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Arbeiten und Lohnsklaverei

  • Mod/RDW
    #361 Kenny F. Powers 10 März 2023, 16:52

    Zitat von: Prof. Kangaroo

    Wenn wir über Altersversorgung reden, dann müssen wir auch zwingend die Beamtenpensionen ansprechen.

    Es schwillt mir immer wieder der Kamm, wenn ich mir deren Üppigkeit vergegenwärtige; welche ich übrigens für vollkommen ungerechtfertigt halte. Gleiches gilt für Pensionen des ÖRR.

    Hier einige Zahlen aus einem Focus-Artikel von 2021 (https://www.focus.de/finanzen/alter...m-alter-mehr-als-angestellte_id_12331724.html):

    Bundesbeamte kassierten im Jahr 2019 durchschnittlich 3160 Euro Pension im Monat.

    6,5 Prozent der ehemaligen Bundesbeamten erhielten im Alter sogar mehr als 5000 Euro monatlich.

    Die Netto-Rente für langjährig Beschäftigte lag 2019 bei 1269 Euro.

    Zurück zum Jahr 2019. Damals kamen männliche und weibliche Arbeitnehmer nach 35 Jahren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung auf durchschnittlich 1413 Euro Ruhegehalt pro Monat. Hiervon gingen noch Krankenversicherungsbeiträge und gegebenenfalls noch Steuern ab.

    Ein wichtiger Grund für die unterschiedliche Höhe der Altersversorgung liegt darin, dass das Rentenniveau normaler Arbeitnehmer im Schnitt lediglich 48,21 Prozent ihres Durchschnittseinkommens erreichte.

    Im Schnitt aller Bundesbeamten belief sich der Satz 2020 laut den jüngsten offiziellen Zahlen auf 67,2 Prozent ihres letzten Gehalts. 60 Prozent aller im Jahr 2018 neu pensionierten Bundesbeamten bekamen sogar den maximalen Satz von 71,75 Prozent ihres letzten Gehalts als Ruhebezüge.

    Ein weiterer Unterschied zugunsten von Beamten: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mindestpension. Die lag laut Versorgungsbericht 2019 für Bundesbeamte bei 1760,73 Euro brutto im Monat.

    Ein Arbeitnehmer muss mindestens 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Bei Beamten reicht für die Mindestpension eine Wartezeit von fünf Jahren.


    Hier besteht dringender Reformbedarf. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass sich keine relevante Partei mit den Pensionären anlegen will und wird.

    Persönlich habe ich in dieser Sache meine Schlüsse gezogen, da bin ich auch ganz ehrlich. Nach Ende meines Studiums in diesem Jahr strebe ich eine Anstellung im Öffentlichen Dienst und eine Verbeamtung an.
    traurigebskgereusche.jpg

  • #362 Rollatormann 10 März 2023, 17:15

  • #363 Herr_Winklaaa 10 März 2023, 17:20

    Zitat von: Prof. Kangaroo

    Wenn wir über Altersversorgung reden, dann müssen wir auch zwingend die Beamtenpensionen ansprechen.

    Es schwillt mir immer wieder der Kamm, wenn ich mir deren Üppigkeit vergegenwärtige; welche ich übrigens für vollkommen ungerechtfertigt halte. Gleiches gilt für Pensionen des ÖRR.

    Hier einige Zahlen aus einem Focus-Artikel von 2021 (https://www.focus.de/finanzen/alter...m-alter-mehr-als-angestellte_id_12331724.html):

    Bundesbeamte kassierten im Jahr 2019 durchschnittlich 3160 Euro Pension im Monat.

    6,5 Prozent der ehemaligen Bundesbeamten erhielten im Alter sogar mehr als 5000 Euro monatlich.

    Die Netto-Rente für langjährig Beschäftigte lag 2019 bei 1269 Euro.

    Zurück zum Jahr 2019. Damals kamen männliche und weibliche Arbeitnehmer nach 35 Jahren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung auf durchschnittlich 1413 Euro Ruhegehalt pro Monat. Hiervon gingen noch Krankenversicherungsbeiträge und gegebenenfalls noch Steuern ab.

