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Arbeiten und Lohnsklaverei

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    #1901 ProfHase 29 Aug. 2023, 22:18

    Spoiler: Volltextet
    welt.de/wirtschaft/plus247…zialkassen-schlummert-ein-finanzielles-Desaster.html

    Was bleibt ohne Reform einmal für die Kinder und Enkelkinder in den Sozialkassen übrig?

    Der deutsche Staat weist nur ein Siebtel seiner Schulden aus. Die in den drei großen Sozialkassen versteckten Verbindlichkeiten sind weitaus höher. Ohne Reformen bei Krankenkassenbeiträgen, Rente und Pflege droht künftigen Generationen ein finanzielles Fiasko.

    Der deutsche Staat wirtschaftet immer unsolider. Zwar steht die Bundesrepublik im Vergleich mit Ländern wie Italien oder Frankreich mit einem offiziell ausgewiesenen Schuldenstand von rund 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) recht gut da. Tatsächlich aber liegt die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte einschließlich der Sozialkassen bei 448 Prozent des BIP – ist also fast sieben Mal so hoch. Dies zeigt die aktuelle Generationenbilanz, die der Finanzwissenschaftler der Universität Freiburg, Bernd Raffelhüschen, jährlich für die Stiftung Marktwirtschaft erstellt.

    Die sogenannte Nachhaltigkeitslücke – die neben den offiziellen auch die versteckten Schulden umfasst – sei damit binnen eines Jahres von 14,1 auf 17,3 Billionen in die Höhe geschnellt, stellt der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge fest.

    Überdies habe der Anteil der versteckten Verbindlichkeiten mit 85 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht, kritisiert der Ökonom. Die Nachhaltigkeitslücke gibt an, wie viele Rückstellungen der Staat bilden müsste, um mit den heutigen Steuer- und Beitragssätzen langfristig alle staatlichen Leistungen im gleichen Umfang wie heute zu finanzieren.

    „Weil der Staat diese Rückstellungen nicht bildet, werden entweder die Steuer- und Beitragszahler einen immer größeren Anteil ihrer Einkommen an den Staat zahlen müssen, oder die Leistungen werden drastisch zurückgefahren“, sagt Raffelhüschen. Aufgrund der alternden Wählerschaft scheue sich die Politik, den heutigen Rentnern und rentennahen Jahrgängen Kürzungen zuzumuten. „Die Babyboomer sind die Verursacher des Problems, man muss sie belasten, nicht deren Kinder.“

    Ohne Reformen droht der jüngeren Generation nach Raffelhüschens Berechnungen ein Anstieg der Krankenkassenbeiträge von 15 auf 28 Prozent, bei der Rente von 18,6 auf 25 Prozent und bei der Pflege von rund sieben Prozent. Denn alle drei Sozialversicherungen kämen infolge des demografischen Wandels immer mehr in die Schieflage.

    Tatsächlich hat die Ampel-Koalition in der Kranken- und Pflegeversicherung die Beiträge zuletzt schon angehoben, sodass der Sozialbeitrag die lange verteidigte Marke von 40 Prozent übersprungen hat. Auch im kommenden Jahr werden die Krankenkassen ihre Sätze anheben.

    „Dies wird ohne Einschnitte jetzt immer so weitergehen“, warnt Raffelhüschen. Denn die Regierung mache ungeachtet der langfristigen Finanzierungsprobleme eine ebenso ausgabenfreudige Sozialpolitik wie die große Koalition von SPD und Union unter Angela Merkel (CDU) zuvor.

    Hauptgrund für das starke Anwachsen der Nachhaltigkeitslücke binnen eines Jahres ist die anhaltende Konjunkturflaute, die auf die in den kommenden Jahren zu erwartenden Steuereinnahmen drückt.

    Dies treibt die versteckte Verschuldung bei Bund, Ländern und Kommunen in die Höhe – die Ausgaben steigen gerade auch in Krisenzeiten. Hinzu kommen immer größere Aufwendungen für die Beamtenpensionen. Und auch der Schuldendienst wird in Zeiten steigender Zinsen immer teurer.

    Raffelhüschen legt für seine Berechnungen stets die amtlichen Statistiken zugrunde und schreibt diese fort. Die offizielle Steuerschätzung aus dem Frühjahr wurde ebenso einbezogen wie die jüngste Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, aus der sich erhebliche Veränderungen gegenüber der vorangegangenen Bevölkerungsprojektion ergeben haben.

