#33
G O T T
8 Dez. 2022, 12:13
Zitat von: Lyoner
@Lord Alucard parkte den Tesla seines Chefs in der Einfahrt und atmete auf. "Endlich Wochenende", sagte er leise in die Stille des aufgrund der Spaltmaße zugigen Cockpits des Elektroboliden. Er hatte eine harte Woche hinter sich. Seit Montag war er im Büro an seinem Schreibtisch gesessen und hatte das nicht komplexe, aber enorm aufwändige SAP-Problems des fordernden Kunden seines Chefs beackert. Zum schlafen hatte er sich unter dem Schreibtisch zusammengerollt. Für dieses Privileg war er seinem Chef sehr dankbar. Andere Entwickler durften nicht im Büro schlafen. Die mussten immer um 18.00 Uhr nach Hause gehen und durften erst am nächsten Tag um 9:00 wiederkommen. Für ihn hingegen hatte sein Chef sogar extra eine 2,5 Quadratmeter große, schall- und blickdichte Kabine um den Schreibtisch herumgezimmert. Das beste war: Die Kabine ließ sich von außen abschließen - auf diese Weise verhinderte sein Chef dass die anderen, weniger begabten Mitarbeiter seinen "Most Valuable Player" bei der Arbeit belästigen konnten. Ja. Beruflich hatte er es wirklich gut getroffen. Sein Chef behandelte ihn gut: "Du wirst bestimmt nicht vor Sonntag fertig mit der Sache Alucuck. Wenn du fertig bist, Alucuck, dann nimmst du meinen Tesla und fährst den zu dir nach Hause! Den Wagen nehme ich dann von dir zuhause mit bzw.... ich hole ihn dann ab, wollte ich sagen" hatte er ihm am Mittwoch zugerufen und ihm den Schlüssel des hochmodernen Elektrofahrzeugs feierlich überreicht. Ein enormes Privileg. Alucard war stolz und dankbar, dass er für diesen Mann arbeiten durfte. Dafür nahm er auch gerne die gehaltlichen Einbußen hin. Mehr als der gesetzliche Mindestlohn ist in der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der IT-Branche einfach nicht drin, hatte sein Chef ihm erklärt. Andere hatten schließlich überhaupt keinen Job. Und jeden Tag würden sich 10 höchstfähige IT-Experten melden, die sich ein Bein rausreissen würden um seinen Job machen zu dürfen!
Mit dem guten Gefühl im Leben einiges erreicht zu haben verließ er den Tesla und steuerte auf seine 2-Zimmer-Wohnung zu, die er zusammen mit seiner kleinen Schwester bewohnte. An der Wohnungstür angekommen merkte er sofort dass etwas anders war als sonst. Er hörte Geräusche. Ein schnelles Klatschen und... war das lustvolles Stöhnen?! Für einen unendlich kurzen Moment bildete er sich ein er hätte vergessen den Pornhub-Tab zu schließen bevor er Montag früh zur Arbeit gegangen war. Aber nein. Das konnte nicht sein. Seit seine Schwester und ihre Freundinnen ihn einmal beim Masturbieren überrascht hatten war er ultravorsichtig beim Ausleben seiner Sexualität. Also, was war es? Es gab nur einen Weg es rauszufinden - Augen zu und durch! Er schloß die Tür auf und betrat wie in Trance die kleine Wohnung:
Als sich seine Augen an das schummrige Licht gewöhnt hatten traf ihn beinahe der Schlag und sein Magen sackte gefühlt einen Meter nach unten. Im kleinen Wohnzimmer war seine Schwester. Sie war nackt. Und auf allen vieren. Ein dicker, haariger Mann bearbeitete ihr Hinterteil. Daher rührte das Geräusch, dass er von draußen schon gehört hatte. Sein wulstiger Bauch klatschte immer wieder auf ihre zierlichen Pobacken. Doch das war nicht alles. Ein zweiter Mann stand vor ihrem Gesicht und ließ sich von ihr mit Fellatio verwöhnen. Das Trio war so vertieft in sein Liebesspiel, dass sie ihn nicht einmal bemerkt hatten! Alucard wollte schreien, aber seine Kehle war wie zugeschnürrt. Nur ein hohes, zugegebenermaßen sehr unmännliches jaulen brachte er zustande. Der Mann, der mit dem Rücken zu ihm stand und sich von seiner Schwester oral befriedigen ließ hatte ihn gehört und drehte sich um. "Alucuck!" donnerte er, als er ihn erkannt hatte. "Was machst du denn hier? Ich dachte du bist im Büro und arbeitest! Wer hat dich denn aus deiner Wagecave rausgelassen?!" - Alucard stöhnte. Der nackte Mann vor ihm war niemand anderes als sein Chef! Das konnte doch alles gar nicht wahr sein. Und der andere, der seiner Schwester das Arschloch dehnte, war das nicht der Kruse aus der Buchhaltung?