    Ein wichtiger Grund für die unterschiedliche Höhe der Altersversorgung liegt darin, dass das Rentenniveau normaler Arbeitnehmer im Schnitt lediglich 48,21 Prozent ihres Durchschnittseinkommens erreichte.

    Im Schnitt aller Bundesbeamten belief sich der Satz 2020 laut den jüngsten offiziellen Zahlen auf 67,2 Prozent ihres letzten Gehalts. 60 Prozent aller im Jahr 2018 neu pensionierten Bundesbeamten bekamen sogar den maximalen Satz von 71,75 Prozent ihres letzten Gehalts als Ruhebezüge.

    Ein weiterer Unterschied zugunsten von Beamten: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mindestpension. Die lag laut Versorgungsbericht 2019 für Bundesbeamte bei 1760,73 Euro brutto im Monat.

    Ein Arbeitnehmer muss mindestens 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Bei Beamten reicht für die Mindestpension eine Wartezeit von fünf Jahren.


    Hier besteht dringender Reformbedarf. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass sich keine relevante Partei mit den Pensionären anlegen will und wird.

    Persönlich habe ich in dieser Sache meine Schlüsse gezogen, da bin ich auch ganz ehrlich. Nach Ende meines Studiums in diesem Jahr strebe ich eine Anstellung im Öffentlichen Dienst und eine Verbeamtung an.
    Die Idee hatte ich tatsächlich sogar auch mal mit dem Beamtentum, aber für meinen Beruf gibts net so viele Beamtenstellen und irgendwie ist der Gehaltsunterschied zur der freien Wirtschaft zu groß. Das ist halt eine Abwägung ob es sich für einen lohnt. Man weiß ja nicht wie viele Jahre man nach Renteneintritt hat bis man in die Kiste hüpft.

    Loide wir ham übrigens auch einen Rententhread

  • #364 Quasimodo 10 März 2023, 17:23

    Mit den Beamtenpensionen passiert eh genau das gleiche wie mit der Rente.

  • #365 Hailiger Bimbam 10 März 2023, 18:16

    Zitat von: Hetzer-chan

    So sicher sind diese Jobs gar nicht mehr
    Blödsinn
    Zitat von: Hetzer-chan
    und bist du einmal Beamter, dann musst du das auch bleiben, egal wie sich dein Job ändert.
    Absoluteroberbullshit

  • #366 KippmKauBoi 10 März 2023, 20:16

    Zitat von: LustDick

    iu




    iu


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    Und ich danach nur so

    futurama-amy.gif

  • #367 Kontrollgreif aufn Jens 10 März 2023, 21:38

    90e2722d07a73800.jpg


    Gute Idee!

  • #368 CEO_von_MTU (2014 - 2022) 10 März 2023, 22:09

    Zitat von: Hetzer-chan

    Hab auch öfters gedacht, dass Verbeamtung nice wäre, aber hab da einige Storys mittlerweile gehört und bin davon weit abgerückt. So sicher sind diese Jobs gar nicht mehr und bist du einmal Beamter, dann musst du das auch bleiben, egal wie sich dein Job ändert. Nachdem ich bei Bewerbungsgesprächen auch wie der letzte Volltrottel behandelt worden bin, kann mich der Staat gepflegt am Arsch lecken.
    Jep, kann ich 100 % so bestätigen. So läuft das in jeder staatlichen Klitsche. Du wirst als Neuer von Vollidioten wie ein Vollidiot behandelt bis du selbst in der Position bist, neuere Neue wie Vollidioten behandeln zu können.
    Der Staat macht Gesetze gegen wiederholte Befristungen, gegen Diskriminierung, usw. usf. - und hält sich selbst nicht dran. Kein Stück. Gilt nur für die andern.