    Die Statistiker gehen jetzt von einer deutlich höheren Migration aus. Das Wanderungssaldo soll jährlich fast 300.000 betragen. Auch die Geburtenziffer wurde auf 1,55 pro Frau angehoben.

    Die Annahmen der 15. Bevölkerungsvorausberechnung kommen der Politik sehr zupass. Denn statt der bisher stets als sicher unterstellten Bevölkerungsschrumpfung, prognostizieren die Statistiker jetzt eine stabile Bevölkerung, die zudem auch jünger ist, als bisher erwartet wurde.

    Die optimistischen Annahmen des Statistischen Bundesamtes zur Bevölkerungsentwicklung wirken sich positiv auf die Generationenbilanz aus. Zumal mögliche Integrationsprobleme bei Zuwanderern unberücksichtigt bleiben, wie Raffelhüschen einräumt. Bei Migranten werde unterstellt, dass sie von Beginn an in die öffentlichen Kassen einzahlten. Dies sei zwar eine „absurd optimistische Annahme“, die aber dem internationalen Standard entspreche.

    Selbst mit Optimismus ist der Reformbedarf in den Sozialkassen groß
    Doch selbst bei einer optimistischen Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung bleibt der Reformbedarf in den Sozialkassen gigantisch. Die Stiftung Marktwirtschaft fordert umfassende Reformen.

    In der Krankenversicherung sollte ein Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Arzneimittel von 1800 Euro eingeführt und Zahnarztleistungen gänzlich ausgegliedert werden. In der Pflegeversicherung könnte ein „Nachhaltigkeitsfaktor“ den demografisch bedingten Ausgabenanstieg abbremsen.

    cd719f7d9e69508c.jpg

  • #1902 Reichskatzler 29 Aug. 2023, 22:29

    Zitat von: ProfHase

    Spoiler: Volltextet
    welt.de/wirtschaft/plus247…zialkassen-schlummert-ein-finanzielles-Desaster.html

    Was bleibt ohne Reform einmal für die Kinder und Enkelkinder in den Sozialkassen übrig?

    Der deutsche Staat weist nur ein Siebtel seiner Schulden aus. Die in den drei großen Sozialkassen versteckten Verbindlichkeiten sind weitaus höher. Ohne Reformen bei Krankenkassenbeiträgen, Rente und Pflege droht künftigen Generationen ein finanzielles Fiasko.

    Der deutsche Staat wirtschaftet immer unsolider. Zwar steht die Bundesrepublik im Vergleich mit Ländern wie Italien oder Frankreich mit einem offiziell ausgewiesenen Schuldenstand von rund 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) recht gut da. Tatsächlich aber liegt die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte einschließlich der Sozialkassen bei 448 Prozent des BIP – ist also fast sieben Mal so hoch. Dies zeigt die aktuelle Generationenbilanz, die der Finanzwissenschaftler der Universität Freiburg, Bernd Raffelhüschen, jährlich für die Stiftung Marktwirtschaft erstellt.

    Die sogenannte Nachhaltigkeitslücke – die neben den offiziellen auch die versteckten Schulden umfasst – sei damit binnen eines Jahres von 14,1 auf 17,3 Billionen in die Höhe geschnellt, stellt der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge fest.

    Überdies habe der Anteil der versteckten Verbindlichkeiten mit 85 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht, kritisiert der Ökonom. Die Nachhaltigkeitslücke gibt an, wie viele Rückstellungen der Staat bilden müsste, um mit den heutigen Steuer- und Beitragssätzen langfristig alle staatlichen Leistungen im gleichen Umfang wie heute zu finanzieren.

    „Weil der Staat diese Rückstellungen nicht bildet, werden entweder die Steuer- und Beitragszahler einen immer größeren Anteil ihrer Einkommen an den Staat zahlen müssen, oder die Leistungen werden drastisch zurückgefahren“, sagt Raffelhüschen. Aufgrund der alternden Wählerschaft scheue sich die Politik, den heutigen Rentnern und rentennahen Jahrgängen Kürzungen zuzumuten. „Die Babyboomer sind die Verursacher des Problems, man muss sie belasten, nicht deren Kinder.“

    Ohne Reformen droht der jüngeren Generation nach Raffelhüschens Berechnungen ein Anstieg der Krankenkassenbeiträge von 15 auf 28 Prozent, bei der Rente von 18,6 auf 25 Prozent und bei der Pflege von rund sieben Prozent. Denn alle drei Sozialversicherungen kämen infolge des demografischen Wandels immer mehr in die Schieflage.

