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Wieso arbeitet ihr?

  • Umfrage: Wieso Arbeitet ihr?
  • Weils cool ist (10 — 14,3%)  
  • Weils Spaß macht (15 — 21,4%)  
  • Abgesehen davon arbeite ich gar nicht (30 — 42,9%)  
  • Du Oger (13 — 18,6%)  
  • Wegen der Kohle (31 — 44,3%)  
 
  • #61 GеIöschtеs Mitglied 40210 28 Aug. 2022, 01:53

    Zitat von: Snake

    Also bei Depressionen ist echt son Ratschlag wie aufraffen mehr frische Luft oder son Nonsens echt sinnlos.
    Was ich glaube das beste wäre ist im ersten Schritt einen Therapeuten aufzusuchen, da die Krankheit eben immer eine Bremse sein wird und dadurch lernen damit zu leben die einzige möglichkeit. Dann auch keine scheu vor staatlicher Hilfe zu haben und erstmal von allem Lösen und dann doch nach einer langen und doch immer harten Therapie mit Arzt und mit sich selbst mit kleinen Projekten anfangen und wenn es nur erstmal einen Tag Haushalt und dann eine kurze kreative Arbeit ist.
    Von mir aufrichtiges Beileid und viel Erfolg bei dem Schritt falls dus versuchen möchtest.
    Eine sinnvolle Therapie ist das A und O, gerade bei rezidivierenden Geschichten & der Suizidalität. Ambulante Langzeittherapie ist vorzuziehen, sich nicht zu sehr vom Therapeuten einreden lassen. stationär zu gehen, weil das ja so gut für einen sein soll, die haben halt auch Platzprobleme. Daher beim Erstgespräch immer ansprechen, ob ambulant und Langzeit möglich ist. Solange du noch weiterhin nebenher arbeitest ist das ja gar nicht so schlecht, nichts ist schädlicher oder besser (je nach dem wie mans betrachtet) für die Depression, als gar nicht mehr am Alltag teilnehmen. Vielleicht klappt das Triebfahrzeugführer-Ding, klingt ja super.

    Dieser Beitrag wurde von GеIöschtеs Mitglied 40210 am 28.08.2022 13:16:43 bearbeitet.
  • #62 Roggen 28 Aug. 2022, 06:49

    Bekomme seit 17 Jahren ALG2, hatte noch nie einen festen Job.
    Habe Arschburger und soziale Phobie.
    oke wa ales.

  • #63 Gronkh auf Madeira 28 Aug. 2022, 07:20

    Zitat von: ALT+F4

    Ich habe im kreativen Bereich so viele Talente und Begabungen, womit andere steinreich geworden sind. Wenn da bloß diese Ängste und Blockaden nicht wären.
    Also die sind online reich geworden (nehm ich mal an, denn mit normaler Arbeit wirst du das Gegenteil von reich) und du hast Ängste und Blockaden?
    Wovor hast du ONLINE bitte Ängste und Blockaden, wenn du deine Fresse nichtmal zeigen musst???

  • #64 Deleted member 1298 28 Aug. 2022, 10:26

    Zitat von: ALT+F4

    Ich habe im Laufe meines Lebens ein ganz ganz komisches Verhältnis zum Thema arbeiten entwickelt.
    Das fing mit Sicherheit auch schon in der Kindheit an. Mein Opa und mein Vater haben einen kleinen Dorfladen gehabt. Wer weiß was sie alles über das Thema arbeiten erzählt haben und ich kleines Sensibelchen habe alles wie ein Schwamm aufgesaugt, sodass ich die wichtigste Zeit meines Lebens nie wusste warum ich überhaupt einen guten Schulabschluss machen soll oder warum eine Ausbildung bzw. Arbeit so wichtig ist.

    Das Desaster ging dann so weiter, dass ich durch die Auswanderung Anfang der 90er vom Musterschüler mit nur 1er Noten zum Hauptschüler wurde. Keine Perspektive, keine Hoffnung, gar nichts. Ende der Hauptschule noch die Kurve bekommen und vom Notendurchschnitt 4,0 auf 1,6 gekommen.

    Dann eine Ausbildungsstelle bekommen obwohl Realschule nötig war, weil ich mit meiner Kreativität gepunktet habe. 1 Jahr später hat der Betrieb dann die Ausbildung wegen einer Finanzkrise beendet und das war auch problemlos möglich, weil ich Vollidiot keinen Ausbildungsverstrag abgeschlossen habe. Seitdem hangele ich mich von Job zu Job, doch meistens eher nicht weil Depressionen und an eine Ausbildung habe ich mich immer wieder rangetastet, aber irgendwie nie richtig rangetraut und sofort alle Bemühungen abgebrochen.

