Haufen inkonsistenter Scheiße, der einzig allein dazu diente, eine »Rechtfertigung« dafür zu liefern, warum es Okay es, so mit Quarker umzugehen, wie Du es tust.

    Ohne Not hast Du zusätzlich zu dieser sehr fragwürdigen Haltung auch noch Überheblichkeit sowie peinliches philosophisches Bruchteilwissen präsentiert.

    Seit Aristoteles gilt das unreflektierte reproduzieren des Auswendiggelernten als Krone der Gelehrsamkeit..
    Argumentativ wäre es natürlich sinnvoller Widersprüche auf zu zeigen statt Autoritäts und Ad homini Argumente abzuspulen ...

    Dieser Beitrag wurde von Birdlawyer-24/7 reloaded am 23.03.2023 18:10:56 bearbeitet.
  • #350 Shai Segal 23 März 2023, 18:21

    Meine Güte, das Original hat schon keiner gelesen der sich hinterher nicht selbst kastriert hat. Und jetzt das hier.

  • Mod/RDW
    #351 BigBANG 23 März 2023, 18:29

    Tl; dr:
    @ProfessorSchnabel exposed @Birdlawyer-24/7 reloaded's Scharlatanerie.
    Da hier jedoch die Meisten retardiert sind, wird beides als „wall of text“ deklariert und als ebenbürtiger Kampf wahrgenommen.

  • #352 Faustficker 23 März 2023, 19:10

    Zitat von: BigBANG

    Tl; dr:
    @ProfessorSchnabel exposed @Birdlawyer-24/7 reloaded's Scharlatanerie.
    Da hier jedoch die Meisten retardiert sind, wird beides als „wall of text“ deklariert und als ebenbürtiger Kampf wahrgenommen.
    Eigentlich ist es so, dass es die meisten erst gar nicht lesen.

  • Mod/RDW
    #353 Sylvester 23 März 2023, 19:13

    Manchmal glaub ich der @Birdlawyer-24/7 reloaded ist Emma di Lipsia.

  • #354 Deleted member 1212 23 März 2023, 19:28

    Der Vogelanwalt hat nen harten Rape kassiert.

  • #355 Faustficker 23 März 2023, 19:28

    Manchmal glaub ich, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

  • #356 Mœtorradhaider 23 März 2023, 19:57

    Das macht echt betroffen, dass der gute Schnabel hier erst 10 WoTs reinscheißen musste damit auch der Letzte rafft, dass dieser Birdlawyer nur Unsinn verzapft. Der ist ja nicht umsonst eines der meist ignorierten Mitglieder hier, knapp hinter Kredithai (Rest in pieces) und emailgo.

  • #357 Faustficker 23 März 2023, 20:00

    Zitat von: Mœtorradhaider

    Das macht echt betroffen, dass der gute Schnabel hier erst 10 WoTs reinscheißen musste damit auch der Letzte rafft, dass dieser Birdlawyer nur Unsinn verzapft. Der ist ja nicht umsonst eines der meist ignorierten Mitglieder hier, knapp hinter Kredithai (Rest in pieces) und emailgo.
    MEME

    Verteidigt den Kaschber, der die meisten User ignoriert bzw. ignoriert wird.

    Komm, lutsch wieder an irgendeinem Auspuff du kleine Ratte.

  • #358 Birdlawyer-24/7 reloaded 23 März 2023, 20:02

    Zitat von: SPQR

    Der Vogelanwalt hat nen harten Rape kassiert.
    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded
    Habe ich irgendwo behauptet ein großer Kantkenner zu sein? Ich habe behauptet das du dich nicht intensiv genug mit der kantchen Ethik beschäftigt hast um die Richtigkeit und Wichtigkeit des Ottengames zu erkennen. Das du diese nicht erkennst hast ja durchaus zum Ausdruck gebracht.

    @ProfessorSchnabel hat wortreich die Inneren Widersprüche der kantchen Ethik verteidigt aber die zentrale These meines Ursprungsposts in keiner Weise wiederlegt.

  • Mod/RDW
    #359 Kenny F. Powers 23 März 2023, 20:04

    Zitat von: Birdlawyer-24/7 reloaded

    kantchen
    Kantchen klein ging allein

  • #360 Mettigel Hawaii 23 März 2023, 20:04

    Zitat von: Mœtorradhaider

    Das macht echt betroffen, dass der gute Schnabel hier erst 10 WoTs reinscheißen musste damit auch der Letzte rafft, dass dieser Birdlawyer nur Unsinn verzapft. Der ist ja nicht umsonst eines der meist ignorierten Mitglieder hier, knapp hinter Kredithai (Rest in pieces) und emailgo.
    Irgendwie fällst du in diesem Forum ausschließlich dadurch auf, dass du in jedem deiner Posts angesehene Mitglieder angehst oder vermeintlich Dinge „feststellst“.
    Dazu spielst du dich als Mobbingjesus auf, hast aber ein Winklerbild drin und nennst dich selbst Haider.

    Du bist wirklich ein ganz seltsamer Kauz.

LSMaxx