    Tatsächlich hat die Ampel-Koalition in der Kranken- und Pflegeversicherung die Beiträge zuletzt schon angehoben, sodass der Sozialbeitrag die lange verteidigte Marke von 40 Prozent übersprungen hat. Auch im kommenden Jahr werden die Krankenkassen ihre Sätze anheben.

    „Dies wird ohne Einschnitte jetzt immer so weitergehen“, warnt Raffelhüschen. Denn die Regierung mache ungeachtet der langfristigen Finanzierungsprobleme eine ebenso ausgabenfreudige Sozialpolitik wie die große Koalition von SPD und Union unter Angela Merkel (CDU) zuvor.

    Hauptgrund für das starke Anwachsen der Nachhaltigkeitslücke binnen eines Jahres ist die anhaltende Konjunkturflaute, die auf die in den kommenden Jahren zu erwartenden Steuereinnahmen drückt.

    Dies treibt die versteckte Verschuldung bei Bund, Ländern und Kommunen in die Höhe – die Ausgaben steigen gerade auch in Krisenzeiten. Hinzu kommen immer größere Aufwendungen für die Beamtenpensionen. Und auch der Schuldendienst wird in Zeiten steigender Zinsen immer teurer.

    Raffelhüschen legt für seine Berechnungen stets die amtlichen Statistiken zugrunde und schreibt diese fort. Die offizielle Steuerschätzung aus dem Frühjahr wurde ebenso einbezogen wie die jüngste Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, aus der sich erhebliche Veränderungen gegenüber der vorangegangenen Bevölkerungsprojektion ergeben haben.

    Die Statistiker gehen jetzt von einer deutlich höheren Migration aus. Das Wanderungssaldo soll jährlich fast 300.000 betragen. Auch die Geburtenziffer wurde auf 1,55 pro Frau angehoben.

    Die Annahmen der 15. Bevölkerungsvorausberechnung kommen der Politik sehr zupass. Denn statt der bisher stets als sicher unterstellten Bevölkerungsschrumpfung, prognostizieren die Statistiker jetzt eine stabile Bevölkerung, die zudem auch jünger ist, als bisher erwartet wurde.

    Die optimistischen Annahmen des Statistischen Bundesamtes zur Bevölkerungsentwicklung wirken sich positiv auf die Generationenbilanz aus. Zumal mögliche Integrationsprobleme bei Zuwanderern unberücksichtigt bleiben, wie Raffelhüschen einräumt. Bei Migranten werde unterstellt, dass sie von Beginn an in die öffentlichen Kassen einzahlten. Dies sei zwar eine „absurd optimistische Annahme“, die aber dem internationalen Standard entspreche.

    Selbst mit Optimismus ist der Reformbedarf in den Sozialkassen groß
    Doch selbst bei einer optimistischen Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung bleibt der Reformbedarf in den Sozialkassen gigantisch. Die Stiftung Marktwirtschaft fordert umfassende Reformen.

    In der Krankenversicherung sollte ein Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Arzneimittel von 1800 Euro eingeführt und Zahnarztleistungen gänzlich ausgegliedert werden. In der Pflegeversicherung könnte ein „Nachhaltigkeitsfaktor“ den demografisch bedingten Ausgabenanstieg abbremsen.

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    Auch mit Anpassung der Beiträge und Beitragszeiten ist es so wie wir aktuell politisch vorgehen unvermeidlich. Minderleister und Bürgergeldempfänger werden dieses Land in der Zukunft wirtschaftlich nicht halten können.

    Wer U40 ist kann sich drauf einstellen, dass alles was er eingezahlt hat weg ist.

    Dieser Beitrag wurde von Reichskatzler am 29.08.2023 22:35:22 bearbeitet.
  • #1903 OhDerPelikan 29 Aug. 2023, 22:34

    In Italien hat die Abschaffung des Bürgergelds für Sozialschmarotzer bis auf ein bisschen Gejaule der Opposition übrigens problemlos geklappt (Kostenreduzierung von acht Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro)

  • Mod/RDW
    #1904 ProfHase 29 Aug. 2023, 22:35

    Zitat:

    Ohne Reformen droht der jüngeren Generation nach Raffelhüschens Berechnungen ein Anstieg der Krankenkassenbeiträge von 15 auf 28 Prozent, bei der Rente von 18,6 auf 25 Prozent und bei der Pflege von rund sieben Prozent.
    Da wird Bürgergeld richtig attraktiv.