    Ich habe im kreativen Bereich so viele Talente und Begabungen, womit andere steinreich geworden sind. Wenn da bloß diese Ängste und Blockaden nicht wären.

    Ich beneide immer die Leute die sagen sie haben Glück gehabt, sie haben diesen und jenen chilligen Job, Frau, Haus und Kinder. Ich habe beruflich leider nie Glück gehabt. Arbeiten gehen konnte ich immer nur so lange bis die aller schlimmsten Depressionen inklusive Suizid Gedanken aufgekommen sind oder ich Magenkrämpfe und Magengeschwüre bekommen habe.

    Ich bin ernsthaft für jeden Tipp und Ratschlag dankbar.
    Anfang der 90er... - WIE ALT SEIDN IHR HIER BIDDE ALLE?

  • #65 Birdlawyer-24/7 reloaded 28 Aug. 2022, 11:02

    Zitat von: Drogenbecher

    Bekomme seit 17 Jahren ALG2, hatte noch nie einen festen Job.
    Habe Arschburger und soziale Phobie.
    oke wa ales.
    Arschburger hier über repräsentatiert, deine Socialskillz werden wohl nicht schlechter sein als die von @Dr Prepper, einfach irgend ne Job mit PC zum flexen erfinden...

  • Mod/RDW
    #66 BigBANG 28 Aug. 2022, 23:12

    Zitat von: ALT+F4

    Ich habe im Laufe meines Lebens ein ganz ganz komisches Verhältnis zum Thema arbeiten entwickelt.
    Das fing mit Sicherheit auch schon in der Kindheit an. Mein Opa und mein Vater haben einen kleinen Dorfladen gehabt. Wer weiß was sie alles über das Thema arbeiten erzählt haben und ich kleines Sensibelchen habe alles wie ein Schwamm aufgesaugt, sodass ich die wichtigste Zeit meines Lebens nie wusste warum ich überhaupt einen guten Schulabschluss machen soll oder warum eine Ausbildung bzw. Arbeit so wichtig ist.

    Das Desaster ging dann so weiter, dass ich durch die Auswanderung Anfang der 90er vom Musterschüler mit nur 1er Noten zum Hauptschüler wurde. Keine Perspektive, keine Hoffnung, gar nichts. Ende der Hauptschule noch die Kurve bekommen und vom Notendurchschnitt 4,0 auf 1,6 gekommen.

    Dann eine Ausbildungsstelle bekommen obwohl Realschule nötig war, weil ich mit meiner Kreativität gepunktet habe. 1 Jahr später hat der Betrieb dann die Ausbildung wegen einer Finanzkrise beendet und das war auch problemlos möglich, weil ich Vollidiot keinen Ausbildungsverstrag abgeschlossen habe. Seitdem hangele ich mich von Job zu Job, doch meistens eher nicht weil Depressionen und an eine Ausbildung habe ich mich immer wieder rangetastet, aber irgendwie nie richtig rangetraut und sofort alle Bemühungen abgebrochen.

    Ich habe im kreativen Bereich so viele Talente und Begabungen, womit andere steinreich geworden sind. Wenn da bloß diese Ängste und Blockaden nicht wären.

    Ich beneide immer die Leute die sagen sie haben Glück gehabt, sie haben diesen und jenen chilligen Job, Frau, Haus und Kinder. Ich habe beruflich leider nie Glück gehabt. Arbeiten gehen konnte ich immer nur so lange bis die aller schlimmsten Depressionen inklusive Suizid Gedanken aufgekommen sind oder ich Magenkrämpfe und Magengeschwüre bekommen habe.

    Ich bin ernsthaft für jeden Tipp und Ratschlag dankbar.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung und der Beobachtung mir nahestehender Menschen mit psychischen Problemen würde ich behaupten, dass Menschen die Tendenz haben aktuelle äußere Umstände für ihre aktuelle Gefühlslage verantwortlich zu machen.
    Dabei sind die äußeren Umstände nur ein Symptom, nicht die Ursache.
    Ausschlaggebend sind die internen Handlungs- und Denkmuster.
    Je nachdem wie hart die Kindheit war, muss man da viel aufarbeiten. Es gibt viele Selbsthilfebücher und wenn man Glück hat, findet man eines, das ins Schwarze trifft.
    Langfristig ist eine tiefenpsychologische Therapie, als auch eine Verhaltenstherapie vermutlich zuverlässiger.
    Dass du aus dir selbst heraus nach Hilfe suchst, ist der wichtigste Schritt und die Voraussetzung für Besserung. Alles Gute!

