Zitat von: Herr_Winklaaa
Zitat von: Herr_Winklaaa
Zitat von: Herr_Winklaaa
Zitat von: Strickschildkröte
Zitat von: DerFalsche
Zitat von: Circling Hedgehog
Zitat von: Basewin
Zitat von: CIA
Zitat von: panic
Zitat von: und 12 andere
Zitat von: und 12 andere
Erstmal vor der Cam gemütlich fressen und das ganze auch noch hochladen, man kennt es.
Zitat von: Hater von Amts wegen
Zitat von: Schweiner
Zitat von: DerFalsche
Es war noch früh im August, der zweite des Monats, als ich durch den dichten Wald um Emskichen wanderte. Die Nacht versank gerade im Westen während der neue Tag sich sanft über den Rand der Welt erhob in Gestalt der Morgensonne die sich im Osten empor stemmte, wo zuvor besoffene Gopniks mit Lichtpilzbomben um sich geworfen hatten. Wolken unsichtbaren Giftes waren nach Deutschland geweht worden und hatten die Wälder Bayerns und des gesamten östlichen Bundesgebietes erreicht. Die Gebiete um München, ober- und Mittelfranken sowie Nürnberg waren noch verlassen nach der Evakuierung im Juli, während an anderen Orten die Menschen zurückkehrten. Ich wollte diese Zeit nutzen, die Strahlung war fast verflogen, man war sicher sofern man sich keinen Ast in die Kimme kämmte, also hatte ich mich zu dieser Wanderung entschieden. Ich kam von Süden, hatte eine Autobahn überquert und war abgekommen, so landete ich in diesem Forst. Das Unterholz war matschig und noch nass vom Regen der vergangenen Nacht, in welcher ich Unterschlupf in einem nahen, nicht näher benannten Bordell gefunden hatte. Einige der Damen baten mich ihre Söhne auf GWN und LordKorea zu grüßen. Dies sei damit getan.
Begleitet von den Rufen eines Kuckucks tauchte ich unter einem tief hängenden Ast hindurch und wandte mich in Richtung Dorf. Dort, so war ich mir sicher, würde ich eine beschilderte Straße finden die mich wieder in bewohntes Gebiet führen würde. Der Wald war gespenstisch, das schon bei Tage, so wollte ich nicht die Nacht hier verbringen. Bäume waren an vielen stellen nackt, entlaubt von der Giftwolke, die wenigen Tiere die ich sah tot oder von der Strahlenkrankheit befallen. Besonders bemerkenswert war ein Hirsch dem ein zweites Geweih aus dem Rücken wuchs, nach hinten gerichtet wie zum Schutz vor Fickfeinden, von denen es hier keine mehr geben dürfte.
Hirsch und Kuckuck längst hinter mir gelassen sah ich am Horizont die Flaggen des örtlichen REWE Marktes flattern, ein untrügliches Zeichen. Der Ort war nahe. Ich lief weiter, frohen Mutes denn dieser unheilige Wald ließ meine Haare am ganzen Körper kribbeln und eine Gänsehaut wuchs entschlossener als ein gesunder Schwanz im augsburger Nuttenparadies an einem Ostersonntag. Doch bald würde ich ihn verlassen. Es war in diesem Augenblick, als ich das Geräusch hörte. Etwas hartes schabte... an was? Plastik? Ich kannte das Geräusch, es klang wie die Zähne einer Katze die gierig die letzten Reste ihres Nassfutter aus einem Napf nagte. aber Katzen und Näpfe hier im Wald? Ich ging weiter. Nach wenigen Metern trat ich auf einen Ast, aber er klang seltsam als er brach. Ein Blick offenbarte mir, es war eine Plastikgabel, daneben eine leere 5 Minuten Terrine, geradezu sauber. Vom Regen? Nein, die war frisch, von heute. Ausgeleckt. Ich nahm sie in die Hand. Sie war noch warm.
Ich lief weiter, eilig. Hier war noch jemand und das gefiel mir nicht. Ich machte nur den Fehler die Flaggen anzusteuern. Ich stieß auf das Lager.
Und das fremde Wesen darin.
Ich sah ein eingefallenes Zelt. Oder war es schief gebaut? Ich weiss es nicht. Ich war gebannt, das schabende Geräusch war lauter geworden und ich sah nun seinen Ursprung.
Ein groteskes Wesen, nahezu kugelrund kauerte über einem großen gelben Plastiktrog. Während es irgendetwas fraß und mit der Zunge darin schlappte, kratzen zwei gelbe und unheimlich schiefe Hauer aus seinem Unterkiefer über das Material. Ich stöhnte leise vor Ekel, was das Wesen leider hörte. Die borstigen Haare auf dem nackten, von wenigen gelben Stofffetzen bedecktem Rücken stellten sich auf und das Ding zog den Kopf aus dem Trog. Irre Schweinsaugen funkelten mich an und die Zunge leckte wild um die Schnauze des fast menschlichen Gesichtes. Die Pranken des Wesens waren verformt, mit kleinen gespaltenen Hufen an den Fingerspitzen. Diese Hufe scharrten im Unterholz während es mir einen brüllenden und gleichzeitig schrill grunzenden Schrei entgegen warf. Ich sah den blanken Arsch, von geradezu irritierender rundlichkeit, beinahe hypnotisch hin- und herwackeln, wie eine Katze vor dem spielerischen Angriff. Ich drehte mich um und rannte los. Ich bildete mir ein hinter mir, in den schrillen Schreien des Ungeheuers, immer wieder Worte zu hören. "Krapfen" meinte ich zu hören. Etwas wie "Acht Stück Zucker." Ich muss mir das eingebildet haben denn ich rannte. Scheiß auf diesen Wald.
Scheiß auf Emskirchen.
Zitat von: und 12 andere
Zitat von: Schweiner