  • #1905 Reichskatzler 29 Aug. 2023, 22:36

    Zitat von: OhDerPelikan

    In Italien hat die Abschaffung des Bürgergelds für Sozialschmarotzer bis auf ein bisschen Gejaule der Opposition übrigens problemlos geklappt (Kostenreduzierung von acht Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro)
    Bei uns wären es 1 bisschen mehr, aber bei uns sind die Empfänger mittlerweile wichtige Wähler, deswegen...

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    #1906 ProfHase 29 Aug. 2023, 22:40

    Völlig utopische Vorstellung, dass bei uns auf der Sozialausgabenseite gespart wird, eher steigen die Beiträge wie oben prognostiziert

  • #1907 Gelöschtes Mitglied 1957 29 Aug. 2023, 22:41

    Zitat von: ProfHase

    Spoiler: Volltextet
    welt.de/wirtschaft/plus247…zialkassen-schlummert-ein-finanzielles-Desaster.html

    Was bleibt ohne Reform einmal für die Kinder und Enkelkinder in den Sozialkassen übrig?

    Der deutsche Staat weist nur ein Siebtel seiner Schulden aus. Die in den drei großen Sozialkassen versteckten Verbindlichkeiten sind weitaus höher. Ohne Reformen bei Krankenkassenbeiträgen, Rente und Pflege droht künftigen Generationen ein finanzielles Fiasko.

    Der deutsche Staat wirtschaftet immer unsolider. Zwar steht die Bundesrepublik im Vergleich mit Ländern wie Italien oder Frankreich mit einem offiziell ausgewiesenen Schuldenstand von rund 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) recht gut da. Tatsächlich aber liegt die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte einschließlich der Sozialkassen bei 448 Prozent des BIP – ist also fast sieben Mal so hoch. Dies zeigt die aktuelle Generationenbilanz, die der Finanzwissenschaftler der Universität Freiburg, Bernd Raffelhüschen, jährlich für die Stiftung Marktwirtschaft erstellt.

    Die sogenannte Nachhaltigkeitslücke – die neben den offiziellen auch die versteckten Schulden umfasst – sei damit binnen eines Jahres von 14,1 auf 17,3 Billionen in die Höhe geschnellt, stellt der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge fest.

    Überdies habe der Anteil der versteckten Verbindlichkeiten mit 85 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht, kritisiert der Ökonom. Die Nachhaltigkeitslücke gibt an, wie viele Rückstellungen der Staat bilden müsste, um mit den heutigen Steuer- und Beitragssätzen langfristig alle staatlichen Leistungen im gleichen Umfang wie heute zu finanzieren.

    „Weil der Staat diese Rückstellungen nicht bildet, werden entweder die Steuer- und Beitragszahler einen immer größeren Anteil ihrer Einkommen an den Staat zahlen müssen, oder die Leistungen werden drastisch zurückgefahren“, sagt Raffelhüschen. Aufgrund der alternden Wählerschaft scheue sich die Politik, den heutigen Rentnern und rentennahen Jahrgängen Kürzungen zuzumuten. „Die Babyboomer sind die Verursacher des Problems, man muss sie belasten, nicht deren Kinder.“

    Ohne Reformen droht der jüngeren Generation nach Raffelhüschens Berechnungen ein Anstieg der Krankenkassenbeiträge von 15 auf 28 Prozent, bei der Rente von 18,6 auf 25 Prozent und bei der Pflege von rund sieben Prozent. Denn alle drei Sozialversicherungen kämen infolge des demografischen Wandels immer mehr in die Schieflage.

    Tatsächlich hat die Ampel-Koalition in der Kranken- und Pflegeversicherung die Beiträge zuletzt schon angehoben, sodass der Sozialbeitrag die lange verteidigte Marke von 40 Prozent übersprungen hat. Auch im kommenden Jahr werden die Krankenkassen ihre Sätze anheben.

    „Dies wird ohne Einschnitte jetzt immer so weitergehen“, warnt Raffelhüschen. Denn die Regierung mache ungeachtet der langfristigen Finanzierungsprobleme eine ebenso ausgabenfreudige Sozialpolitik wie die große Koalition von SPD und Union unter Angela Merkel (CDU) zuvor.

    Hauptgrund für das starke Anwachsen der Nachhaltigkeitslücke binnen eines Jahres ist die anhaltende Konjunkturflaute, die auf die in den kommenden Jahren zu erwartenden Steuereinnahmen drückt.

    Dies treibt die versteckte Verschuldung bei Bund, Ländern und Kommunen in die Höhe – die Ausgaben steigen gerade auch in Krisenzeiten. Hinzu kommen immer größere Aufwendungen für die Beamtenpensionen. Und auch der Schuldendienst wird in Zeiten steigender Zinsen immer teurer.