Das ganze war zu viel für Alucard. Er ließ sich auf den Sessel neben der Wohnungstür sinken und vergrub sein Gesicht in den Händen. Die muntere Gesellschaft hatte jetzt zumindest aufgehört und man zog sich eilig an. Als Alucard aufblickte stand sein Chef bekleidet vor ihm und sagte: "Alucuck, gib mir den Autoschlüssel. Gut, dass du mir den Wagen gebracht hast. Busfahren ist unter meiner Würde. Und wegen deiner Schwester: Stell dich nicht so an, du Steinzeitmensch. Sei doch mal ein bisschen modern und divers und modern. Sie ist eine erwachsene Frau und hat alles Recht der Welt zu tun was sie möchte. Wir sehen uns Montag um 8 im Büro. Bis dahin hast du dich wieder eingekriegt, sonst heisst es Abmahnung. Klar soweit?" Er ging. Und mit ihm Kruse. Alucard war alleine mit seiner Schwester, die sich mittlerweile einen Morgenrock übergeworfen und eine Zigarette angesteckt hatte. Ihre Scham war nur halb bedeckt. Alucard versuchte dagegen anzukämpfen, aber es ging nicht: Beim Anblick der unverhüllten Scham wurde er geil. Er würde sich später, mit Tränen in den Augen, beim Gedanken an diesen Anblick selbstbefriedigen und er würde sich dafür hassen. "Pass mal auf Alucuck", sagte sie jetzt mit leiser aber fester Stimme. "Du hast uns allen den Abend verdorben. Großartig. Und wenn du meinst jetzt einen auf besitzergreifender großer Bruder machen zu müssen, dann donner ich dir eine. Wie letzten Monat, als du dich geweigert hast dein Bett für Alessandro, Hakan und Özturk frei zu machen. Klar soweit?" Alucard schluckte beim Gedanken an die heftige Schelle die er damals kassiert hatte. Aber verdient hatte er sie. "Zur Strafe wirst du hier jetzt aufräumen, dann machst du den Abwasch und die restliche Hausarbeit, die sich letzte Woche hier angesammelt hat. Und nun gehe ich in die Badewanne um mich zu entspannen. Wenn ich wiederkomme gehst du mir aus den Augen".
"Puh" dachte Alucard, "da bin ich ja noch ganz gut rausgekommen aus der Sache. Lediglich die Hausarbeit machen und dann Zimmerarrest. Hätte schlimmer kommen können. Ich bin ja auch einfach selbst Schuld an dem Ganzen. Ich weiß nicht warum ich so ein altmodischer, weißer, privilegierter Mann bin. Aber ich schäme mich dafür. Es ist ein schlimmes Fehlverhalten von mir dass ich besitzergreifende Gefühle für meine kleine Schwester hege. Ich muss meine Bedürfnisse und Gefühle in Zukunft wieder stärker unterdrücken. Am Montag werde ich doppelt so hart für meinen Chef arbeiten wie davor schon. Damit mache ich meine Sünde zwar nicht wieder gut, aber es ist ein Anfang".
Und so begann er die Wohnung zu reinigen. Das dauerte bis Sonntag Abend, denn es war wirklich jeder Quadratzentimeter zugesaut. Auf den Polstermöbeln weil Gleitgel ausgelaufen. Auf dem Teppich fand ein Kotkrümel. Sein Chef hatte mit seiner Zigarre ein Brandloch in der Gardine hinterlassen. Das übliche eben. Als er Sonntag gegen 22:00 Uhr erschöpft zu Bett gehen wollte rief aber leider sein Chef an und zitierte ihn ins Büro. Ein neuer Notfall war aufgetreten und Alucard musste ihn lösen. Zufrieden fuhr er mit dem Bus ins Büro. Jetzt bekam er die Chance sich bei seinem Chef für sein Fehlverhalten zu entschuldigen.
- E N D E -