#15944
Kundalini
22 Feb. 2026, 11:33
Zitat von: Jido_fisterfilly
Was für ne Fastenzeit junge?
Maximales Tierleid macht das Fleisch erst schmackhaft.
Ja, Tierleid – insbesondere Stress und Angst vor der Schlachtung – geht physiologisch in das Fleisch über und hat messbare Auswirkungen auf dessen Qualität. Ob diese Rückstände Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben, ist Gegenstand von Diskussionen, wobei vor allem die Fleischqualität und indirekte Auswirkungen (Stresshormone) eine Rolle spielen.
Hier sind die Fakten basierend auf Forschungsergebnissen:
1. Auswirkungen von Tierleid auf das Fleisch (Physiologie)
- Stresshormone: Wenn Tiere vor der Schlachtung (durch Transport, Enge, Angst) Stress erleben, schüttet ihr Körper Hormone wie Cortisol und Adrenalin aus.
- Veränderung der Fleischbeschaffenheit: Dieser Stress verbraucht die Glykogenreserven in den Muskeln. Dies führt dazu, dass der pH-Wert des Fleisches nicht wie normal absinkt.
- DFD-Fleisch (Dark, Firm, Dry): Bei langfristigem Stress vor der Schlachtung entsteht dunkles, festes und trockenes Fleisch, das anfälliger für Bakterien ist.
- PSE-Fleisch (Pale, Soft, Exudative): Bei akutem Stress kurz vor dem Tod entsteht blasses, weiches und wässriges Fleisch.
- Fleischfehler: Gestresste Tiere liefern qualitativ minderwertigeres Fleisch, das zäher ist und schneller verdirbt.
National Institutes of Health (.gov) +5
2. Auswirkungen auf den menschlichen Körper
- Stresshormon-Rückstände: Die im Fleisch verbliebenen Stresshormone (Cortisol/Adrenalin) können theoretisch vom Menschen aufgenommen werden.
- Entzündungen und Krankheiten: Hoher Konsum von Fleisch aus intensiver Haltung (was oft mit mehr Tierleid verbunden ist) wird mit entzündlichen Prozessen, hohem Cholesterinspiegel und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
- Rotes und verarbeitetes Fleisch: Rotes Fleisch enthält Häm-Eisen, das in großen Mengen Zellen im Darm schädigen kann. Verarbeitetes Fleisch (Wurst) enthält oft Nitrit, das im Körper zu krebserregenden Verbindungen umgewandelt werden kann.
- Resistente Keime: In der Massentierhaltung werden oft Antibiotika eingesetzt, was zu resistenten Keimen führt, die durch Fleisch auf Menschen übertragen werden können.
PETA +5
Fazit:
Es ist wissenschaftlich belegt, dass Tierleid und Stress die biochemische Zusammensetzung des Fleisches (pH-Wert, Hormone) verändern. Die direkten gesundheitlichen Auswirkungen der Stresshormone aus dem Fleisch auf den Menschen sind zwar weniger stark belegt als die generellen Risiken durch hohen Verzehr von rotem/verarbeitetem Fleisch, jedoch ist Fleisch von gestressten Tieren qualitativ minderwertiger und potenziell entzündungsfördernder.