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Der große Outdoor-, Wandern-, Camping- und Sightseeing-Faden

  • #821 Hagestolz 8 Sep. 2024, 13:38

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    Dieser Beitrag wurde von Hagestolz am 08.09.2024 14:00:44 bearbeitet.
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    #822 BSKartoffel 8 Sep. 2024, 17:39

    Zitat von: Hagestolz

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    NMeger

  • #823 Freischalti_schnell_pls 8 Sep. 2024, 18:07

    Zitat von: Hagestolz

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    Du machst es richtig, wunderschön, danke. Hilleberg, so gute Qualität die Zelte...

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    #824 ProfHase 8 Sep. 2024, 18:14

    Zitat von: Hagestolz

    Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.
    Was hattest du zu Essen dabei? Wie viel Gewicht insgesamt?

    Zitat von: Hagestolz
    Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken.
    Zitat von: Hagestolz
    Die Sümpfe sind das Schlimmste.
    Zitat von: Hagestolz
    Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist
    Klingt jetzt nicht so richtig nach Spaß.
    Ich bleibe im Kleinwalsertal 👍

  • #825 Hagestolz 8 Sep. 2024, 20:03

    Zitat von: ProfHase

    Was hattest du zu Essen dabei? Wie viel Gewicht insgesamt?




    Klingt jetzt nicht so richtig nach Spaß.
    Ich bleibe im Kleinwalsertal 👍

    Für das Abendessen insgesamt etwas mehr als einen Kilo Couscous mit Tütensauce Käse. Fand ich eigentlich ganz gut. Und für einen besonders anstrengenden Tag so ein MCTrek Fertigessen.
    Dann 20 Snickers, ca. 3 über den Tag verteilt.
    Für Frühstück und Mittagessen quasi ein selbsgemachtes 2-Kilomüsli bestehend aus Haferflocken, Mandeln, Macadamia, Cashews, gefriergetrockneten Himbeeren, Bananenchips und getrockneten Cranberries. Dazu Vollmilchpulver. Dann hatte ich noch löslichen Kaffee dabei und ein paar Teebeutel.
    Es waren ca. 2700 Kalorien für jeden Tag.... Habe mehrere Kilo abgenommen. Aber insgesamt hat es energietechnisch alles gerade so gereicht. Hätte noch einen Ticken mehr sein können für meinen Geschmack, aber dann haste das Problem mit Gewicht.
    Rucksack war zu Beginn ca. 19 Kilo schwer. Wenn sich Zelt und Rucksack mit Wasser vollgesogen haben, kann man sicherlich noch 1-2 Kilo draufrechnen. Aber der Proviant wird ja zum glück mit der Zeit weniger. Und Wasser muss man zum Glück nicht mitschleppen.

    Ist bisschen Abwägungssache, ob man Spaß dran hat oder nicht. Ich fand das vorbereiten und planen auf der Papierkarte schon sehr spannend. Und vor Ort ist es dann auch aufregend und abenteuerlich. Man hat ständig seine Schritte im Blick und halt die Umgebung um zu gucken, wo man lang muss. Dadurch kann ich mehr abschalten. Und die Ausblicke bei gutem Wetter, das es ja zum glück gab, haben sehr belohnt. Dann noch die Einsamkeit, Stille und so... haben für die anstrengenden Passagen entlohnt. Aber das ist ab jetzt auch sicherlich nicht mein Standardurlaub und ins Kleinwalsertal für ne Woche würde ich ebenso sehr gerne fahren.

  • Mod/RDW
    #826 LachBot 8 Sep. 2024, 22:00

    Zitat von: Hagestolz

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    Gratulation an @Hagestolz für den Forenpost des Tages mit 20 Reaktionspunkten!
    Du wurdest somit in die Hall of Fame aufgenommen.
    Ruhm, Ehre und Pelts ebnen deinen Weg.

    Mehr Statistiken gibt es hier: Statistiken

  • #827 Rollatormann 9 Sep. 2024, 07:49

    Zitat von: Hagestolz

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    ---

    Fahr nacher mit Hundi los, poste die Tage dann auch Mal paar schöne Fotos. Wird natürlich nicht vergleichbar.

  • #828 Hagestolz 9 Sep. 2024, 08:27

    Zitat von: Rollatormann



    ---

    Fahr nacher mit Hundi los, poste die Tage dann auch Mal paar schöne Fotos. Wird natürlich nicht vergleichbar.

    Wo gehts denn jetzt final hin bei dir in Südfrankreich?
    Und fahr mal zu den Seen, die ich dir gepostet habe :- D

    Hier ist mir noch ne kleine Campingplatzempfehlung eingefallen bei der Verdon-Schlucht der Geilen:


    Die Gegend generell ist geil zu fahren, geil zu chillen, geil zu wandern. Hach, ich liebe Frankreich.