    Raffelhüschen legt für seine Berechnungen stets die amtlichen Statistiken zugrunde und schreibt diese fort. Die offizielle Steuerschätzung aus dem Frühjahr wurde ebenso einbezogen wie die jüngste Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, aus der sich erhebliche Veränderungen gegenüber der vorangegangenen Bevölkerungsprojektion ergeben haben.

    Die Statistiker gehen jetzt von einer deutlich höheren Migration aus. Das Wanderungssaldo soll jährlich fast 300.000 betragen. Auch die Geburtenziffer wurde auf 1,55 pro Frau angehoben.

    Die Annahmen der 15. Bevölkerungsvorausberechnung kommen der Politik sehr zupass. Denn statt der bisher stets als sicher unterstellten Bevölkerungsschrumpfung, prognostizieren die Statistiker jetzt eine stabile Bevölkerung, die zudem auch jünger ist, als bisher erwartet wurde.

    Die optimistischen Annahmen des Statistischen Bundesamtes zur Bevölkerungsentwicklung wirken sich positiv auf die Generationenbilanz aus. Zumal mögliche Integrationsprobleme bei Zuwanderern unberücksichtigt bleiben, wie Raffelhüschen einräumt. Bei Migranten werde unterstellt, dass sie von Beginn an in die öffentlichen Kassen einzahlten. Dies sei zwar eine „absurd optimistische Annahme“, die aber dem internationalen Standard entspreche.

    Selbst mit Optimismus ist der Reformbedarf in den Sozialkassen groß
    Doch selbst bei einer optimistischen Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung bleibt der Reformbedarf in den Sozialkassen gigantisch. Die Stiftung Marktwirtschaft fordert umfassende Reformen.

    In der Krankenversicherung sollte ein Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Arzneimittel von 1800 Euro eingeführt und Zahnarztleistungen gänzlich ausgegliedert werden. In der Pflegeversicherung könnte ein „Nachhaltigkeitsfaktor“ den demografisch bedingten Ausgabenanstieg abbremsen.

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    Alter Haut. Gab es im Handelsblatt schon vor gefühlt 20 Jahren

  • #1908 Reichskatzler 29 Aug. 2023, 22:41

    Zitat von: ProfHase

    Völlig utopische Vorstellung, dass bei uns auf der Sozialausgabenseite gespart wird, eher steigen die Beiträge wie oben prognostiziert
    Und wenn die Leute dadurch arm werden, können sie ja Sozialhilfe beantragen. Ein perfekter Kreislauf!

  • #1909 Dr. Pest 30 Aug. 2023, 07:06

    Einfach Reich werden.
    Wo ist das Problem?

  • #1910 Karl Klammer 30 Aug. 2023, 11:33

    Hallo

    Es bockt

    Oge war alles

  • #1911 King Belau 30 Aug. 2023, 12:12

    Ich finde Sozialleistungen sind grundsätzlich richtig. Es kann jedem passieren dass man den Job verliert und plötzlich nicht mehr arbeiten kann. Gerade als Ü50 bzw. Ü55 Arbeitnehmer ist es schwierig eine Stelle zu finden. Es sollte hier niemand auf der Straße leben müssen oder hungern.

    Aaaber: Mit den Hartz 4 Reformen lief es eigentlich ganz gut. Es wurde damit zwar ein Niedriglohnsektor aufgebaut, aber ganz ehrlich: Was soll man denn machen? Jeder hat über die gesamte Schulzeit die Möglichkeit sich einen gewissen Grad an Bildung anzueignen. Ausbildungsplätze sind auch nicht so schwer zu finden. Da muss man mal locker ein Jahrzehnt gefaulenzt haben um im Niedriglohnbereich zu landen. Selbst Müllmänner sind mittlerweile ordentlich bezahlt und das Amt fördert gerne Weiterbildungen.

    Die Niedriglohnjobs werden trotz allem benötigt. Sie sind nicht so schlecht bezahlt weil die so unwichtig sind, sondern weil sie so leicht zu erlernen sind. Siehe Angebot und Nachfrage. Wenn es sich jetzt aber nicht mehr lohnt im Niediglohnsektor zu arbeiten wird es dazu führen dass immer mehr Leute staatliche Leistungen beantragen.