    PS: Es ist vermutlich eine Illusion, dass wenn sich der äußere Umstand X ändert, man das schlechte Gefühl Y loswird. (Z.B. neuer Job / neue Freundin löst alle Probleme).
    Wichtiger ist es sich selbst zu verstehen und zu beobachten in welchen Situationen bestimmte Gefühle auftreten und dann präventiv diese Situationen umleiten.

  • #67 Deleted member 1298 28 Aug. 2022, 23:22

    Zitat von: BigBANG

    Aus meiner persönlichen Erfahrung und der Beobachtung mir nahestehender Menschen mit psychischen Problemen würde ich behaupten, dass Menschen die Tendenz haben aktuelle äußere Umstände für ihre aktuelle Gefühlslage verantwortlich zu machen.
    Dabei sind die äußeren Umstände nur ein Symptom, nicht die Ursache.
    Ausschlaggebend sind die internen Handlungs- und Denkmuster.
    Je nachdem wie hart die Kindheit war, muss man da viel aufarbeiten. Es gibt viele Selbsthilfebücher und wenn man Glück hat, findet man eines, das ins Schwarze trifft.
    Langfristig ist eine tiefenpsychologische Therapie, als auch eine Verhaltenstherapie vermutlich zuverlässiger.
    Dass du aus dir selbst heraus nach Hilfe suchst, ist der wichtigste Schritt und die Voraussetzung für Besserung. Alles Gute!

    PS: Es ist vermutlich eine Illusion, dass wenn sich der äußere Umstand X ändert, man das schlechte Gefühl Y loswird. (Z.B. neuer Job / neue Freundin löst alle Probleme).
    Wichtiger ist es sich selbst zu verstehen und zu beobachten in welchen Situationen bestimmte Gefühle auftreten und dann präventiv diese Situationen umleiten.
    Dieses - das größte Problem ist, dass die Erkenntnis der inneren Veränderung trotz allem zum Betroffenen vordringen, bzw. aus ihm kommen muss. Meist auch der langwierigste Schritt, der dann letztlich wie der erste Dominostein der fällt wirkt.

  • #68 Deleted member 206 28 Aug. 2022, 23:27

    Ich habe überhaupt gar keine Ahnung davon, wie ich Leuten helfen sollte, die unter akuten psychischen Problemen leiden.

  • Mod/RDW
    #69 BigBANG 28 Aug. 2022, 23:30

    Zitat von: Hazelnut

    Ich habe überhaupt gar keine Ahnung davon, wie ich Leuten helfen sollte, die unter akuten psychischen Problemen leiden.
    Dabei helfen einen Therapieplatz zu bekommen ist sicher nie falsch.

  • #70 Deleted member 206 28 Aug. 2022, 23:31

    Zitat von: BigBANG

    Dabei helfen einen Therapieplatz zu bekommen ist sicher nie falsch.
    Aber halt auch nie richtig.

  • Mod/RDW
    #71 BigBANG 28 Aug. 2022, 23:32

    Beginnen wir hier gerade wieder ein leicht alkoholisiertes Gespräch, das im Nihilismus endet?

  • #72 Deleted member 206 28 Aug. 2022, 23:34

    Entweder das, oder das was du geschrieben hattest. Ich würds einfach so stehen lassen.

  • #73 Deleted member 1298 28 Aug. 2022, 23:35

    Zitat von: Hazelnut

    Ich habe überhaupt gar keine Ahnung davon, wie ich Leuten helfen sollte, die unter akuten psychischen Problemen leiden.
    Als Laie praktisch unmöglich - eine Ex-Freundin von mir war irgendwas mit Bi-Polar, manischer Depression und wat weiß ich noch. Hab vier Jahre versucht ihr zu helfen, mich Nächte lang anschreien lassen, um mich am nächsten Morgen halb tot zur Arbeit zu schleppen. Wäre in der Zeit am liebsten einfach eingeschlafen.

    Die stabile Fotze hat mich letztlich noch betrogen und ist dann bei der Trennung vollständig eskaliert. Mache zehn Kreuze, dass die Scheiße weit hinter mir liegt - hat mich einige Jahre gekostet, mich wieder zusammenzuflicken.

    TL;DR Bei psychisch Kranken gerne weit und schnell laufen. Da macht man nix!