    Zitat von: Hetzer-chan
    Es sagt ja niemand, dass der Staat weiter Geld für die Erfoschung lebischer Baltänze in Tanzania verschwenden sollte, aber das Rentensystem ist ein Loch und genau wie unser Gesundheitssystem nicht noch weiter subventionierbar. Ist ne riesige sunken cost fallacy. Die Rente ist tot und damit sollte man sich abfinden. Jegliche Diskussionen über "länger arbeiten" oder "mehr Rente" sind Themen aus der Boomerzeit, die wir begraben sollten. Sarrazin hat das 2010 schon geschrieben und es hat niemand gekehrt und jetzt sind wir in 2023 und reden immer noch über diese Rotze. Hier wurde einfach dekandenlag Scheiße gebaut von der Regierung.
    Das mag zwar durchaus sein, dass das System nicht zu retten ist. Aber deswegen kannst du nicht weiter Leute da dick einzahlen lassen und Ihnen einfach nichts auszahlen. Rente mit 70 ist doch quasi nichts. Das ist doch Verarsche. Lies doch was er fordert! Er will das Rentenalter immer weiter rauszögern und nicht das System reformieren. Der Spast ist doch 100 % Beamter. Immer nur von anderen schön einfordern aber selbst macht man keinen Finger krumm.

  • #369 CEO_von_MTU (2014 - 2022) 10 März 2023, 22:12

    Zitat von: SeltenDa

    Wirtschaftskreislauf+Pla%C3%9Fmann+BZ.jpg
    Des is ja wie Goronner.
    "Damit wir Weihnachten feiern können!"
    "Damit wir das erkämpfte nicht wieder verspielen!"

  • #370 CEO_von_MTU (2014 - 2022) 10 März 2023, 22:17

    Zitat von: LustDick

    Höherer Dienst kommt halt auch drauf an. Als Verwaltungswissenschaftler ist da die Besoldung ganz ok, als Naturwissenschaftler oder WiWi ist es meistens doch deutlich weniger als in der Wirtschaft.
    Was
    als WiMi verdienst du nach 6 Jahren 63.000. Find ich ganz stabil. Für wirklich mehr musst schon mit Dr. zu nem größeren Unternehmen und Personalverantwortung auf dich nehmen.
    Also nicht dass da alles so geil wäre als WiMi mit den befristeten Verträgen, Projekte beantragen, Konferenzen, PA, ... glaube halt dass es nicht das Gehalt ist sondern genanntes, was den Dschopp eher unattraktiv macht.

  • Mod/RDW
    #371 Sylvester 10 März 2023, 22:29

    Zitat von: Kontrollgreif aufn Jens

    90e2722d07a73800.jpg


    Gute Idee!
    Das ist echt witzig. Was springt denn für die Beschäftigten dabei raus? Wenn eine Klink oder ein Altenheim zumacht, werden die Pfleger sicher schnell eine neue Arbeit finden. Warum verzichtet nicht die Heimleitung? Für so einen Vorschlag sollte man denen auf den Tisch scheißen.

  • #372 Herr_Winklaaa 10 März 2023, 22:54

    Zitat von: CEO_von_MTU (2014 - 2022)

    Was
    als WiMi verdienst du nach 6 Jahren 63.000. Find ich ganz stabil. Für wirklich mehr musst schon mit Dr. zu nem größeren Unternehmen und Personalverantwortung auf dich nehmen.
    Also nicht dass da alles so geil wäre als WiMi mit den befristeten Verträgen, Projekte beantragen, Konferenzen, PA, ... glaube halt dass es nicht das Gehalt ist sondern genanntes, was den Dschopp eher unattraktiv macht.
    Auch ohne Doktor kannste überhalb von 100k verdienen ohne Personalverantwortung.
    Ist etzala net so unüblich.

  • #373 LustDick 11 März 2023, 00:46

    Zitat von: CEO_von_MTU (2014 - 2022)

    Was
    als WiMi verdienst du nach 6 Jahren 63.000. Find ich ganz stabil. Für wirklich mehr musst schon mit Dr. zu nem größeren Unternehmen und Personalverantwortung auf dich nehmen.
    Also nicht dass da alles so geil wäre als WiMi mit den befristeten Verträgen, Projekte beantragen, Konferenzen, PA, ... glaube halt dass es nicht das Gehalt ist sondern genanntes, was den Dschopp eher unattraktiv macht.
    Nach 6 Jahren mit nem Master in der freien Wirtschaft unter 63k und du hast was falsch gemacht, arbeitest in ner Kackbranche auf dem Land oder machst HR.

