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bia812
22 Feb. 2023, 14:26
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Zitat von: TreuerStadtschinken
Es ist irgendwie schon a weng utopisch. Er hat keine Verpflichtungen, keine Termine, keinen Druck und wirkt trotzdem so verloren, weil er nix mit sich anzufangen weiß . Die Imitation eines echten Lebens mit Strukturen, Regeln und Grenzen, das sehen wir gerade. Er fährt morgens nach Nümbech, wongelt durch die City, macht mittags Station beim Imbiss, abends fährt er wieder zurück. Fast so wie in der verhassten 40 Stunden Arbeitswoche.
Auch seine soziale Interaktion ist ein Faksimile. Er steht wie ein stiller Beobachter daneben und sieht zu, wie das Leben um ihn herum einfach passiert. Von ganz allein, ohne Zwang, ohne Konflikt. Gerne würde er wirklich mit den 15jährigen Backfischen vorm C&A klönen. Aber er weiß dass er da keinen Anschluss findet. Weil er nirgendwo Anschluss findet. Die Distanz hält er dabei selbst ein, weil er der Schmach der Zurückweisung präventiv entgehen will. Er ist selbst mitten in der Gesellschaft der einsamste Mensch auf Erden.
Quasi wie in der Schanze, wenn er die nicht verkauft hätte wären die Lieferanten und Marion seine einzigen Kontakte.