    Dieser Beitrag wurde von Hagestolz am 09.09.2024 08:34:36 bearbeitet.
  • #829 Mettrix 9 Sep. 2024, 12:29

    Nächstes Jahr Sarek mit GWN-Usern überlaufen.

  • #830 LustDick 9 Sep. 2024, 13:04

    Zitat von: Hagestolz

    Wo gehts denn jetzt final hin bei dir in Südfrankreich?
    Und fahr mal zu den Seen, die ich dir gepostet habe :- D

    Hier ist mir noch ne kleine Campingplatzempfehlung eingefallen bei der Verdon-Schlucht der Geilen:


    Die Gegend generell ist geil zu fahren, geil zu chillen, geil zu wandern. Hach, ich liebe Frankreich.
    War genau da auch schon. Verdon ist nur geil im Sommer.

  • Mod/RDW
    #831 Kenny F. Powers 9 Sep. 2024, 15:39

    War schon wer im Schwarzwald wandern?

  • Mod/RDW
    #832 Kenny F. Powers 9 Sep. 2024, 15:41

    Zitat von: Mettrix

    Nächstes Jahr Sarek mit GWN-Usern überlaufen.
    "Incels überlaufen schwedisches Naturschutzgebiet. Plastikmüll, insbesondere durch gebrauchte Taschenmuschis, wird zum Problem für Naturschützer."

  • Mod/RDW
    #833 BSKartoffel 9 Sep. 2024, 22:45

  • #834 Quasimodo 10 Sep. 2024, 01:40

    Zitat von: Kens Anus

    War schon wer im Schwarzwald wandern?
    Im Schwarzwald wanderst du nicht?

  • #835 Lyoner 10 Sep. 2024, 09:12

    @Centauri und nu?

  • Mod/RDW
    #836 Centauri 10 Sep. 2024, 09:15

    MehrfachZitat von: Lyoner

    @Centauri und nu?
    Zitat von: ProfHase
    Bin jetzt eine Woche im Kleinwalsertal. Ohne Dregg. Keinen einzigen Talahon gesehen. Einige Chinesen, Jabboner, paar Inder, 1-2 Schwarze (in 7 Tagen wohlgemerkt), aber keinen einzigen Sandmenschen. Es ist eine andere Welt.

  • #837 Lyoner 10 Sep. 2024, 11:00

    @ProfHase fährt in Urlaub um dort den Ausländeranteil zu berechnen

  • Mod/RDW
    #838 fabilou 18 Sep. 2024, 23:32

    Zitat von: Hagestolz

    Kleiner Sarek-Bericht.

    Insgesamt ein ziemlich krasses und intensives Erlebnis. Wer Ausrüstung hat (vor allem für schlechtes Wetter und Wind), eine Symbiose mit seinen Wanderschuhen eingegangen ist und bereits einige Erfahrung mit Fernwanderungen hat, dem kann ich nur empfehlen, diesen "nächsten Schritt" zu wagen. Zudem muss man wissen, wie man seinen mitgeschleppten Proviant einzuteilen hat.

    Im Sarek ist man quasi auf sich alleine gestellt. Es wurde nichts durch Menschenhand verändert oder geformt. Keine Markierungen, menschengemacht hergerichtete Wege oder Schotterstraßen (nur teils Rentier- oder Trampelpfade), Brücken (außer eine einzige in der Mitte), Hütten, nichts. Keine Boote, keine Mountainbiker, keine Heißluftballons und Flugzeuge habe ich auch nicht gehört. Kein Empfang, kein Netz. Nur Ruhe und Stille. Man selber und die Natur.
    GPS geht aber natürlich. Um einen Notruf absondern zu können, braucht man ein spezielles Gerät. Natürlich keine Kanacken und Frauen habe ich auch keine einzige gesehen. Achja und Mücken habe ich auch nicht gesehen. Meistens ist man da über der Baumgrenze und es war generell eh zu kalt. Zecken habe ich auch keine gehabt.
    Ich habe mich für einen "leichten" Einstieg entschieden und die zweite Hälfte sollte dann herausfordernd sein. War 6 Tage drin und habe insgesamt 17 Begegnungen gehabt. Die meisten in den ersten beiden Tagen. An der Stelle, an der mehrere Täler zusammenlaufen, zerläuft es sich dann auch. Am 3. Tag 3 Begegnungen, dann 1, dann 0, dann wieder 2 Richtung Ausgang (man kommt am Kungsleden raus).
    Die meisten waren zu zweit oder dritt unterwegs, habe aber auch einige getroffen, die auch alleine unterwegs waren. Gesprochen wird in der Regel nicht, man versucht sich aus dem Weg zu gehen. Fand ich auch gut so.

