#1503
pump3
20 Jan. 2023, 21:32
Zitat von: Piccolo
Muss es auch nicht ^^
Das Pferd wird dann von hinten aufgezäunt: Qubits.
Ja und nein.
Ja:
Zitat:
dass zum Aushebeln einer Bitcoin-Verschlüsselung ein
Quantencomputer mit 13 Millionen physischen Qubits zum Einsatz kommen müsste. Um das Ergebnis innerhalb von einer Stunde zu erzielen, wären 300 Millionen Qubits nötig.
Nein:
Zitat:
„Zwar sind wir mit derzeit aktiven Quantencomputern, die mit 50 bis 100 Qubits rechnen, noch weit von dieser Rechenkapazität entfernt
Vor allem sind es nicht 50 sondern eher 5-10 die man heutzutage hinkriegt. Höchstens.
Qbits sind wie Kätzchen beim Photographieren: Je mehr Kätzchen ich auf einmal im Bild haben will, desto wahrscheinlicher dass eines etwas interessanteres sieht und davonläuft.
Es gibt in der Wissenschaft im Moment massivste Zweifel daran ob wir innerhalb der nächsten 50-100 Jahre überhaupt einen echten Quantencomputer bauen können:
Zitat:
Quantensprünge sind an der Tagesordnung
Es sind diese Durchbrüche in der Skalierbarkeit, auf die Universal Quantum im Rahmen ihrer „Million Qubit Challenge“ hinarbeitet. Für die rapide Entwicklung der Verfahren gibt er ein weiteres Beispiel: „Vor vier Jahren haben wir geschätzt, dass ein Quantencomputer zum Aushebeln der RSA-Verschlüsselung etwa eine Milliarde physische Qubits benötigen würde. Das entspricht in etwa einem 100 Quadratmeter großen Quantencomputer. Mittlerweile aber ist für eine solche Aufgabe ein 2,5-Quadratmeter-Rechner denkbar.“
Ab hier sieht man wie der Artikel komplett
in den Industrial ins Utopische abgleitet.
Das problem ist nicht die Oberfläche des Computers, ganz im Gegenteil. Grosse Oberfläche= Grosse Chance einer Dekohärenz. Das Problem ist es genug Qbits soweit von jeglicher Art Strahlung zu isolieren dass sie kohärent bleiben.
Zitat von: BigBANG
Die Energie, die aufgewendet wurde, ist reell. Und diese Energie wurde in eine Transaktion in der Blockchain transformiert, die die Eigenschaften eines Rohstoffs besitzt.
Das macht Bitcoin zu einer Ressource, die Energie digital speichert.
Das Konzept ist neu und daher nicht sofort leicht verständlich.
Aber das ist das Revolutionäre an Bitcoin.
Der Wert, den wir dieser Ressource geben, liegt bei uns. Gold hat als Edelmetall auch nur einen geringen Nutzen - aber ist selten und wir geben ihm dadurch seinen Wert.
Ich würde das aus einer anderen Perspektive sehen:
Die Energie an sich ist egal für den Wert. Die Energie dient nur dazu, Fälschungen so gut wie unmöglich zu machen. Aus dieser Eigenschaft wiederum ergibt sich der (potentielle) Wert von Bitcoin.
Bitcoin an sich ist nicht gut weil es etwas Wert ist, Bitcoin ist gut weil es unmöglich ist einen Bitcoin/Satoshi 2x auszugeben, die Blockchain zu verfälschen etc.
Genauso verhält es sich mit Banknoten: Das Papier ist nicht an sich wertvoll weil da besonders wertvolle Tinte und besonders schöne Hologramme drauf sind. Die Banknoten sind etwas wert weil die Tinte und die Hologramme es fast unmöglich machen sie zu fälschen.
Wenn man jetzt so ein fälschungssicheres Mittel hat, kann man es auch zur Übertragung und zum Halten von Geld verwenden.
Der Wert der Bitcoins ist jetzt (vor allem) im Geld für dass sie ausgetauscht wurden.
Andersherum: Wenn genug Leute auf einmal denken dass Bitcoins höchstens 5 CHF wert sind, dann wird das langfristig auch der Preis sein. Egal ob ein Bitcoin 10000 CHF an Energie kostet. (Führt natürlich zum Tod von Bitcoin, das ist klar)