Zitat von: ahaha_a_gnu
1. Heute hab ich mich ganz schön erschrocken als ich gesehen hab wie wenig Ladung mein Handy nur noch hatte. Ist es normal, dass Handyakkus bei Hitze (also z.B. im Auto) ganz schnell Ladung verlieren ohne was zu tun? Also 40% in einer Stunde? Oder kann ich damit rechnen, bald ein neues Handy kaufen zu "müssen"?
40% in einer Stunde kann eigentlich nicht am Akku liegen, es sei denn einige Zellen sind defekt.
Zitat von: ahaha_a_gnu
Ich hab jetzt angefangen, Notizen auf Zetteln zu machen, weil ich irgendwie dachte, dass das praktischer ist, wenn man mal nicht am Computer ist und unter der enormen Vielfalt an möglichen Notizprogrammen nichts Vernünftiges dabei zu sein schien. Habe mich dafür auf eine vage an die "Zettelkasten"-Methode angelehnte Vorgehensweise geeinigt.
Jetzt hab ich aber das Computerprogramm Trilium entdeckt und installiert, und das scheint ganz gut zu sein bis auf das winzige Problem dass es Electron Bloatware ist aber was soll's, unterstützt auch Formelsatz, Bilder und Verschlüsselung, und man kann es irgendwie auch als Kalender benutzen. Deshalb bin ich jetzt wieder etwas
Ich denke in Bezug auf "fachliche" Notizen ist es relativ egal ob ich das benutze oder Papier, aber vielleicht kann ich solche Dinge wie meine kleinen Sammlungen an Kochrezepten, Programmier-Ideen oder Geldanlage-Grundsätzen, die ich bis jetzt in Text- bzw. Libreoffice-Dateien gespeichert habe, AUCH dort neispeichern, und dann hätte ich quasi alles in einem. Andererseits hätte das aber den Nachteil, dass ich dann quasi eine zu "komplizierte", zu "integrierte" softwaremäßige Lösung hätte, die alle Notizen in eine Datenbank speichert, die man erstmal nur mit diesem Programm sinnvoll öffnen kann; anstatt jedes Thema in eine eigene Datei zu packen die man ohne allzu spezielle Software öffnen kann (ich zähle jetzt mal nicht nur Textdateien, sondern auch Libreoffice-Dateien als nicht allzu speziell). Oder was meint ihr?
Hier das Buch was ich meine (echt gut geschrieben und sehr informativ):
Edit: Das Forum verkackt die Einbindung irgendwie, hier nochmal als normaler link: Amazon buch
Was software betrifft: Ich bevorzuge plaintext Dateien. Also markdown, org-mode oder Latex (wobei latex roh ein wenig sinnlos ist da orgmode und markdown programme meist ein automatischen Latex export anbieten). Plaintext kannst du prinzipiell mit jedem textprogramm unter jedem Betriebssystem verwenden, mit egal welcher version.
Notion und Obsidian sind eigentlich auch nur die für Normalos runtergebrochene Version von Emacs Org-Mode mit weniger Features, mehr bloat, und natürlich schön Proprietär.
Stift geht auch, meiner Erfahrung nach, WENN du deine eigene Handschrift ohne grosse Probleme lesen kannst, du ein gutes Schreibgerät und gutes Papier hast. Sobald eins der 3 bei mir nicht gegeben ist sinkt meine Motivation was von Hand zu schreiben extrem.
Das Prinzip aller Notitztechniken, nicht nur der Zettelkastenmethode sondern auch SQ3R, SQ5R, Cornell, "outline", etc, ist dass das Hirn sich aktiv mit dem Stoff auseinandersetzen muss. Also in eigenen Worten zusammenfassen, alternativ erklären etc. Nicht bloss dumm wiedergeben. Egal welche Methode du im Endeffekt nimmst, solange das gegeben ist wird sich dein Erinnerungsvermögen verbessern.
Dies ist auch der Hintergrund warum einige Studien herausgefunden haben dass Studenten die Handschriftliche Notizen machen, sich an mehr erinnern als diejenigen die es mit dem Computer tippen.
Noch besser: Nachdem du etwas gelernt hast, versuch es so oft/regelmässig wie möglich zu verwenden.
Ich hab mal alle meine Bookmarks die ich mit "note taking" getaggt habe hier eingefügt, vor allem die Erklärung der Cornell methode könnte interessant sein.
Es ist allerdings auch einiges an Müll mit dabei:
How to Take Notes Like an Alpha-Geek (Plus: My $2,600 Date + Challenge) – The Blog of Author Tim Ferriss
Comparison of note-taking software - Wikipedia
Note-taking - Wikipedia
3 Note Taking Strategies of Highly Successful Entrepreneurs and Leaders | by reMarkable | reMarkable Blog
Roam Research – A note taking tool for networked thought.
How to achieve more while studying less - Obsidian & Conceptual Notes - YouTube
My simple note-taking setup | Zettelkasten in Obsidian | Step-by-step guide - YouTube
Zettelkasten Note-Taking: What I wish I knew about Smart Notes - YouTube
64 Free Cornell Note Templates (Cornell Note Taking Explained)
The Cornell Method for Note-Taking - Campus Life | University Of Cincinnati
3 Note Taking Strategies of Highly Successful Entrepreneurs and Leaders | by reMarkable | reMarkable Blog
My Notion Note-Taking System - YouTube
Als Ultima Ratio, wenn etwas unbedingt ins Hirn muss kannst du es auch auf Karteikarten schreiben und mit "Spaced Repetition" (nach Ebbinghaus) ins Gehirn prügeln. Ist unelegant, macht keinen Spass aber funktioniert.
Im Endeffekt wirst du mit der Zeit deine eigene Methode entwickeln die dir am beste passt. Ich würde mich nur am Anfang strikt formell and die Notizmethoden halten.
Hier mal ein uraltes (und beschädigtes) Bild von einem meiner Notizbücher, hab mich damals durch das Buch "Distributed Systems" gearbeitet über ca. 1 Monat weil ein Projekt dazu anstand (dass dann doch gecancelt wurde
In LaTeX übertragen sah das dann so aus:
Meine Idee war es nur das wichtigste aus dem Buch in meinen eigenen Worten aufzuschreiben, dann davon das allerwichtigste nochmal zu markieren. So konnte ich mehr oder weniger alles aus dem Buch in ca. 30min überfliegen.
Die Seitenspalte habe ich neben Datumsangaben auch für Hinweise an mich selbst wie "Nachschlagen: Publikation X, Technologie Y, Begriff Z..." verwendet.



