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Serien Faden

  • #2621 Leonidas ☑ 31 Aug. 2024, 14:49

    Muss meine Meinung zu Rings of Power leider etwas revidieren. Obwohl Episode 1 ganz gut war, waren zwei und drei wieder blödsinning. Zum einen ist da diese schwarze behinderte Frau, die Königin werden will, aber etwa so kompetent ist, wie Anna-Lena Baerbock oder Kamilla Harris. Weil die Numenorer böse Nazis sind, wird ihr Großonkelcousin (?) Ar Pharazon nun König, ein böser alter weißer Mann, der wie ein Grieche oder so aussieht. Die sind aber doch irgendwie verwandt. Anscheinend ist Hautfarbei bei ROP komplett zufällig und entknüpft von Genetik. Da tauchen ständig random POCs und Talahons auf und es wird nicht erklärt warum oder wo die herkommen.
    Noch alberner wird die Sache mit der fetten schwarzen Zwergin. War sie am Anfang mehr zur Unterhaltung als Nebencharakter gedacht, wird sie langsam nervig. Aber Immerhin ist sie nicht Trans und hat blaue Haare und ihr Mann ist ein weißer Zwerg.
    Den Vogel schießt aber die Orkfrau ab. In einer Szene ist ein Ork zu sehen, der mit Arda spricht (Arda ist einer wenigen herausragenden Charaktere, die mir gefallen). Er fragt, wie sie unterkommen können, weil die Numenorer böse Nazis sind die Orks aus fremdenfeindlicher Motivation jagen. Der Ork geht dann zu seiner Orkfrau (!) und Orkbaby (!!) und umarmt sie traurig und fürsorglich (!!!). Fehlt nur noch, dass sie „Nazis raus“ brüllen und dann klatschen alle, weinen und umarmen sich.
    Wer Tolkien kennt weiß, dass Orks seelenlose böse Kreaturen sind ohne irgendeine Form von Erlösung, die von Melkor aus korrumpierten gefolterten Elben erschaffen wurden. Hier wird so getan als wären dass missverstande Goldstücke, die nur bereichern wollen, aber von bösen Rassisten ungerechtfertigt behandelt werden.
    So ein Schwachsinn.

  • #2622 Lyoner 31 Aug. 2024, 19:51

    Loki S2 endlich beendet

  • #2623 Leonidas ☑ 1 Sep. 2024, 20:38

    Besagte Szene

  • #2624 ProfessorSchnabel 1 Sep. 2024, 21:03

    Zitat von: Leonidas ☑

    Besagte Szene


    Und der Ork sieht aus wie Hauself ›Dobby‹ aus Harry Potter!

    iu

  • #2625 ProfessorSchnabel 1 Sep. 2024, 21:07

    Hinter der Umdeutung der Orks verbirgt sich ein generelles Problem im woken Hollwood: Die Antagonisten in westlichen Heldenerzählungen werden plötzlich in postkolonialen Schablonen zu Unterdrückten und Missverstandenen umgedeutet. Gerade erst in ›The Acolyte‹ mit den Hexen geschehen, die die dunkle Seite der Macht nutzen.

  • #2626 ProfessorSchnabel 1 Sep. 2024, 21:23

    Dabei wird die Lore von Tolkien oder Lucas komplett vergewaltigt: Sauron/Orks bzw. die Sith auf der dunklen Seite der Macht haben gerade nichts Individuell-Menschliches. Nicht, weil das Böse eine unpersönliche, abstrakte Größe wäre – sondern, weil in beiden Welten das Böse gerade darin besteht, dass Menschen/menschähnliche Wesen sich verführen lassen, ihre Menschlichkeit für Macht, Gier, Rache, Grausamkeit zu preiszugeben.

    Das Böse bzw. die Bösen sind keine ethnisch, kulturell oder religiös separate Gruppe, die von anderen missverstanden wird. Sondern sie sind das warnende Beispiel, was grundsätzlich mit jedem passieren kann, wenn er seinen dunklen Tendenzen und Neigungen ungehemmt Raum gibt. Im Grunde handelt es sich um eine Neuerzählung der biblischen Lehre vom Sündenfall, der Erbsünde und der permanenten Verführbarkeit des Menschen.