    Die Büchse der Pandorra wurde damit geöffnet die Sozialleistungen auch noch Ausländern zuzusprechen die hier noch nie gearbeitet haben. Ich würde als bulgarischer Zigeuner auch lieber in Deutschland Bürgergeld beantragen als irgendwo in Bulgarien auf der Müllkippe zu leben. Was wäre wohl los wenn die Schweiz plötzlich jedem 6.000€ + eine Wohnung am Zürichsee fürs nichtstun geben würde? Da wären doch auch viele Deutschen rüber.

    Abgesehen davon sind die Lohnsteigerungen hier ziemlich lächerlich. Von +20% wie beim Bürgergeld kann der normale Arbeitnehmer träumen. Wer nicht im öffentlichen Dienst oder bei der Deutschen Bahn arbeitet verliert Jahr für Jahr an real verfügbaren Einkommen. Ich habe eben geschaut, das Durchschnittsgehalt für einen Java Entwickler liegt bei 51.100€. Das sind in Steuerklasse1 2.791€ im Monat oder 32k im Jahr. LOL - und das für eine wirklich wichtige Fachkraft. Das sind die Leute die tatsächlich an der Wertschöpfungskette beteiligt sind. EIne Familie mit drei Kindern bekommt 40.000€ incl. Bürgergeld und Kindergrundsicherung im Jahr. Das ist doch ein riesiger Skandal.

    Da muss man sich nicht wundern wenn die jungen Leistungsträger nach der Uni direkt ins Ausland gehen.

    Dieser Beitrag wurde von King Belau am 31.08.2023 08:13:02 bearbeitet.
  • #1912 Gelöschtes Mitglied 1957 30 Aug. 2023, 12:31

    Zitat von: King Belau

    Ich finde Sozialleistungen sind grundsätzlich richtig. Es kann jedem passieren dass man den Job verliert und plötzlich nicht mehr arbeiten kann. Gerade als Ü50 bzw. Ü55 Arbeitnehmer ist es schwierig eine Stelle zu finden. Es sollte hier niemand auf der Straße leben müssen oder hungern.

    Aaaber: Mit den Hartz 4 Reformen lief es eigentlich ganz gut. Es wurde damit zwar ein Nirdriglohnsektor aufgebaut, aber ganz ehrlich: Was soll man denn machen? Jeder hat über die gesamte Schulzeit die Möglichkeit sich einen gewissen Grad an Bildung anzueignen. Ausbildungsplätze sind auch nicht so schwer zu finden. Da muss man mal locker ein Jahrzehnt gefaulenzt haben um im Nirdriglohnbereich zu landen. Selbst Müllmänner sind mittlerweile ordentlich bezahlt und das Amt fördert gerne Weiterbildungen.

    Die Niedriglohnjobs werden trotz allem benötigt. Sie sind nicht so schlecht bezahlt weil die so unwichtig sind, sondern weil sie so leicht zu erlernen sind. Siehe Angebot und Nachfrage. Wenn es sich jetzt aber nicht mehr lohnt im Nirdiglohnsektor zu arbeiten wird es dazu führen dass immer mehr Leute staatliche Leistungen beantragen.

    Die Büchse der Pandorra wurde damit geöffnet die Sozialleistungen auch noch Ausländern zuzusprechen die hier noch nie gearbeitet haben. Ich würde als bulgarischer Zigeuner auch lieber in Deutschland Bürgergeld beantragen als irgendwo in Bulgarien auf der Müllkippe zu leben. Was wäre wohl los wenn die Schwiz plötzlich jedem 6.000€ + eine Wohnung am Zürichsee fürs nichtstun geben würde? Da wären doch auch viele Deutschen rüber.

    Abgesehen davon sind die Lohnsteigerungen hier ziemlich lächerlich. Von +20% wie beim Bürgergeld kann der normale Arbeitnehmer träumen. Wer nicht im öffentlichen Dienst oder bei der Deutschen Bahn arbeitet verliert Jahr für Jahr an real verfügbaren Einkommen. Ich habe eben geschaut, das Durchschnittsgehalt für einen Java Entwickler liegt bei 51.100€. Das sind in Steuerklasse1 2.791€ im Monat oder 32k im Jahr. LOL - und das für eine wirklich wichtige Fachkraft. Das sind die Leute die tatsächlich an der Wertschöpfungskette beteiligt sind. EIne Familie mit drei Kindern bekommt 40.000€ incl. Bürgergeld und Kindergrundsicherung im Jahr. Das ist doch ein riesiger Skandal.