    Trampelpfade gab es dann abschnittsweise wirklich keine mehr. Insgesamt musste man natürlich alle Flüsse furten und natürlich die richtigen Stellen finden. Und Wasser gibt es da verdammt viel. Man kämpft sich weglos durch beschissene Sümpfe, kilometerlang über Felsbrocken. Man muss fast vertikal steile Schluchten an bestimmten Punkten runter, die man erst mal finden muss, um reißende Gletscherbäche zu queren. Die Sümpfe sind das Schlimmste. Bevor ich los bin, hat es 2 Tage übelst geregnet und gestürmt (ich musste am Anfang mit dem Heli rüber, weil die Fähre über den See nicht fuhr). Die ziehen einem die Energie sowas von aus den Beinen. Wenn es dann den ganzen Tag nieselt und windig ist und Pausen unangenehm sind, dann wirds echt hart. Zudem hatte ich ab Tag 4 quasi Wasserpfützen in den Schuhen - trotz neuer und rel. teurer Goretex Schuhe, is einfach so. Der einzige Wetterschutz ist im Prinzip das eigene Zelt, da es ja keine Unterstände oder auf dem überwiegenden Teil der Strecke keine Bäume gibt. Heißt: Man ist idr. dem Wetter den ganzen Tag ausgeliefert. Die ersten 3 Tage hatte ich Scheißwetter. Hat jeden Tag mehrere Stunden während des Wanderns geregnet, mindestens genieselt und windig war es auch immer. Abends klarte es aber lustigerweise immer dann auf, wenn ich mein Zelt aufbaute. Also eignetlich bisl Glückl im Unglück, beschissner hätte es halt auch sein können. Die zweite Hälfte auf den härteren und faszinierenderen Abschnitten hatte ich aber auch echt gutes Wetter. Also insgesamt eigentlich ziemlich viel Glück, würde ich sagen. Einmal hatte ich so heftigen Wind, dass es mir zwei tief im Boden verankerte Groundhogs-Zeltheringe aus dem Boden gerissen hat. Zum glück dann den ganzen Tag über Rückenwind. Aber auch so Böen, dass es aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Beim Furten von Flüssen ein besonderer Spaß (zum Glück an dem Tag keine Geröllfelder zu queren).

    Tsüchisch gesehen, sage ich euch, war es richtig geil, von allem weg zu sein. Weg von sozialen Normen, Verpflichtungen, von Menschen aufgestellten Regeln wie man sich zu verhalten hat. Weg von Kanacken, Messerstechern, US-Wahlkampf, seinen Alltagsproblemen und dem alltäglichen Sozialfersagen, dem ganzen Wokedreck, Grünninen, Hedonistengesellschaft und halt der ganze Dreck, der so tagäglich über einen hineinprasselt. So rückblickend ist mir dann bewusst geworden, dass mir beim Einstieg in den Sarek wirklich eine unglaubliche Last von den Schultern gefallen ist. Sehr befreiend. Das Gefühl hatte ich bisher so noch nie. Und ich habe schon viele wochenlange Bikepackingtrips oder Fernwanderungen gemacht. Einmal, als ich wirklich ewig niemanden mehr getroffen hatte, habe ich für einen Augenblick Schiss gehabt, als mir bewusst wurde, dass ich mehrere Tagesmärsche in alle Richtungen entfernt von der Zivilisation entfernt war.

    Die folgenden Fotos sind vielleicht nicht so pittoresk wie die Dolomiten oder so. Beeindruckend ist da mehr das Gefühl von absoluter Wildnis und Weite. Und vor allem gibt es in dem Nationalpark wohl an die 100 Gletscher. Das fand ich auch immer wieder beeindruckend, dass man durch so eine Gletschergegend läuft. Und dann natürlich das Herbstambiente mit den goldenen Birken und so. Super schön.

    Achja, und eine Elchin habe ich auch gesehen. Und viele Rentiere.

    Kleine Gletscherbachquerung. Vor der Stelle hatte ich bereits seit Planung Schiss.




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    Hier unten auf dem Foto hatte ich gerade mein Zelt aufbauen wollen am Abend. Da kam plötzlich über den Berg richtig geiles Wetter rein. Hat nur noch Gandalf mit den Reitern Rohans gefehlt.
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    Hier sah es auf so einem Plateau so aus. Bisschen Mordorstyle. Es hat echt den ganzen Tag geregnet und gewindet und war saukalt. Dann ging man über den Pass und sah instant Panorama im daurauffolgenden Foto. War ein unglaublich geiler Moment, weil das Wetter so ins Positive wechselte.

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    Top Fotos! Da hat jemand Ahnung. 👌

  • Mod/RDW
    #839 ProfHase 20 Sep. 2024, 14:23

  • #840 Hagestolz 20 Sep. 2024, 14:28

    Zitat von: ProfHase


    Horror