    Die Pointe in beiden Erzählungen ist dann auch gerade, dass selbst der Held mit dem denkbar reinsten Herzen (Frodo bzw. Luke) durch die Auseinandersetzungen mit dem Bösen an den Punkt geführt wird, dass er selbst nicht mehr aus eigener Kraft widerstehen kann – und auf die Hilfe eines Verbündeten angewiesen ist. Es geht also im Kern immer um das Böse, das auch im Herzen des Helden der Geschichte schlummert sowie die bange Frage, ob er ihm in der entscheidenden Situation wird begegnen können.

    Eine solche kulturtheoretische Relativierung (»Die Bösen sind sind gar nicht böse, sie wirken aus hegemonialer Sicht der Jedi/Elben lediglich so«), wie sie nun immer wieder künsltich nachgeschoben wird, beraubt die Welten von Tolkien und Lucas jeglicher Metaphysik – und letztlich damit auch jeglichen Sinns.

    Dieser Beitrag wurde von ProfessorSchnabel am 01.09.2024 21:30:20 bearbeitet.
  • #2627 Leonidas ☑ 5 Sep. 2024, 21:44

    Rings of Power S02E04
    Pro: Tom Bombadil
    Con: Hobbit mit Down Syndrom, Diverse Elben

  • #2628 Reichskatzler 5 Sep. 2024, 22:25

    Zitat von: Leonidas ☑

    Rings of Power S02E04
    Pro: Tom Bombadil
    Con: Hobbit mit Down Syndrom, Diverse Elben
    Die Serie kann mich ohne Homosex nicht überzeugen.

  • #2629 MächtigerMauzer 6 Sep. 2024, 01:44

    Zitat von: ProfessorSchnabel

    Dabei wird die Lore von Tolkien oder Lucas komplett vergewaltigt: Sauron/Orks bzw. die Sith auf der dunklen Seite der Macht haben gerade nichts Individuell-Menschliches. Nicht, weil das Böse eine unpersönliche, abstrakte Größe wäre – sondern, weil in beiden Welten das Böse gerade darin besteht, dass Menschen/menschähnliche Wesen sich verführen lassen, ihre Menschlichkeit für Macht, Gier, Rache, Grausamkeit zu preiszugeben.

    Das Böse bzw. die Bösen sind keine ethnisch, kulturell oder religiös separate Gruppe, die von anderen missverstanden wird. Sondern sie sind das warnende Beispiel, was grundsätzlich mit jedem passieren kann, wenn er seinen dunklen Tendenzen und Neigungen ungehemmt Raum gibt. Im Grunde handelt es sich um eine Neuerzählung der biblischen Lehre vom Sündenfall, der Erbsünde und der permanenten Verführbarkeit des Menschen.

    Die Pointe in beiden Erzählungen ist dann auch gerade, dass selbst der Held mit dem denkbar reinsten Herzen (Frodo bzw. Luke) durch die Auseinandersetzungen mit dem Bösen an den Punkt geführt wird, dass er selbst nicht mehr aus eigener Kraft widerstehen kann – und auf die Hilfe eines Verbündeten angewiesen ist. Es geht also im Kern immer um das Böse, das auch im Herzen des Helden der Geschichte schlummert sowie die bange Frage, ob er ihm in der entscheidenden Situation wird begegnen können.

    Eine solche kulturtheoretische Relativierung (»Die Bösen sind sind gar nicht böse, sie wirken aus hegemonialer Sicht der Jedi/Elben lediglich so«), wie sie nun immer wieder künsltich nachgeschoben wird, beraubt die Welten von Tolkien und Lucas jeglicher Metaphysik – und letztlich damit auch jeglichen Sinns.
    Was die Frage aufwirft, ob die Wurzel des Übels vielleicht der Poststrukturalismus und Konstruktivismus des späten 20. Jahrhunderts ist: Alles ehemals Unantastbare - die Dichotomie von Gut und Böse, die Verschiedenheit von Mann und Frau, die Unverrückbarkeit bestimmter Werte - soll zerschlagen werden.
    Im Zweifelsfall wird alles Unliebsame zum „Konstrukt“ erklärt, das man dann natürlich umkonstruieren kann, siehe Geschlechterrollen. Letztlich wird die Realität selbst zum Konstrukt. Ist der Schritt gemacht, kann man auch mit Fakten aufräumen.