    Da muss man sich nicht wundern wenn die jungen Leistungsträger nach der Uni direkt ins Ausland gehen.
    Bürgergeld ist nicht um 20% hoch und auch im öffentlichen Dienst und bei der Bahn verlierst du jedes Jahr real an Gehalt.

    Bei diesen offensichtlichen Fehlern macht es keinen Sinn näher auf den restlichen Beitrag einzugehen

    Dieser Beitrag wurde von Gelöschtes Mitglied 1957 am 30.08.2023 12:46:05 bearbeitet.
  • #1913 Babber Hausser 30 Aug. 2023, 12:36

    Zitat von: Quasimodo

    Und ich warte immer noch auf meine Inflationsbedingte Gehaltserhöhung

    Geh doch auf „Teilzeit“ in dem du öfters krank bist. Schon hast du deine Lohnerhöhung. Geht aber eher nur bei großen Firmen, in denen Fehlzeiten keinen jucken.

  • #1914 OhDerPelikan 30 Aug. 2023, 12:40

    Zitat von: emailgo

    Bürgergeld ist nicht um 12% hoch
    Ok :LOL: :LOL:

  • #1915 G O T T 30 Aug. 2023, 13:06

    Zitat von: emailgo

    Bürgergeld ist nicht um 12% hoch und auch im öffentlichen Dienst und bei der Bahn verlierst du jedes Jahr real an Gehalt.

    Bei diesen offensichtlichen Fehlern macht es keinen Sinn näher auf den restlichen Beitrag einzugehen

    Ja, aber jeder Mitarbeiter der freien Wirtschaft verliert auch real an Gehalt, sofern er keine 12% Gehaltserhöhung bekommt.
    Und es ist auch die Politik deiner Regierung, die zu den 12% beiträgt.

    Es ist nun sehr sehr billig wenn die Regierung dafür sorgt, dass alle staatlich beschäftigten von diesen rauer werdenden Bedingungen nicht betroffen sind, sondern nur die Menschen die in der freien Wirtschaft beschäftigt sind.

    Ein fairer kompromiss bestünde darin die Erhöhung für Staatsgeldempfänger an die Erhöhung der Löhne in der freien Wirtschaft zu koppeln. Dass dann ein realer Kaufkraftverlust stattfindet ist klar, aber es ist die direkte Folge der Politik von Rot/Grün. Wenn man keine 1 Mio. Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen würde, dann könnte man z.B. die MwSt um 2% reduzieren usw.


    Aber was sag ich. Rotgrün ist ja vollkommen gestört und sie werden ja sowieso bei der nächsten Gelegenheit abgewählt. U.a. wegen solchen ungerechten Aktionen.

  • #1916 Gelöschtes Mitglied 1957 30 Aug. 2023, 13:33

    Zitat von: G O T T

    Es ist nun sehr sehr billig wenn die Regierung dafür sorgt, dass alle staatlich beschäftigten von diesen rauer werdenden Bedingungen nicht betroffen sind, sondern nur die Menschen die in der freien Wirtschaft beschäftigt sind.

    Aber gerade das passiert doch gar nicht. Schau dir mal die Abschlüsse von Bahn und Beschäftigten von Bund und Kommunen an.

  • #1917 Stinkachu 30 Aug. 2023, 13:43

    Zitat von: G O T T

    Es ist nun sehr sehr billig wenn die Regierung dafür sorgt, dass alle staatlich beschäftigten von diesen rauer werdenden Bedingungen nicht betroffen sind, sondern nur die Menschen die in der freien Wirtschaft beschäftigt sind.

    Du weißt schon, dass es so etwas wie den Tariffertrag der Lust (und der Länder) gibt und der von Verdi ausgehandelt wird und auch, dass sich die Erhöhung der Beamtenbesoldung genau daran orientiert, oder? So wie du das beschreibst, legt der Staat einfach mal für alle ordentlich ein paar Kouln oben drauf. Scheißegal, dass da eigentlich die Länder und Kommunen für zuständig sind. Da sitzt der Scholz im Kanzleramt und sagt sich: "Basst scho, hätt ich gsacht ghabt."

  • #1918 Kredithai 30 Aug. 2023, 13:51

    Zitat von: G O T T

    Ja, aber jeder Mitarbeiter der freien Wirtschaft verliert auch real an Gehalt, sofern er keine 12% Gehaltserhöhung bekommt.
    Und es ist auch die Politik deiner Regierung, die zu den 12% beiträgt.

    Es ist nun sehr sehr billig wenn die Regierung dafür sorgt, dass alle staatlich beschäftigten von diesen rauer werdenden Bedingungen nicht betroffen sind, sondern nur die Menschen die in der freien Wirtschaft beschäftigt sind.

