#7194
Himmelstoß Offiziell
24 Aug. 2024, 13:11
Zitat von: Stinkachu
Habe vorsichtig angemerkt, dass das Spender und Empfänger Matching ja nicht gerade trivial ist und man braucht eine richtige Infrastruktur dahinter. Schwer vorstellbar, dass man sowas aufziehen kann.
Gab es alles schon mal, auch bei uns in Europa, nämlich im Kosovo mit überwiegend Serben als Opfern. Das Thema ist nicht unbedingt bekannt und es gibt starke Indizien dafür, dass man diesen Scheiß mit dem Wissen hoher Funktionäre aus der westlichen Welt gewähren ließ
Der Artikel ist lang und ausführlich, für den muss man sich also Zeit nehmen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt
Zitat:
- Gelbes Haus als Ort der Gefangenenselektion für den Organhandel: Der Europarat-Bericht geht gestützt auf Zeugenaussagen davon aus, dass das Gelbe Haus in der Nähe von Burrel innerhalb eines nordalbanischen Netzwerks von der UÇK besetzt und kontrolliert worden war.[125] Er kennzeichnet es als Behelfsgefängnis, in das Gefangene verbracht und gefangen gehalten wurden.[17] Darunter soll sich nach Angabe von UÇK-nahen Quellen auch eine große Anzahl von Frauen und Mädchen befunden haben, die dort von UÇK-Soldaten und einigen der Dorfbewohner sexuell ausgebeutet wurden. Eine kleine Zahl der UÇK-Gefangenen soll in dem Gelben Haus oder in dessen Umgebung zu Tode gekommen sein. Die Gefangenen sollen von Juli 1999 bis Mitte 2000, meist aus dem südlichen Kosovo, entführt und – im Gegensatz zu den in Kukës gefangen gehaltenen – vornehmlich serbischer Ethnie gewesen sein.[125] Im Gegensatz zu den Verdächtigungen in Del Ponte Buch kommt der Europaratsbericht zu dem Ergebnis, dass das Gelbe Haus kein Schauplatz von Organraub war. Die gefangenen Serben seien dort hingebracht worden, nachdem die Familie Katuci ausgezogen und die UÇK es in Besitz genommen habe.[17] Primär habe das Haus wie andere Ad-hoc-Gefängnisse als Zwischenstation zur Selektion der Kandidaten für Organraub gedient.[17][125] Dafür seien auch medizinische Checks und Bluttests im Gelben Haus durchgeführt worden,[17][125] worauf schließlich der weitere Transport einer „Handvoll“ für die Organentnahme ausgesonderten Gefangener vom Gelben Haus in die Organklinik in Fushë-Kruja erfolgt sei.[17][126][127] „Seine genaue Funktion und seine Bedeutung für die Gesamtoperation wurden früher vielleicht falsch verstanden“, urteilte Marty schließlich über die Funktion des Gelben Hauses in Bezug auf die Memoiren von Carla Del Ponte und ihre Quellen.[126][127]
- Fushë-Kruja als Ort für die Organentnahme: Als einen der Tatorte für die Organentnahme einer „Handvoll“ Gefangener nannte der Europarat-Bericht ein zweistöckiges Haus auf einem Bauernbetrieb in der Nähe der mittelalbanischen Stadt Fushë-Kruja als „improvisierte Klinik“, unweit des Flughafens der albanischen Hauptstadt Tirana.[75] Im Unterschied zu anderen UÇK-Gefangenen seien diese Opfer gut genährt und verhältnismäßig gut behandelt worden,[75] in dem sie beispielsweise vergleichsweise gut ernährt wurden und ausreichend Schlaf erhielten.[113] Unter den von der UÇK verschleppten Gefangenen sollen sich nicht nur ethnische Serben, sondern auch als Kollaborateure der Serben eingestufte oder aus sonstigen Gründen missliebige Kosovo-Albaner befunden haben.[75] Die Opfer seien im Haus eines Albaners, der eng mit der UÇK-Führung verbunden war, erschossen worden, ehe man sie in einen Operationssaal brachte, wo ihnen Organe entfernt wurden. Die Operationen hätten demnach nicht an lebendigen Körpern stattgefunden, wie in Del Pontes Buch nach Angaben von Journalisten beschrieben worden war.[113] Nachdem sie erschossen und von Chirurgen zerlegt worden waren, seien ihre Organe zum Flughafen im nahegelegenen Tirana gebracht worden. Nach unbestätigten Berichten sollen sich die Organabnehmer in Israel oder der Türkei befunden haben. Der Organhandel sei nur eine von diversen Einnahmequellen der „Drenica-Gruppe“ gewesen (pro Niere sollen auf dem internationalen Markt bis zu 100.000[128] oder 200.000[87] Euro gezahlt werden), doch sollen sich die UÇK-Spitzen bei den Organgeschäften auch persönlich bereichert haben.[75]