    Dieser Beitrag wurde von MächtigerMauzer am 06.09.2024 07:05:07 bearbeitet.
  • #2630 Dr. Pest 6 Sep. 2024, 07:32

    Aus welchem dystopischen Wälzer stammt das?

  • #2631 Grüner Power Ranger 6 Sep. 2024, 08:31

    Zitat von: Leonidas ☑


    Con: Hobbit mit Down Syndrom
    Zeich Mongo-Hobbit

  • #2632 Stripey 6 Sep. 2024, 09:33

    artworks-000133039016-0w9f50-t500x500.jpg

  • #2633 rauchmeddler 6 Sep. 2024, 09:35

    Hab den Ottne erwartet aber jut

  • #2634 Hias 6 Sep. 2024, 09:45

    Zitat von: Leonidas ☑

    weil die Numenorer böse Nazis sind die Orks aus fremdenfeindlicher Motivation jagen. Der Ork geht dann zu seiner Orkfrau (!) und Orkbaby (!!) und umarmt sie traurig und fürsorglich (!!!).
    Wird hier etwa ein Russisches Narrativ übernommen?

  • #2635 ProfessorSchnabel 6 Sep. 2024, 21:49

    Zitat von: MächtigerMauzer

    Was die Frage aufwirft, ob die Wurzel des Übels vielleicht der Poststrukturalismus und Konstruktivismus des späten 20. Jahrhunderts ist: Alles ehemals Unantastbare - die Dichotomie von Gut und Böse, die Verschiedenheit von Mann und Frau, die Unverrückbarkeit bestimmter Werte - soll zerschlagen werden.
    Im Zweifelsfall wird alles Unliebsame zum „Konstrukt“ erklärt, das man dann natürlich umkonstruieren kann, siehe Geschlechterrollen. Letztlich wird die Realität selbst zum Konstrukt. Ist der Schritt gemacht, kann man auch mit Fakten aufräumen.

    Ich denke nicht, dass der (De-)Konstruktivismus das Hauptproblem ist. George R.R. Martin hat bewiesen, dass sich auch unter postmodernen Bedingungen eine großartige Fantasy-Welt mit vielschichtigen Charakteren entwerfen lässt. Das Problem besteht m.E. vor allem darin, dass sehr viele Autoren mittlerweile überhaupt keine echten Erzählungen und Charaktere entwickeln, sondern eher entleerte Platzhalter für gesellschaftspolitische Themen, Fan-Erwartungen und nostalgische Erinnerungen.

    Writing und Inszenierung sind vor allem von einem Faktor bestimmt: der Angst, Erwartungen zu enttäuschen. Dazu gehört in Hollywood seit über zehn Jahren allen voran die Angst, den aktuell angesagten »progressiven« Trends nicht zu entsprechen. Vom Casting bis zur Postproduktion wird jeder Schritt darauf hin durchleuchtet, was er zu Repräsentation von Minderheiten, Gesellschaftskritik, Empowerment oder Selbstproblematisierung beiträgt.

    Gerade wenn es um große IPs geht, muss dann auch noch darauf geachtet werden, dass man die Fans und ihre Erwartungen auf gar keinen Fall enttäuscht oder sie überfordert. Also werden die Streifen mit billig-durchschaubaren Fanservice sowie den immer gleichen, neu aufgewärmten Plots versehen. Bestes Beispiel sind die Star-Wars-Sequels, die einfach nur eine grauenhafte, überflüssige und das zuvor Erreichte zerstörende Neuerzählung des Ablaufs der Originaltrolgie darstellen.