  • #74 Hilbedd 28 Aug. 2022, 23:37

    Luxussucht.

  • #75 Birdlawyer-24/7 reloaded 29 Aug. 2022, 00:09

    Zitat von: BigBANG

    Aus meiner persönlichen Erfahrung und der Beobachtung mir nahestehender Menschen mit psychischen Problemen würde ich behaupten, dass Menschen die Tendenz haben aktuelle äußere Umstände für ihre aktuelle Gefühlslage verantwortlich zu machen.
    Dabei sind die äußeren Umstände nur ein Symptom, nicht die Ursache.
    Ausschlaggebend sind die internen Handlungs- und Denkmuster.
    Je nachdem wie hart die Kindheit war, muss man da viel aufarbeiten. Es gibt viele Selbsthilfebücher und wenn man Glück hat, findet man eines, das ins Schwarze trifft.
    Langfristig ist eine tiefenpsychologische Therapie, als auch eine Verhaltenstherapie vermutlich zuverlässiger.
    Dass du aus dir selbst heraus nach Hilfe suchst, ist der wichtigste Schritt und die Voraussetzung für Besserung. Alles Gute!

    PS: Es ist vermutlich eine Illusion, dass wenn sich der äußere Umstand X ändert, man das schlechte Gefühl Y loswird. (Z.B. neuer Job / neue Freundin löst alle Probleme).
    Wichtiger ist es sich selbst zu verstehen und zu beobachten in welchen Situationen bestimmte Gefühle auftreten und dann präventiv diese Situationen umleiten.
    Ja ne komm, nichts für ungut, aber das ist schon wieder so ein halbherziger Autismus.

    Selbsthilfebücher halte ich persönlich für albernen Schrott, das ist mehr so Selbstoptimierung für die gelangweilte Mittelschicht, ließ dir einfach mal die Trainingsexpertisen durch die ein bestimmter User hier im Kraftsportfaden ab gibt und dann Vergleich das mit den Trainingserfolgen aus den legendären Ottenleaks. Stoiker, Buddhismus und so bieten Jahrhunderte an Erfahrungschatz, aber Wissen ist nicht die Hauptsache, die Hauptsache nach dem Training ist das man zum nächsten Training geht, wie unser Forenbetreiber so schön sagt.

    Emotionen sind chemische Reaktionen im Gehirn, da gibt es eine angeborene Komponente, eine anerzogene Komponente und natürlich auch eine Umweltkomponente, gerade die Genetik setzt dem was durch Training oder in dem Fall Therapie zu erreichen ist durch aus Grenzen.

    Coping Strategien und Medikamente können einem bei der Bewältigung helfen, ich gehe jetzt mal nicht auf die Debatte ein warum man mit SSRIs eventuell wissenschaftlich auf dem Holzweg ist, und warum Psychodelica, Opiate und Ketamin teilweise vielversprechende Alternativen sein könnten. Auch die etablierten Verfahren wie Konitive Verhaltens Therapie und Tiefenpsychologiche Verfahren haben 61% Erfolgsquote.

    Verhalten ansich kann am besten unter kontrollierten Umweltbedingungen trainiert werden, wenn du deinen Hund ausbildest, machst du das ja auch nicht auf einer Shoppingmeile, die Kommandos unter Ablenkung kommen erst ganz zum Ende. Für seelische Leiden heißt der Hundeplatz, nun einmal psychiatrische Klinik.

    Generell, das Stichwort heißt Resilienz, seit Dürkheims Suizid Studien weiß man, dass ein soziale Verflechtungen als Unterstützung zb ein wesentlicher Faktor in der Suizid Wahrscheinlichkeit sind, je mehr die Person eingebunden ist desto geringer das Risiko.
    Man sollte sich daher um ein gesundes Maß an Sozialkontakten bemühen, ob Sportverein oder Religionsgemeinschaft, einfach eine Gewisse Redundanz auf der Ebene der sozialen Kontakte schaffen, da viele Menschen grade beim Wechsel des Sexualpartners völlig überreagieren.

    Da gerade depressive Menschen von der Motivation her, Schwierigkeiten mit der Konstanz haben, sollte man keine Hemmungen haben sich ein Umfeld zu schaffen das einen unterstützt, Freunde Familie, Selbsthilfe Gruppe etc.

  • #76 Der 19hundertnuller 29 Aug. 2022, 02:11

    Weil meine Arbeit in Haufen Barrne bringt und die geforderte Leistung dafür eher so auf Winklernivo ist

    Du Oger