    Ein fairer kompromiss bestünde darin die Erhöhung für Staatsgeldempfänger an die Erhöhung der Löhne in der freien Wirtschaft zu koppeln. Dass dann ein realer Kaufkraftverlust stattfindet ist klar, aber es ist die direkte Folge der Politik von Rot/Grün. Wenn man keine 1 Mio. Flüchtlinge pro Jahr aufnehmen würde, dann könnte man z.B. die MwSt um 2% reduzieren usw.


    Aber was sag ich. Rotgrün ist ja vollkommen gestört und sie werden ja sowieso bei der nächsten Gelegenheit abgewählt. U.a. wegen solchen ungerechten Aktionen.
    Die 12 % sind doch ein Witz, wenn du dir die Inflation anschaust. Hört sich viel an aber was sind schon 60 €?

    Die Leute sollen eben wieder gegen das Bürgergeld schießen um mehr gehts nicht. Arm gegen Mittelklasse/Reich, damit jeder sich schön aufregt. Komisch es regt sich keiner auf wenn zisch Millionen Menschen, die ich nicht leiden kann, da ihre überproportional großen schwarzen Schlongs meinen kleinen weißen Pimmel noch winziger aussehen lassen und andere Trottel ins Land importiert werden? Aber beim Bürgergeld diese faulen Asis!

    Selbst schuld wer noch arbeiten geht ihr seid eben die dummen :D aber reich wirst du vom Bürgergeld nicht. Erzähl ich dir als Ex Bürgergeldler :D

    Die meisten haben die Politik immer noch nicht verstanden, wir sollen uns gegenseitig hassen damit wir eben nicht aufmucken, früher wäre die komplette Regierung entlassen worden bei solchen fehltritten wie jetzt, weil zisch Millionen auf der Straße wären.

    Aber heutzutage tritt man eben lieber gegen die Bürgergeldler anstatt gegen die drecks Bonzenpolitiker die sich die Taschen voll machen.

  • #1919 G O T T 30 Aug. 2023, 13:56

    Zitat von: Kredithai

    Die 12 % sind doch ein Witz, wenn du dir die Inflation anschaust. Hört sich viel an aber was sind schon 60 €?

    Die Leute sollen eben wieder gegen das Bürgergeld schießen um mehr gehts nicht. Arm gegen Mittelklasse/Reich, damit jeder sich schön aufregt. Komisch es regt sich keiner auf wenn zisch Millionen N***r und andere Trottel ins Land importiert werden? Aber beim Bürgergeld diese faulen Asis!

    Selbst schuld wer noch arbeiten geht ihr seid eben die dummen :D aber reich wirst du vom Bürgergeld nicht. Erzähl ich dir als Ex Bürgergeldler :D

    Die meisten haben die Politik immer noch nicht verstanden, wir sollen uns gegenseitig hassen damit wir eben nicht aufmucken, früher wäre die komplette Regierung entlassen worden bei solchen fehltritten wie jetzt, weil zisch Millionen auf der Straße wären.

    Aber heutzutage tritt man eben lieber gegen die Bürgergeldler anstatt gegen die drecks Bonzenpolitiker die sich die Taschen voll machen.

    Ich vermute, dass so ziemlich alle, die sich gegen die Erhöhung des Bürgergelds aussprechen auch gleichzeitig nicht einverstanden mit der Migrationspolitik sind. Davon abgesehen spreche ich mich nichtmal grundsätzlich gegen diese Erhöhung jetzt aus. Mir ist nur wichtig dass man Anreize schafft Arbeiten zu gehen, wenn das möglich ist. Wenn jemand nicht arbeiten kann, dann habe ich nichts gegen ein höheres Bürgergeld.

  • #1920 Karl Klammer 30 Aug. 2023, 15:10

    Zitat von: Stinkachu

    Du weißt schon, dass es so etwas wie den Tariffertrag der Lust (und der Länder) gibt und der von Verdi ausgehandelt wird und auch, dass sich die Erhöhung der Beamtenbesoldung genau daran orientiert, oder? So wie du das beschreibst, legt der Staat einfach mal für alle ordentlich ein paar Kouln oben drauf. Scheißegal, dass da eigentlich die Länder und Kommunen für zuständig sind. Da sitzt der Scholz im Kanzleramt und sagt sich: "Basst scho, hätt ich gsacht ghabt."
    Und wenn der Scholz das wirklich genau so handhabt? Da kiekste aber!