    Zu einer guten Erzählung gehört immer, dass der Leser oder Zuschauer in eine Welt und zu Charakteren »entführt« wird, die die Erwartungen des Konsumenten bis zu einem gewissen Grad zunächst irritieren und damit Neugier und innere Beteiligung wecken. Dies birgt das Risiko des Scheiterns. Es kann passieren, dass Leser das Buch weglegen oder Zuschauer das Kino vorzeitig verlassen, weil die Irritation für sie zu groß ist. Aber das ist die unweigerliche Kehrseite der Medaille, wenn man gleichzeitig den anderen Teil der Konsumenten für sich gewinnen will. Star Wars fanden 1977 anfangs sehr viele Zuschauer ziemlich scheiße – was für den Erfolg völlig egal war, weil die andere Hälfte restlos begeistert war (und sich den Film oftmals mehrfach angesehen hat).

    Heutige Produktionen scheuen Risiken, scheuen kontroverse Charaktere, problematische (aber dafür interessante) Welten – trauen sich nicht, den Fans einer Franchise mal etwas wirklich Neues anzubieten. Stattdessen erleben wir des immer gleichen parasitären Prozess: Bekanntes wird hergenommen, um die Zuschauer zu ködern, es wird entleert, um es dann mit neuen Inhalten zu füllen. So kriegen wir dann missverstandene Orks mit Familie und Gefühlen oder singende Lesbenhexen, die intuitiv die dunkle Seite der Macht beherrschen, ohne aber böse zu sein.

  • #2636 Dr. Pest 6 Sep. 2024, 23:29

    Fasse dich bitte künftig kürzer wenn du weiterhin ein Teil dieser Community bleiben möchtest.

  • #2637 unwürdigerknecht 8 Sep. 2024, 01:13

  • #2638 Toonz 8 Sep. 2024, 07:30

    Kurzes Fazit nach den ersten drei Folgen Rings of Power:

    Ich finds immer noch gut, die woke Elemente sind auch absolutes Cherry Picking, in einer Szene gab es im Hintergrund eine Orkfrau mit einem Orkbaby auf dem Arm, die schwarze Zwergenfrau sowie der eine schwarze Elb aus der ersten Staffel sind auch noch dabei. Kein Vergleich zu Disneys Star Wars, alles komplett im Rahmen.

    Mir gefällt es weiterhin, sind wieder mehrere Handlungsstränge aber so langsam ergibt sich auch das große Bild. Highlight ist der Halbrand/Sauron Faden, wie er Celebrimbor und die anderen manipuliert und für sich gewinnt ist einfach genial. Als Fan des Herr der Ringe Universums kann ich es definitiv empfehlen.

  • #2639 Toonz 9 Sep. 2024, 09:47

    Zitat von: Leonidas ☑

    Rings of Power S02E04
    Pro: Tom Bombadil
    Con: Hobbit mit Down Syndrom, Diverse Elben
    Meinst du den Hobbit, welche die Mäxi und Nuri getroffen haben?
    Aber mal andere Frage:
    Spoiler
    Ist der dunkle Zauberer Saruman? Und da ich schlechtes Gesichtsmenschendings habe, ist der Schauspieler der Halbrand Sauron gespielt hat jetzt immer noch der Sauron Elb?

  • #2640 Leonidas ☑ 9 Sep. 2024, 09:51

    Zitat von: Toonz

    Meinst du den Hobbit, welche die Mäxi und Nuri getroffen haben?
    Aber mal andere Frage:

    Ja, genau den. Auf jeden Fall retardiert.

    Zitat von: Toonz
    Spoiler
    Ist der dunkle Zauberer Saruman? Und da ich schlechtes Gesichtsmenschendings habe, ist der Schauspieler der Halbrand Sauron gespielt hat jetzt immer noch der Sauron Elb?

    Spoiler: Antwort
    Saruman war ja am Anfang ein guter Zauberer. Zumindest bis weit ins Dritte Zeitalter hinein. Deswegen glaube ich eher, das ist vielleicht einer der Menschen, die später zu den Nazgul werden.

    Ja, Halbrand, Annatar und Sauron sind die gleiche Person