  • #374 CEO_von_MTU (2014 - 2022) 11 März 2023, 09:06

    Zitat von: LustDick

    Nach 6 Jahren mit nem Master in der freien Wirtschaft unter 63k und du hast was falsch gemacht, arbeitest in ner Kackbranche auf dem Land oder machst HR.




    Kommt auch auf die Region an. In München kriegst und brauchst du auch mehr als in der ostdeutschen Provinz. Wohne so in der Mitte und da würd ich halt sagen, dass das n solider Durchschnitt ist.
    Das ist aber auch ehrlichgesagt das, was mich enorm aufregt. Du kriegst überall TV-L 13 als WiMi. Ob du jetzt Gender untersuchst, soziale Arbeit oder im Baubereich bist. Ob du Maschinenverantwortlicher, Sicherheitsspack, 5 Veröffentlichungen im Jahr raushaust oder einfach gar nichts davon machst - du kriegst immer das gleiche. Du kriegst auch das gleiche wenn du in der TU München bist und 1500 € kalt für ne 3 Zimmer-Wohnung blechst oder wenn du in nem Vorort von Dresden dafür 500 € zahlst.

  • Mod/RDW
    #375 ProfHase 11 März 2023, 09:07

    aea41d098b4a772b.jpg

  • #376 CEO_von_MTU (2014 - 2022) 11 März 2023, 09:09

    Zitat von: Herr_Winklaaa

    Auch ohne Doktor kannste überhalb von 100k verdienen ohne Personalverantwortung.
    Ist etzala net so unüblich.
    Ach laber nicht. Absoluter Bullshit. Natürlich GEHT das. Aber das ist einfach nicht realistisch für 99,9 % der Leute, die weder Informatik studiert haben noch nen Dr. haben.

  • #377 Kontrollgreif aufn Jens 11 März 2023, 11:35

    Zitat von: Toonz

    ßoo Last of us Folge nachgeholt und für gut befunden, fand es gar nicht mal so unrealistisch. Django Folge war da weitaus unglaubwürdiger, wenn auch dennoch wieder sehr geil.

    Mein Onkel hat mir auch eine verhältnismäßig neue Serie empfohlen, da mir Western ganz gut gefallen. 1883, macht sehr guten Eindruck, hochkarätige Schauspieler, Trailer und Anfang der ersten Folge geschaut. Bin ziemlich gespannt wie es da weiter geht.
    Toonz?
    Falscher Fadne? Hier heulen wir darüber, dass arbeiten scheiße ist.

  • #378 Hetzer-chan 11 März 2023, 11:50

    Zitat von: Hailiger Bimbam

    Blödsinn

    Absoluteroberbullshit
    Gutes Gegenargument, du Armleuchter. Hatte den Fall neulich erst eines langjährigen Beamten. Wirst halt so lange versetzt und hin- und hergeschoben, bist du das nicht mehr aushälst. Wenn der Oberbleistiftschubser dich weghaben will, dann funktioniert das auch. Und wenn du noch zujung bist, verlierst du jegliche Pensionsansprüche. Richtig gute Sicherheit, die man dann da so hat.

  • #379 Knusper 11 März 2023, 12:02

    Die Pensionen für Beamte erklären sich durch die Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Wer sein gesamtes Erwerbsleben dem Staat widmet, dabei i.d.R. signifikante Gehaltsabstriche über die Laufzeit seines Berufslebens eingeht, der hat Anrecht auf eine überdurchschnittliche Altersversorgung - insbesondere auch deswegen, weil er/sie jederzeit reaktiviert werden kann. Das Beamtenverhältnis gilt lebenslänglich, solange es medizinisch/gesundheitlich vertretbar ist.

  • #380 Hailiger Bimbam 11 März 2023, 12:06

    Zitat von: Hetzer-chan

    Gutes Gegenargument, du Armleuchter.

    Für ahnungslose Deppen, die ihre beamteten, gemobbten Taschengumbels aus dem Hut zaubern und das als Untermauerung ihres Blödsinns verwenden, gut genug.